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Staatspannwaltschaft

Meldung aus der “warum ist das nicht vorher aufgefallen?”-Ecke: Für Monate hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg Post erstellt, aber nicht versandt. Entsprechend vermisste man dann Reaktionen, die ebenfalls per Brief verlangt werden sollten, der aber auch wieder nicht raus ging. Aufgefallen ist das wohl dadurch, dass Anwälte sich bei der Behörde gemeldet haben, warum die denn nicht postalisch reagieren würde. Was ich nicht gelesen habe: Was ist mit den 170 tausend Briefen passiert, die hätten gedruckt und verschickt worden sein sollen? Liegen die nur in digital irgendwo rum, hat eine Druckanlage die gedruckt, aber danach sind sie versackt? Und nachdem es ja wohl ein Problem bei der Behörde gewesen wäre: Warum ist nicht aufgefallen, wenn so gar nichts mehr verschickt wird? Oder sind die Fragen zwar auf der Ebene einfacher LogistikMitarbeiter gestellt worden, dann aber nie bis zu einer Ebene gelangt, die da mal hätte nachsehen können? Ich vermute mal vllig unqualifiziert: Der Postdruck ist vielleicht outgesourct, und die Leute, die da hätten was merken können, hatten keine Ansprechpartner, oder haben genug Post für andere Kunden gedruckt, dass da ohnehin nichts akut aufgefallen ist. Und von der Staatsanwaltschaft hat in der Zeit niemand nachgesehen, weil das niemand als Aufgabe hatte. Das ist so ähnlich, wie die Postlaufzeit, die ja auch kaum nachgemessen wird, weil zwischen Posterstellung, Versand und letztlicher Zustellung gerne mal deutlich mehr Zeit vergeht als in den historisch entstandenen Regeln vorgesehen ist (Spoiler: Ne Woche Brieflaufzeit passt nicht zu “kommt am nächsten Tag an, danach ist man selbst Schuld, wenn man nicht antwortet”) Nebenbrei: Wessen Verantwortung wäre es eigentlich rechtlich, wenn eine Staatsanwaltschaft Post verschumpft, und wer könnte da wie bestraft werden? 

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