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Internetwache?

Wenn die Politiker immer wieder davon reden, dass sie eine polizeiliche Überwachung des Internets fordern, dann meinen die bestimmt solche Dinge, die es zu verhindern gilt. Oder ist das der erste Anlauf einer Vernetzung der verschiedenen Strafvervolgungsbehörden, wie sie der Bundesinnenschäuble fordert? Ich hoffe dann doch mal stark, dass die Gründe dieser Veröffentlichungen sofort beseitigt werden. Wäre ich einer der Betroffenen, deren Daten da (offensichtlich rechtswidrig) veröffentlicht wurden, würde ich jedenfalls über rechtliche Schritte gegenüber dem verantwortlichen Polizeichef nachdenken.

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Kommentare

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Michael am :

Das ist auch genau das, was u.a. passieren kann, was die c't letztens auch über die Anti-Terrordatei geschrieben hat. Millionen von Datensätze wandern in eine noch größere Datenbank. Wer soll das ganze bitte noch aktuell halten? Und wer sorgt dafür, dass solche Pannen wie man sie jetzt schon nicht vermeiden kann, dann vermieden werden? *kopfschüttel*

Andre Heinrichs am :

Die Aktualität der Daten ist dann doch egal, da reicht es vielleicht für eine verschärfte Leibesvisitation aus, dass vor 10 Jahren mal ein Polizist vermutet hat, dass man in Begleitung einer drogensüchtigen Person angetroffen wurde. Und verhindern will man solche Pannen ja vielleicht auch nicht, immerhin sollen doch die Nachbarn wissen, mit was für Bösen Menschen sie in der Nachbarschaft leben. Wenn dann allerdings Steine und Mistgabeln an die Nachbarn verteilt werden, ist der Punkt längst überschritten, an dem man noch etwas retten könnte.

We're doomed.

mic @ work am :

Der Sinn einer Datenbank liegt ja darin die Datenverwaltung und Pflege zu vereinfachen (Vermeidung von Redundanz, Normalisierte Formen, keine mehrfachen Datenbestände). Erfasst werden müssen die Daten ja sowieso. Das ist schon okay, so erspart man sich das die Polizeiwache um die Ecke, das LKA und das BKA jeweils eine Akte über mich hat. Sie greifen auf einen zentralen Datensatz (z.B."Akte MIC") zu und jede Instanz kann ihn bearbeiten (anlegen,erweitern,löschen...)

Also die Aktualisierung und Pflege des Datenbestand wird wohl erleichtert. Aber, je größer der Anwenderkreis desto größer die Missbrauchsgefahr (es soll ja auch bei den Behörden schwarze Schafe geben! Nee, wirklich - in echt!)

Tja - und wie man sieht die Pannen kommen immer wieder vor, die Frage ist nur wie kann man Massnahmen implementieren die den Schaden dann zu begrenzen helfen?

Mic

Andre Heinrichs am :

Was, es gibt Schafe in Behörden?

Ernst beiseite. In der ominösen 'Datei' sollen ja auch unbestätigte Vermutungen enthalten sein, und das wird dann garantiert dazu führen, dass unschuldige Bürger sich für irgendwelche Dinge rechtfertigen müssen, weil irgendein Beamter meint, der Bürger hätte irgendwas böses getan, das aber nicht einmal ansatzweise beweisen kann. As I said: We're doomed.

Buch-Blogger am :

Tja, die Polizei bzw. der Staat darf halt oft genug das, was er eigentlich verbietet. Bzw. oft ist der Staat selbst ein rechtsfreier Raum. Ich finde es z.B. eine Frechheit, bei manchem Bescheiden einfach keinen Einspruch einlegen zu dürfen. Aber der kleine Bürger ist immer der dumme.

Andre Heinrichs am :

Ist doch klar: Als Bürger hat man gefälligst brav Steuern zu zahlen, und ansonsten die Klappe zu halten. Das war jetzt aber einfach. ;-)

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