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Venezuel-HÄH?

Und dann war da noch die Geschichte aus Venezuela. Da gab es eine Präsidentenwahl, die der CDU-Wahlkampfsprecher ohne ausführliche Begründung für nicht okay verkündet hat, und dann hat sich da neulich der Parlamentspräsident selbst zum Präsident ernannt. Und die Reaktion in der westlichen Welt war entweder öffentlich nicht vernehmbar, oder Zustimmung. Und ich sitze da vor den wenigen Meldungen und frage mich, ob ich irgendwo wichtige Nachrichten verpasst habe, oder ob die Bimbesregierung jetzt komplett auf Demokratie scheißt, und ernsthaft einen Tüp als Präsident betrachtet, dessen Legitimation darin besteht, dass er selbst sich dafür hält, und ihn niemand gewaltsam daran hindert, das zu verkünden. Naiv hätte ich ja eine reaktion der Art erwartet, dass man auf baldige freie und geheime Wahlen hoffe, und der selbsternannte Präsident maximal ein Übergangspräsident sein könne, und doch aber bitte friedlich eine gemeinsame Lösung beider Seiten gefunden werden möge, bla, bla, bla.

Was verpasse ich da? Oder finden wirtm jetzt Putsch geil? Und Einmischung der USA in Venezuela. Und die nchste Wahl hierzulande darf dann aber bitte auch jedes Land von außen manipulieren, was da gerade Bock drauf hat.

Scheintempobatte

Eine Scheindebatte gab es letzte Woche über Tempolimits. Und zwar kam das daher, dass das Ministerium für Maut und sonstigen Stuss (komischerweise Verkehrsministerium genannt) irgendwo einen Arbeitskreis eingerichtet hatte, aus dem die Idee rausfiel, dass zur vielleicht ja doch mal erstrebenswerten Erreichung der Klimaziele, für die sich eine früher mal als Klimakanzlerin bezeichnete Frau Merkel eingesetzt hätte haben wollen, Autos bei Gelegenheit mal weniger klimaschädliche Gase absondern sollten. Und einer der einfacheren Wege, so etwas zu erreichen wäre eben, wenn man die Geschwindigkeit, mit der sich Autos eben so bewegen reduzieren würde. Also eben sowas wie allgemeine Tempolimits von irgendwas bei 120 bis 130 km/h auf Autobahnen und eben nicht mehr 100, sondern 80 auf Landstraßen und so weiter. Lustiger Nebeneffekt: Wenn sich die Autofahrer daran hielten und auch in den Städten nicht ganz so schnell führen, ließen sich vielleicht auch noch Unfälle und deren Auswirkungen reduzieren.

Aber bei Autobahn-Geschwindigkeiten ist die deutsche Debatte genauso absurd wie die Debatte in VSvA (hihi) über Schusswaffen. Regelungen gehen da gleich mal GAR NICHT!!! Und Freie Fahrt für Freie Bürger!!!! Und überhaupt!!! Und Arbeitsplätze wären ja auch alle gefährdet, wenn Autofahrer nicht überall rumrasen könnten. Entsprechend sind noch immer derartige Vorschläge schnell wieder begraben worden. Und deshalb halte ich die Debatte für eine Scheindebatte. Da hat das Ministerium von Herrn Doofbrindt Bescheuer den Vorschlag bewusst versehentlich in die Presse entlassen, damit Das Volk mal kurz aufjaulen durfte. Und schon geht das ja nicht, weil Das Volk wolle das ja so. Und am Ende kann man ja leider nichts machen.

EUrheberbrems

Und dann war da noch die Geschichte mit dem EUrheberrecht, wo ja nach den Entschlüssen von EU-Parlament (das Ding mit Lügenschutzrecht und Uploadfiltern), EU-Kommission (ebenfalls) und EU-Ministerrat (auch mit den selben Folterwerkzeugen) die "Trilog-Verhandlungen" liefen. Ich hatte da keine positiven Erwatungen, nachdem ja die drei Organisationen alle die härtestmöglichen Regeln verlangt hatten. Aber im Detail gab es dan doch keinen Durchmarsch der Hardliner, weil sich am Ende die Länder eben nicht auf ein gemeinsames Ergebnis verständigen konnten. Und damit wird es dann kein EUrheberrecht vor der Wahl zum EU-Parlament mehr geben. Wie danach das Verfahren weitergeht, und ob wir als Betroffene davon etwas erfahren dürfen, bevor die entsprechenden Regeln hart durchgesetzt werden, bleibt abzuwarten, aber viele Hoffnungen hege ich dazu nicht. Immerhin hat die bisher für Öffentlichkeit und Transparenz sorgende Abgeordnete, Julia Reda, bereits vor einiger Zeit angekündigt, nicht wieder für das EU-Parlament kandidieren zu wollen.

staatliche Datensammlung

Habt ihr das mitbekommen, dass die Bimbesregierung mal wieder eine komplette Datensammlung über alle Bürger haben will? Nein? Will sie aber. Offiziell soll das ein "Test" für die Volkszählung 2010 sein, die "Registergestützt" stattfinden soll. Und, weil man ja Tests nicht mit weniger als allen Daten in völlig unanonymisiert machen kann, muss die Regierung eben schon mal ein zentrales Verzeichnis sämtlicher Bewohner des Landes haben. Komisch, ich wüsste so spontan nicht, welche Tests bei irgendwelchen Auswertungssystemen verlangen, dass man Jahre vorher schon mal sämtliche Daten in Original einsammelt. Und wenigstens die Namensfelder könnte man wirklich einfach anonymisieren, ohne dass da etwas fehlen dürfte, oder wird der Name statistisch für irgendwas herangezogen?

Gegen die ganze Geschichte gibt es auch Eilanträge beim Bundesverfassungsgericht, aber bis die Richter nichts entschieden haben, füllt der Staat schon mal den Datentrog. Nicht, dass sich jemand wundert, wenn Datenschweine um den rumschleichen.

ein paar Daten

Und dann ist mal wieder eine Datensammlung aufgetaucht. Hier sind dann mal eben 773 Millionen Usernamen mit (vermutlich) passenden Passworten von einer Reihe Webseiten im Netz unterwegs gewesen. Weil da aber nicht offensichtlich Politiker betroffen sind, interessiert das zumindest hierzulande nur die Tech-Medien. War was?

Brexail

Am 15. ist passiert, womit schon länger gerechnet wurde: Das britische Unterhaus hat darüber abgestimmt, ob der Vertrag zwischen UK und EU (oder VK und EV, für die Diplomaten) angenommen werden sollte. Erwartungsgemäß lehnte eine Mehrheit der abgeordneten das ab. Und zwar mit 432 zu 202 Stimmen. Ebenfalls erwartet wurde danach ein Misstrauensvotum der oppositionellen Labour-Partei, was genauso erwartet abgelehnt wurde.

Was nun aber nicht klar ist: Wie es weitergehen soll. Es zeichnet sich ab, dass im Brexischen Parlament kein vorstellbarer Vertrag eine Mehrheit hätte, der No-Deal wurde bereits abgelehnt. Für einen Brexit-Exit, also Rücktritt vom Artikel 50 fehlt es aber auch an offensichtlicher Unterstützung. Vielleicht wäre es doch mal an der Zeit, das Volk mit den konkreten Vorschlägen zu belästigen, und dabei die jeweiligen Konsequenzen auch mal auszuführen, was bei der ursprünglichen Abstimmung ja irgendwie versäumt wurde.

Verfassankt

Seit die SPD mit den Grünen das Hartz-Regime eingeführt hat, fürchten sich viele Beschäftigte vor Arbeitslosigkeit, weil nach einem Jahr Arbeitslosengeld bereits der Hartz'sche Abgrund mit Gängelung lauert, wenn man das Verbrechen begeht, nicht zu arbeiten. Besonders bedrohlich ist Hartz IV, weil die sogenannten Jobcenter das Mittel der Sanktion haben, wo sie den ihnen Ausgelieferten nicht mal den ohnehin schon künstlich kleingerechneten Betrag zahlen, sondern noch weniger.

Nun ist der initial verfassungsfern erwürfelte Geldbetrag von der Regierung definiert als diejenige Summe, die man als Bürger mindestens haben muss, um gerade noch so an der Gesellschaft teilhaben zu können. Was dann die Frage aufwirft, ob durch Sanktionen eben verfassungswidrig in die Rechte der Bürger eingegriffen wird, weil sie eben weniger Geld zur Verfügung haben, als laut Regierung mindestens nötig wäre.

Diese Frage haben schon vor langer Zeit Menschen mal in viele schöne Worte kleiden lassen und beim Verfassungsgericht zur Klärung einliefern lassen. Die Verfassungsrichter haben sich da irgendwie reichlich Zeit gelassen, und das Thema erst vor einer Woche zur Verhandlung aufgerufen. Mal sehen, wann sie eine Antwort liefern, auf die eigentlich ganz einfache Frage, ob Jobcenter die Würde des Menschen doch antasten dürfen, oder ob das eben gerade nicht gehen darf.

Mehr Nazei?

Neulich hatte ich ja schon mal berichtet, dass eine Anwältin mit rechtsterroristischen Drohungen aus dem Polizeiumfeld bedroht wurde. Da gab es inzwischen noch zwei zusätzliche Meldungen. Erstmal aus Hessen, wo ein Polizist einer rechtsextremen Gruppe polizeiliche Daten gegeben haben soll, und dann hat die selbe Anwältin schon wieder ein Fax mit der Unterschrift NSU 2.0 bekommen.

Nun kann es natürlich sein, dass es sich hier um Nachahmer handelt, aber auch das neue Fax soll schon wieder Informationen enthalten über die Anwältin, die nicht öffentlich sein sollten, so dass zumindest die Frage im Raum steht, wie denn die Täter an diese Informationen gelangt sein könnten. Dazu hatte ich eine Meldung aus den Nachrichten von der Regierung mitbekommen, die behauptet hat, man sähe keinen zusätzlichen Präventionsbedarf im Kampf gegen rechtsextremismus bei der Polizei. Ich hoffe da nur, dass nach dem Bekanntwerden der bedauerlichen Einzelfälle von rechtsextremen Vereinigungen in der Polizei sich die Regierung nochmal überlegt, ob etwas, was außerhalb der Polizei hart bestraft wird (Bedrohungen, zum Beispiel) wirklich innerhalb der Polizei in Ordnung wäre. Aber die Regierung findet ja auch die Spionage in den Daten Anderer in Ordnung, und nur bei sich selbst geht das nicht.

Kasperformation

Es ist inzwischne ja schon fast wieder normal, dass pauschal alle Russen als Böse verleumdet werden. Da passt eine Nachricht von neulich aber nicht rein: Und zwar hätte die NSA einen Verräter aus ihrer Organisation nur mit Hilfe von Kaspersky, der Antivirenfirma aus Russland gefunden. Und zwar hatte der Mann sich auf Twitter an die gewendet, und die Leute fanden das irgendwie komisch, und haben dann mal in Richtung Des Ami gefragt, ob das so in Ordnung wäre. War es nicht.

Immerhin habe ich damit eine Idee, wie Kaspersky beim Auffinden der NSA-Wanzen auf einem Schadware-verseuchten Rechners eines anderen Nasi-Schnüfflers ziemlich schnell bemerkt hat, dass das Nasi-Wanzen wären. Das war mir bisher ja noch unklar.

Dazu passende Ironie: Weil Kaspersky aus Russland stammt, ist die Antivirensoftware in US-Behörden verboten.

Rechtsignorier

Ich reite ja schon länger darauf rum, dass wir ein rechtes Terrorproblem in diesem Land haben, weil nach den bedauerlichen Einzelfällen von NSU, Gruppe Freital, Oldschool Society und laut Polizeistatistik jedes Quartal mehrere hunderte rechtsextrem motivierte Straftaten sowie mehrere hundert Haftbefehle gegen Rechte sich ja schon vermuten lässt, dass es da vielleicht ein Problem geben könnte.

Nun gibt es noch einen Hinweis, dass es einen Rechtsdrall gibt, dieses Mal bei Staatsanwaltschaften, die jede Menge Waffen, sowie Nazisymbole nicht zum Anlass genommen haben, mal mit den entsprechenden Strafparagraphen ein Gericht zu belästigen, sondern das für "typisches Alltagsgeschäft" zu deklarieren. Und auch das ist natürlich wieder nur ein bedauerlicher Einzelfall. Komisch, wenn jemand, der das Verbrechen begangen hat, an den Islam zu glauben in seinen Räumen Waffen lagert, wird uns das in den Medien schnell als 'potenzieller Terrorist gefasst' verkauft. Es wirkt fast, als würden da vergleichbare Sachverhalte unterschiedlich beurteilt...

Personen-Datenleck

Große Aufregung vom Freitag, dem 4.: Da wurde bekannt, dass im Internet Daten von Politikern rumlägen, die verdächtig danach aussähen, als sollten die eigentlich nicht öffentlich sein. Und wie üblich, wenn noch gar nichts bekannt ist, wurde die Krzmeldung eines Mediums gleich für Eilmeldungen der Großmedien verwendet. nach einiger Zeit häuften sich die Hinweise, dass anders als weitgehend behauptet, nichts auf einen "Hack" hindeuten würde, sondern auch jemand mit Zugriffsberechtigung die Daten exfiltriert haben könnte. Und überhaupt, so ganz super geheim und gefährlich wäre das nicht (aber Merkel wäre auch betroffen). Und kaum waren die Wogen etwas abgeflaut, hielt irgendwer einem anderen ahnungslosen Politiker ein Mikro hin, der gleich nach Angriffen der unbekannten Personen verlangte.

Ob überhaupt noch jemand vom angeblichen Hack redet, bis dieser Eintrag erscheint, dürfte auch eine interessante Beobachtung ergeben. Vom "Abhören unter Freunden" was ja angeblich "garnicht" ginge, schwafelte eine Kandisbunzlerin ja auch nur rund eine Woche.

Bei näheren Untersuchungen der Daten und der Umstände um deren Veröffentlichung sieht es eher danach aus, dass da gar nichts gehackt wurde, sondern anderweitig ins Netz entglittene Daten gesammelt worden wären. Bei der Täterin (warum werden Täter eigentlich nie gegendert?) scheint es sich um eine Person aus dem Youtuberinnen-Umfeld zu handeln. Ein politischer Hintergrund erscheint zumindest nicht naheliegend, sind doch auch Daten von Youtubern in der Sammlung. Aber medial wurde die Geschichte erstmal aufgeblasen. Dazu kommt noch die Idiotie, dass vor allem beim BSI jemand die Idee hatte, auf Basis keiner Information die Öffentlichkeit zu desinformieren. Das musste später dann zurückgerobbt werden.

Und am 8. vermeldet die Regierung aus Bundeskriminellen und Schnüfflern, dass sie einen Verdächtigen 20-jährigen verhaftet hätte. Der hätte auch die Vorwürfe eingestanden, und wäre schon am Vortag wieder gehen gelassen worden. Warum das dann erst am Dienstag gemeldet wurde, fehlt mir noch eine Begründung. Oh, als Motiv hätte der Verdächtige angegeben, aus Verärgerung über Äußerungen von Politikern gehandelt zu haben. Das erinnert mich an die Behauptung des NRW-Innenterroristen zum Motiv des Attentäters von Bottrop. Nebenbei: Wenn Nichtpolitikern Daten im Netz veröffentlicht werden, regieren Polizei, BKA, BND, Verfaschungsschutz und sogar NSA üblicherweise gar nicht. Dabei haben doch mindestens einige Politiker vor Snowden ständig rumgeblubbert, dass "wer nichts zu verbergen hat, nichts zu befürchten" habe. Komisch.

Bottras

Eine Meldung, die am Neujahrstag bekannt wurde, betrifft einen Vorfall von Silvester. Da ist in Bottop ein Auto mehrfach in Menschengruppen gefahren (spannende Wortwahl) und hat dabei wohl acht Personen verletzt, darunter eine schwer. Als die Polizei das Auto samt Fahrer nach einiger Zeit festgesetzt hat, soll der Fahrer auch noch irgendwas fremdenfeindliches geäußert haben, was in den Nachrichten aber nicht wiedergegeben wurde. Ziemlich früh war in den Meldungen auch von einer psychischen Erkrankung des Autofahrers die Rede.

Spannend an der Meldung ist, dass mir kein Bericht begegnet ist, in dem die Bewegung des Autos als "rasen" klassifiziert wurde, dabei ist sich eine Nachrichtenagentur doch ansonsten nicht zu schade dafür, alle Bewegungen von Autos als "rasen" zu bezeichnen. Auch über Staats-, Religions- oder sonstige Gruppenzugehörigkeit des Fahrers sind die Meldungen auffallend auslassend. Dabei darf man bei fremdenfeindlichen Äußerungen ja wenigstens über eine Zugehörigkeit zu rechtsterroristischen Organisationen laut nachdenken. Mal davon abgesehen, dass in der Vergangenheit auch schon einfache Autounfälle bei passender Hautfarbe des Fahrers als Terrorverdacht vermeldet wurden. Aber hier hat offenbar ein deutscher, weißer, männlicher Täter gehandelt, da muss man sowas gar nicht erst berichten.

Stattdessen haben Rechtsextreme wie der Innenterrorist sich daran aufgegeilt, dass irgendwo ein paar Betrunkene Männer mit fremder Staatsangehörigkeit sich mit Einheimischen geprügelt haben. Da blubbert der Terrorminister was von Gesetzesverschärfungen, und blöderweise springen Medien schon wieder über das Stöckchen.

Nicht berichtete Meldungen

Und dann gab es ein paar Meldungen, die mir massiv unterrepräsentiert waren: Zum Beispiel die, dass die Regierung in Israel implodiert ist, was nur als 'vorgezogene Neuwahlen' weggemeldet wurde. Oder der Krieg um Syrien. Da hat zwar der Trampel was davon gefaselt, dass die Amis ihre völkerrechtswidrigen(!) Angriffe reduzieren würden, aber Israel hat mal eben in der letzten Woche massiv rumbombadiert (wo da jemand ein "die wollten sich doch nur verteidigen" draus machen kann, was sonst immer gerne als Reaktion kommt...). Außerdem haben syrische Kurden das syrische Militär um Hilfe gebeten, und als die kam, haben Türkische Annektoren rumgenölt. Äh, was?

Apropos Israel: Habt ihr mitbekommen, dass israelische Soldaten mal wieder eine Reihe Palästinenser umgebracht haben? ("die wollten sich bestimmt nur verteidigen"?)

Aber ansonsten gab es nichts zu sehen. Gehen sie weiter!

Lügalist

Heute gibt's mal eine Geschichte, die ich schon im Jahresrückblick hatte: In der letzten kompletten Arbeitswoche 2018 hat sich bei einem Magazin (von Trollfe gerne als "ehemaliges Nachrichtenmagazin" bezeichnet) ein Schreiberling als Lügner herausgestellt. Und zwar soll der Mann Reportagen geschrieben haben, in denen mindestens Details nicht stimmten, weil er eben mit Personen, deren "Aussagen" er aufgeschrieben hat, nie geredet hatte. Es gab da wohl schon länger Beschwerden, aber wie es nun mal so läuft, wurden die alle abgebügelt, weil es ja bei jenem Magazin eine Abteilung mit Faktenprüfern gäbe. Keine Ahnung, was die so die ganze Zeit gemacht haben, aber Fakten des Lügners haben sie wohl nicht komplett geprüft.

So weit, so 'kann ja mal passieren'. Lustig wird das ganze aus medienkritischer Sicht, wenn man sich mal die Medienbranche insgesamt betrachtet. Da stößt man alsbald auf Propaganda (der Merz ist ja so geil, Steuern sind immer alle voll blöd), unbewiesene Behauptungen, bis hin zu Lügen (ich erwähne nur das britische Lügenmärchen rund um Skripal, und erlaube mir zum Vergleich mal die Khashoggi-Ermordung daneben zu legen). Wenn man sich die Mühe macht, findet man aber in noch viel mehr Geschichten Ungereimtheiten, die einzeln jeweils nicht wichtig sind, insgesamt aber in eine Richtung deuten, dass man sich nur noch gruseln kann.

Das ist der Grund, warum ich mir schon länger auch erkennbar unseriösere Medien in den Feedreader geholt habe. Damit bekomme ich zwar auch keine Wahrheit vorgesetzt, aber Geschichten aus einer anderen Richtung, die Auslassungen selbsternannter seriöser Medien klarer hervortreten lässt.

Vorhersagen

Eine längjährige Rubrik aus dem Podcast sind die Vorhersagen, und darauf aufbauend ein Jahr später die Nachhersagen.

Für 2017 hatte ich folgende Vorhersagen: LHC dürfte im März wieder starten und schnell zur Physik zurückkehren.Ob März stimmte, weiß ich spontan gerade nicht, aber Physik haben sie recht schnell weitergemacht.

Space: Nichts großes bei der NSASA geplant, aber der Falcon Heavy deutete sich schon an. Großes hatte NASA wirklich nicht, selbst Insight war ja eher eine kleine Sonde. Und Falcon Heavy ist nur der Testflug gewesen.

Apple: Da fand ich Vorhersagen schwer, habe aber mit iPad, iPhone und Watch gerechnet und mir mehr FaceID gewünscht. Macs habe ich ganz bewusst nicht vorhergesagt, bei Termin nur das iPhone für September. Aktualisiert wurden am Ende iPhone und Watch, später auch iPad, was auch FaceID bekommen hat. Bei Macs gab es kleinere Updates, und das Air, was jetzt auch die unpraktische Tastatur bekommen hat.

Politik: Das Gewürge sollte weitergehen, Für ne Regierung vor April müssten sich die Beteiligten mal zusammenreißen, wobei ich die Minderheitsregierung spannender gefunden hätte. Es wurde am Ende März bis die Koalition stand. Nicht vermutet hatte ich Merkels Rückzug.

Schüffel: Würde in den Nachrichten kaum stattfinden. Das stimmte nicht, weil mit Skripal jede Menge Schnüffel in den Nachrichten stattfand, da aber als Tatsachen getarnt. Weil die Regier nicht sagen wollte, woher sie das wüsste, aber nur Der Russe könnte ja an Allem Schuld sein. Und je mehr Details der offiziellen Geschichte bekannt wurden, desto absurder wurde alles. Die offizielle Geschichte hat jetzt also Täter, die am Tatort das Gift aus einer Flasche aufgebracht hätten, bevor sie überhaupt am Tatort gewesen sein können, und die Flasche dann ungeöffnet weggeworfen hätten, wo sie dann zwei andere Personen gefunden hätten. Und die andere Schnüffel-Kaskade rund um Khashoggi fand zwar auch in den Nachrichten statt, aber wenn da jemals drauf hingewiesen wurde, dass die Türkei das Saudische Konsulat verwanzt haben muss, dann ist mir das glatt entgangen. Nicht in den Nachrichten aufgetaucht sind dann Berichte darüber, wie die NAzischützer und Auslandsschnüffler mit Rechten verseucht sind, dass schon wieder ein Mensch mit Nichtdeutscher Staatsangehörigkeit in einem Knast verbrannt wurde durch angebliche Selbstanzündung, dass die Polizei mit Rechtsextremen auch voll ist, und was die Schnüffler eigentlich so beruflich machen.

Auge: Da war der Visus weitgehend weg, was aber alleine keine OP gerechtfertigt hätte. Den Druck habe ich da schon als mögliches Problem gesehen, mir ansonsten aber wieder harmlos gewünscht. Und so war es auch. Der Druck war im November plötzlich ein Problem, insgesamt war das Ergebnis aber noch harmlos.

Und jetzt zu den Vorhersagen.

LHC hat LS2, da wird es nur dann Nachrichten geben, wenn in den Daten noch unerwartete Messwerte versteckt sind.

Für Space rechne ich mit ersten Aktivitäten zu Commercial Crew, vielleicht wird das sogar ein Flug von Personen, SLS erwarte ich nicht.

Apple: Da deuten die Zeichen in Richtung einer CPU-Umstellung, FaceID für Macs könnte noch kommen, und ich wünsche mir immer noch einen Mac, den ich auch wirklich haben will. Also mit ordentlicher Tastatur. Ansonsten dürfte es neue iPhone, watch, iPad (wobei das nach zuletzt über einem Jahr zwischen den Modellen auch ausgelassen werden könnte) geben.

Politik: Da würgt die Regier weiter, wobei eventuell Merkel vorzeitig abtritt. Wenn die sPD nicht auf noch niedrigere Ergebnisse steht, schaut die Partei, dass sie weg kommt.

Schnüffel erwarte ich medial nicht, wobei das Skripal-Märchen zu gut funktioniert hat, als dass es nicht öfter derartige Geschichten geben könnte.

Und beim Auge rechne ich mit dem Druck. Wobei die nächsten Maßnahmen nochmal Tropfen vor ner OP vor schlimmstenfalls Öl-Ex sein dürften. Als OP ließe ich da sowas wie Laser der Bereiche aus denen die Flüssigkeit erzeugt wird gelten. Realistisch dürfte Öl-Ex nicht sein, weil dann ja das Auge innerhalb kurzer Zeit komplett ausfallen würde.

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