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Nichtsolation

Ich war gerade auf der Suche nach einer Meldung, da eilmeldete es, dass ab 1. Mai die Corona-Isolation entpflichtet würde, und man also selbst entscheiden dürfe, ob man mit Infektion zuhause bliebe.

Auf den ersten Blick klingt das schlimm, weil dann ja lauter Infizierte draußen rumlaufen dürfen. Auf den zweiten Blick darf aber auffallen, dass schon bisher durch zu wenige Tests Infizierte draußen rumgelaufen sind. Es ändert sich also nur noch, dass die Infizierten dann auch davon wissen können, dass sie infiziert sind. Ob das in der jetzigen Infektionsdynamik so eine gute Idee ist, weiß ich auch nicht, aber das öffentliche Gejammer, was auf jeden Fall wieder ausbricht, ist es auch nicht Wert. Die Regierung versucht jetzt auf Krampf aus den Maßnahmen rauszukommen. Wer noch nicht geimpft ist, oder trotz Impfung keine Immunität hat, wird dabei früher oder später infiziert, wogegen (wie ein gewisser Prof. Drosten seit Februar regelmäßig erwähnt hat) nur hilft, wenn möglichst weite Teile der Bevölkerung durch kurze Kontakte mit der Omikron-Viriante eine Immunität auf den Schleimhäuten haben. Und damit kann diese Bevölkerungsgrupüpe Infektionen dann nicht mehr (so stark) weitergeben. Zu so einer weitgehenden Immunität durch Virenkontakte kommt man dummerweise nicht, wenn man Infizierte und Geimpfte weiter voneinander trennt. Von daher könnte Lauterbach das ja einfach mal erklären, dass eben das der sinnigste Plan gerade wäre.

Zwei Tage später ist Lauterbach dann erst in einer Tee-Vau-Schau zurückgerudert und hat das dann alles als Fehler bezeichnet. Und die jetzt opposionelle Pöbelpartei CSU pöbelt lautstark rum. Ich komm grad nicht drauf, aber hat Söder auch so gepöbelt als eine Osterruhe erst aus einer MPK heraus deklariert wurde, und zwei Tage später wieder zurückgenommen, so im Jahr 2021 (alter Zeitrechnung)?

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