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Huchspot

Nach Wochen mit eher unangenehmen Überraschungen habe ich heute früh mal eine angenehme Überraschung erlebt, und das kam so: Auf dem Weg zur Arbeit packe ich im U-Bahnhof Berne für die Wartezeit auf die U-Bahn (üblicherweise 5 Minuten) schon mal mein iPad aus, und lese, was sich im Feedreader so angesammelt hat. Heute früh sprang mich da aber an, dass iPad ein WLAN gefunden hätte, bei dem es sich schon mal verbunden hat. Also bin ich schnell zum Browser gewechselt, habe die Extra für Captive Portals vorgesehene Apple-Webseite (captive.apple.com extra ohne https erreichbar) aufgerufen, und statt deren kurzer Success-Meldung das Captive Portal von Mobyklick bei der Hochbahn erwischt. Ein kurzer Blick an die Decke brachte mir dann noch die Erkenntnis, dass ich wohl ziemlich direkt unter dem Hotspot-Sender stand. Nun hatte ich nicht damit gerechnet, jetzt schon einen Hotspot zu erwischen, immerhin ist die letzte offizielle Meldung gewesen, dass die Ost-Hälfte der U1 bis zum Jahresende versorgt würde. Entsprechend konnte ich nicht spontan einen Bandbreitentest machen, aber ich vermute mal, dass da real irgendwas wie 500 bis 1000 MBit zu haben sein könnten, wenn morgens ohnehin niemand mit dem Netz spielt.

So ein bekannter, schneller Hotspot wird besonders dann sinnig, wenn irgendwas mit meinem Heim-Internet-Zugang schief geht, sei es durch die anstehende Umstellung oder einen der gefürchteten Ausfälle, die jetzt auch schon eine Weile nicht mehr aufgetreten sind. Wobei der letzte kleine Ausfall heute war: Da hat die Fritzbox 14:21 und 14:23 jeweils keine Verbindung mehr gehabt und sich eine neue IP zugelegt. Nachdem sonst nichts ausgefallen ist, verbuche ich das mal als unwesentliche Kleinigkeit. Und merke mir nochmal Berne als vermutlich hinreichend schnellen Hotspot auch für größere Downloads. Sagt da jemand OS-Updates?

Illegal-abschiebe-Reaktionen

In der letzten Woche hat nicht nur das zuständige Verwaltungsgericht sich zur illegalen Abschiebund von "Sami A." nochmal wiederholt, sondern auch das nächsthöhere Gericht, das Oberverwaltungsgericht. Die Aussagen der Gerichte waren im Kern identich: Der Mann muss von den verantwortlichen Behörden auf deren Kosten zurück nach Deutschland gebracht werden, sonst setzt es was (Geldstrafen, vermutlich).

Auch wenig überraschend war das Gebrüll aus der Politik, wo sich ein NRW-Minister aufgeplustert hat und was davon fabulierte, dass Das Volk solche Urteile doch nicht verstehen würde. Das mag ja sein, aber Gesetze gelten nun mal für Alle. JA, auch den Staat. Oder, um es mal mit einem bekannten CDU-Spruch zu formulieren: Der Staat darf kein Rechtsfreier Raum sein.

Von der Stadt Bochum ist mir eine Meldung begegnet, die sinngemäß sagte, die Stadt würde irgendwo ein Visum hinlegen, solle der Zu Unrecht Abgewcshobene sich das doch selbst holen. Späeter hieß es, die Stadt würde das Urteil akzeptieren. Was aber wohl eher daran lag, dass da keine Rechtsmittel gegen eingelegt wurden. Vermutlich, weil es auch keine kurzfristigen Rechtsmittel mehr gab.

Dass das Papiererzeugnis mit seiner Hetz-Propaganda die ganze Zeit weiter propagiert hat, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.

Am Freitag wurde dann über eine Antwort der Bimbesregierung auf eine Kleine Anfrage berichtet, nach der im Jahr 2018 bereits 5 illegale Abschiebungen durchgeführt wurden. In den Jahren 2015 und 2016 waren da keine verzeichnet und 2017 bereits zwei. Es handelt sich also um zunehmenden Rechtsbruch. Zu dem die Regierung sich nicht äußert, wie sie den denn mal eindämmen wollen würde.

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