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Folterfreispruch

Gerade bin ich über die Meldung gestolpert, dass ein Arzt erneut freigesprochen wurde, der eine wesentliche Rolle beim Tod eines Drogenkuriers gespielt hatte, indem er dem Kurier Brechmittel verabreicht hat, und dabei nicht erkannt haben will, dass er den Mann schwer verletzt. Den letzten Freispruch hatte der BGH einkassiert. Warum der Arzt wieder freigesprochen wurde, der zu seiner Verteidigung betont hatte, er habe schlicht keine Ahnung, ist mir schlicht unklar. Ein Arzt, der den Tod eines Menschen verursacht (inzwischen wird die Gabe von Brechmitteln gegen den Willen des Betroffenen als Folter eingestuft), gehört nach meinem naiven Moralverständnis bestraft. Und nicht nur der Arzt, sondern auch dessen Vorgesetzte. Ohne Bestrafung fällt es jedenfalls schwer nachzuvollziehen, wenn deutsche Politiker auf 'Schurkenstaaten' verweisen, in denen Demonstranten verprügelt werden (S21, der Fahrradfahrer der FsA-Demo fallen mir da ein), oder gefoltert (siehe Drogenkurier) werden. Ich hoffe mal, zu dem heutigen Freispruch begegnet mir noch die Begründung. Und es wäre wohl sinnig, wenn das Urteil nochmal vom BGH begutachtet würde. Bis dahin bleibe ich befremdet.

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