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Atomshytt

Die Regier verbreitet dann mal wieder Bulshytt, indem plötzlich so getan wird, als sei der Betrieb der verbleibenden Atomkraftwerke noch eine debattierbare Option. Ist es nicht. Und zwar aus mehreren Gründen: Da wären fehlende Sicherheitsüberprüfungen, die eigentlich schon vor Jahren fällig gewesen wären, auf die aber verzichtet wurde, weil die AKW ja nur noch bis Ende 2022 laufen sollten. Wenn man die jetzt nachholen wollte, wären die Kraftwerke für eine längere Zeit außer Betrieb, und die Prüferei würde dann auch noch einiges kosten, ebenso alles an Reparaturen, was dabei unweigerlich auffallen wird. Dann ist da noch das Problem mit den Brennstäben, die benfalls nicht mehr so unheimlich viel Laufzeit liefern können. Jetzt neue bestellen, mag zwar möglich sein, wird bei Lieferzeiten über einem Jahr aber ein bisschen arg knapp. Mal davon abgesehen, dass da Geschäfte mit Russland nötig wären, die man doch Auf Gar Keinen Fall machen wollen würde. Dann ist da immer noch der klitzewinzige Haken, dass die Regierung Merkel 2 mit dem plötzlichen, planlosen Beschluss des Doch-Wieder-Atomausstieg 2012 eine Schadensersatzpflicht eingegangen ist, die zu 2,4 Mrd Euro an die AKW-Betreiber gezahlt wurde. Wenn jetzt doch wieder mehr Laufzeit ermöglicht würde, könnten die AKW-Betreiber davon etwas abgeben müssen, was die bestimmt nicht wollen. UNd dann ist da noch das kleine Problem, dass Atomkraftwerke nur eine Form von Leistung haben: gleichmäßige, ungeregelte Grundenergie. Keine Wärme, keine chemischen Leistungen, nur Strom, und den eben nicht in regelbarer Menge, sondern am liebsten als langweilige Grundlast. In Zeiten, wo die Erneuerbaren mit stärker wechselnder Erzeugung den Markt aufmischen, ist langweilige Grundlast nicht das Nötigste. Vielleicht kann man ein bisschen Gasverstromung vom Markt nehmen, aber viel hilft das alles nicht. Ergo: Ich sehe nicht, wie die Antwort auf die Frage AKW-Weiterbetrieb nicht Nein sein könnte.
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