Protesterview
Am 20. hat die ARD in ihrer Reihe “Sommerinterviews” mal wieder der AFD eine Bühne geboten. Die Aufnahme fand auf einem öffentlich bekannten Platz statt, wo sich in der Nähe eine Reihe Demonstrierender eingefunden hat, und es auch zu musikalisch untermalten Protestbekundigungen gegen jene Partei kam. Die interviewste Vorsitzende fand das wohl nicht gut, und seitdem fanden sich einige Protestbekundungen, dass man die AFD doch nicht “inhaltlich stellen” könne, wenn man deren Äußerungen unterbinde. Erstmal ist mir aber schon nicht klar, warum man einer Partei, über deren Extremismus kaum Zweifel bestehen, überhaupt Platz im Fernsehen zusätzlich einräumt. Dann gab es auch keine faktischen Prüfungen, weil man ja keine Zeit hätte. Sorry, aber das war eine Aufzeichnung. Wenn die ARD Fakten nicht prüfen kann, muss die Sendung halt ne Woche später versendet werden. Und überhaupt, können wir mal normalisieren, Extremisten nicht zu normalisieren? Oder sind wir ansonsten wenigstens so ehrlich, dass die ARD-Verantwortlichen sich der Wortmeldung des früheren CDU-Vertreters Gauland anschließen wollen, dass die Nazis doch so lange her wären? Das wäre dann nämlich eine Aussage, die öffentlich intensiver debattiert werden dürfte, wenn die ARD sie sich zu Eigen machen würde.
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