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Hohenwestedt

Das Pfingstwochenende (also Samstag und Sonntag) habe ich in Hohenwestedt verbracht. Entdeckt hatte ich den Termin letztes Jahr, als ich aber nur einen Tag zu Besuch war, und einen Tag lang bereut habe, nicht nochmal hingefahren zu sein. 

Hohenwestedt an sich ist ein kleines Örtchen bei Neumünster, von hier aus etwas mehr als eine Autostunde entfernt. Zu Pfingsten gastiert da das MPS, so auch dieses Jahr. Ich hab mich am Samstag nach einem kurzen Ausflug zu einem Kaffee auf den Weg gemacht und festgestellt, dass das Navi mit seiner Zeitschätzung von rund 1:15 doch Recht hatte. Eine halbe Stunde davon geht dafür drauf, dass ich über den Ring 3 zur A7 gelangen muss, und auch nach der Autobahnfahrt ist es noch ein ganzes Stück Weg bis Hohenwestedt. Der offizielle Parkplatz war dieses Jahr ein Feld mit Gras drauf, wo die örtliche Feuerwehr für 2 Euro 'Eintritt' die Parkplätze in Reihen organisiert. Vom Parkplatz aus waren es dann nochmal rund 20 Minuten Fußweg bis zum Veranstaltungsgelände. Den Weg zu finden, war aber ganz einfach: Da wo die vielen Menschen hinströmen, von denen einige in Gewandung unterwegs waren.

Auf dem Gelände habe ich als erstes die beiden Bühnen ausfindig gemacht, die mich am meisten interessieren (war nicht schwer, die standen letztes Jahr schon da, waren aber umgekehrt nummeriert, wenn ich das richtig erinnere). Au0erdem habe ich mich auf die Suche nach meiner Lieblings-Fleischspieß-Braterei begeben, die aber nicht gefunden. Fleischspieße gab es trotzdem zu kaufen, wenn auch nicht ganz die Sorte, die ich erhofft hatte. Am Samstag habe ich mich dann zur Bphne 2 gestellt, wo mit Rapalje und Saor Patrol zwei Bands spielten, die ich in meiner Sammlung wieder nachfüllen wollte. Die Aufgabe für dieses Jahr lautet ja, mehr Schottenrockmusik einzufangen, und Rapalje tritt dieses Jahr nur noch in Bahrenfeld auf, was die Aufnahmemöglichkeiten stark beschränkt.

Bei den Aufnahmen habe ich festgestellt, dass entweder die Akustik schlecht ist, mein H2 spinnt, oder die Kopfhörer spinnen. Besonders die Schotten klangen irgendwie komisch. später habe ich dann festgestellt, dass das zum Teil daran liegt, dass die Kopfhörer irgendwie komisch klingen, aber auch die Akustik nicht ganz das war, was ich von Saor Patrol gewohnt bin. Die E-Gitarre war irgendwie auffällig deutlich zu hören, was einen leicht blechernen Klang verursacht hat. Davon habe ich mich aber nicht abhalten lassen, und einfach weiter aufgenommen. Am Samstag war ich mir noch nicht sicher, ob ich auch zum Sonntag nochmal da hinfahren würde, und relativ spontan beschlossen, statt einer Runde Rapalje doch noch einmal bei Saltatio Mortis vor der anderen Bühne zu stehen. Die Jungs haben sich zwar gar nicht an den Zeitplan gehalten, der ein Ende um 19:00 verschrieben hatte, damit da ein Bühnenumbau pünktlich beginnen kann. Aber dafür habe ich dann den Prometheus frisch aufnehmen können. Und einen ganz neuen Titel gab es auch noch zu hören, wobei ich den erst später angemessen würdigen konnte, dank der Kopfhörer.

Immerhin war die Rückfahrt angenehm unspektakulär, wobei mir nicht klar ist, wieso der eine Navi (Ich hab sowohl Navigon im iPhone als auch TomTom im separaten Kasten eingesetzt) mich von der Autobahn gleich wieder runterführen will. Dass auf der Hinfahrt Navigon auf dem iPhone sich irgendwo zwischen Autobahnauf- und Abfahrt beendet haben muss, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Samstag Abend habe ich dann damit verbracht, meinen Feedreader durchzugehen, die Aufnahmen des Tages auf den Rechner zu schieben und probezuhören und mir Gedanken über den Sonntag zu machen.

Am Sonntag stellte sich im Wesentlichen nur die Frage, ob die Augen noch so einen Tag mitmachen würden, was ich dann aber bestätigen konnte. Wenigstens ist mir auf dem Gelände wieder eingefallen, wann ich schonmal so ähnliche Probleme gehabt hatte: Letztes Jahr auf dem MPS in Bahrenfeld war das linke Auge schon mal ähnlich empfindlich, was da nur nicht so aufgefallen ist, weil das sich noch von der OP langsam wieder erholen musste. Jedenfalls bin ich dann Sonntag nochmal los, um dann zur Markteröffnung 11:30 auf dem Gelände sein zu können. Navigon auf dem iPhone hat das auch überlebt. Zu erwarten war das ja nicht gewesen.

Den Tag habe ich dann überwiegend vor Bühne 1 verbracht, wo ich es vor allem auf Saltatio Mortis abgesehen hatte. Deren Helfer kleben praktischerweise immer die Setlist mehrfach auf die Bühne, so dass ich dank Zommobjektiv meines Fotoknis immer schon vorher wusste, was mich erwartet. Das hilft übrigens auch hinterher, beim benennen der MP3-Dateien. Ich habe nur irgendwie das dumpfe Gefühl, dass meine Aufnahmen von Samstag und die dritte Setlist von Sonntag eine erstaunliche Ähnlichkeit haben. Wenn ich das beim nächsten MPS (Bahrenfeld, in drei Wochen) bestätigen sollte, müsste ich jedenfalls das zweite Set nicht vor deren Bühne verbringen. So spannend finde ich die Titel darin nicht. Auf der selben Bühne trat auch immer wieder die Band Metusa auf, aber die habe ich nicht aufgenommen, unter anderem deswegen, weil deren Schlagzeug mir zu laut im Vergleich zu den anderen Instrumenten war.

So kam es, dass ich nach dem dritten SaMo-Set um 17:40 schon fertig war, und mich dann langsam wieder auf den Heimweg gemacht habe. In der Zwischenzeit hatte zwar auch mein rechtes Auge angefangen zu brennen, ließ sich zum Glück aber noch davon überzeugen die Autofahrt mitzuspielen. Auch mitgespielt hat der Smartie, der sich eine (halbe) Tankfüllung für knapp weniger als 20 Euro verdient hat. Interessanterweise gab es am Sonntag Abend hier vor dem Haus mehr freie Parkplätze als am Samstag. Und heute fahre ich mal nicht durch die Gegend, sondern erhole mich für die kommende Woche (Mittwoch Augendoc, ich hoffe noch, dass die Augen sich bis dahin beruhigen), und die nachfolgenden Wochenenden (nächste Woche: Garstedt, übernächstes: Harley Days, ind drei Wochen: MPS Bahrenfeld).

Mein kurz zusammengefasstes Wochenend-Fazit: Obwohl es gerade am Sonntag arg sonnig war (Sonnenmilch hatte ich dabei, wobei sich die Packung unpraktischerweise im Rucksack geöffnet hat, schon erstaunlich, wie viel Mist so eine kleine Flasche verursachen kann), beide Augen nicht voll dabei waren, und mein Lieblingsfleichbräter nicht aufzufinden war, hat es sich doch gelohnt. Ja, ich war nichtdie ganze Zeit mit breitem Grinsen unterwegs (habe ich schon erwähnt, dass ich den Beta-Blocker in den Augentropfen blöd finde?), aber an einer Stellle hat es ein Begeisterungsausbruch sogar ins Aufnahmegerät geschafft. Nämlich an der Stelle, als der Dudelsackspieler von Saor Patrol angekündigt hat, dass sie Upyerrockye spielen würden. Dessen Aufnahmen habe ich letztes Jahr immer zu früh beendet, und mich extra noch vorbereitet, dass ich den Titel auch ohne Ansage erkennen würde.

Jetzt stehen erstmal an: Augenlider und Augen dürfen sich wieder erholen, ein Augenarzt-Termin, der hoffentlich in den kommenden drei Wochen nicht zu OPs oder anderen Einschränkungen führt, und eine Menge Musik, die ich nachhören kann.

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