LöschKA
Und dann war da noch eine unscheinbare Meldung vom BKA, was ja bekanntlich eine Polizei des Bundes sein soll und dabei so Aufgaben wie Koordination der Länderpolizeien übernehmen soll. Da fallen auch so Aufgaben drunter, wo es darum geht, verbotene Bilder oder Videos aus dem Internetz zu entfernen. Bei Bildern von Missbrauch war das BKA zuletzt damit aufgefallen, so gar keine Motivation zu zeigen, die Hostingfirmen auch nur freundlich hinzuweisen, wenn es Anzeigen gibt, dass die sexualisierte Gewaltdarstellungen irgendwo bereithalten. Nun gibt es eine Meldung eines kleinen Hosters, der einen Youtube-Spiegel betrieb, von dem das BKA sich einbildete, zwei Links löschen lassen zu können. Sehen wir mal davon ab, dass die eigentlichen Youtube-Videos vom BKA entweder nicht oder zumindest nicht beim selben Hoster beanstandet wurden, handelte es sich bei den Links auch noch nicht mal um Videos, die auch nur ansatzweise irgendwas sexualisiertes, oder missbräuchliches darstellen würden. Eine Löschung ist also nicht nur nicht nötig, sondern auch offensichtlich nicht angemessen. Mit der Frage konfrontiert, was das soll, fabuliert ein Sprecher des BKA was von automatisierten Prozessen.
Ja, komisch, also löschen könnt ihr nicht, weil sich da ja jemand manuell beschäftigen müsste, und überhaupt ihr habt ja gar kein Recht darauf, Hinweise zu geben? Aber wenn ihr Hinweise gebt, sind die auch nur automatisiert, wo kein Mensch mehr draufgeschaut hat? Was machen die Leute beim BKA eigentlich so tagsüber?
Bei mir entsteht der Eindruck, dass Missbrauch nicht gelöscht wird, organisiert, während Nichtmissbrauch ebenso organisiert gelöscht wird. Hat eigentlich schon mal jemand die Webseite eines gewissen BKA in den Automatischen Löschaufforderer geworfen? Die dahinterliegende Organisation handelt ja zumindest rechtlich fragwürdig.
Trackbacks
Die Kommentarfunktion wurde vom Besitzer dieses Blogs in diesem Eintrag deaktiviert.
Kommentare
Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt