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MPEnde

Unerbauliches, was ich aus Gesichtsbuch erfahren habe. Und zwar ist auf der MPS-Seite bei den diversen Einträgen zum Öjendorfer MPS 2018 überall der Hinweis untergebracht, dass das das letzte Mal wäre. Da habe ich mich etwas tiefer in das Archiv dort begeben und die Ursache gefunden: Und zwar steht die Stadt Hamburg wohl vor dem Problem, dass im Öjendorfer Park noch andere Veranstalter Großveranstaltungen machen wollen. Und weil sich das einfach besser argumentieren lässt, gibt es dann für das MPS keine Genehmigungen nach 2018 mehr.

Das heißt für mich, dass damit 2018 nicht nur meine MPS-Besuchszeit endet (andere Veranstaltungsorte sind für mich nicht sinnvoll erreichbar), sondern in Ermangelung kleinerer Märkte in Reichweite auch die Mittelalter-Märkte aufhören, auf denen ich rumwuseln konnte. Die früher mal gewesenen Veranstaltungen in Garstedt gibt es seit Jahren nicht mehr, und Ahrensburg macht auch keine Anstalten, irgendwann mal wieder einen Markt zu beherbergen.

Für mich hat das dann auch noch die Konsequenz, dass ich meine Urlaube nicht mehr um Jahreswechsel und den September-Termin drappieren muss, und gleichzeitig eine komplette Podcastfolge im Jahr keinen definierten Platz mehr hat. Auf der persönlichen Ebene fehlt mir dann aber auch der Grund, ein Wochenende mal von allen Standard-Plänen abzuweichen und viel zu lange (für meine Verhältnisse) unterwegs zu sein.

Immerhin, vor ziemlich genau neun Jahren ist mir das MPS Öjendorf dank damals reichlich verteilter Plakate aufgefallen, und weil am Montag danach für die Rauchmelder-Installation meine Anwesenheit zuhause benötigt wurde, habe ich damals spontan den Sonntag auch mitgenommen. Wenn ich mich nicht verzähle, komme ich auf insgesamt 14 oder 15 MPS, die ich besucht habe, andere Märkte waren auch reichlich dabei, wobei die alle deutlich übersichtlicher waren als Öjendorf.

Und während ich jetzt schon darüber trauere, wie mir die Veranstaltung fehlen wird, nehme ich mir doch vor, sie noch ein letztes Mal so ausführlich mitzunehmen, wie es geht. Dann hab ich wenigstens was für die Erinnerungen.

Huchspot

Nach Wochen mit eher unangenehmen Überraschungen habe ich heute früh mal eine angenehme Überraschung erlebt, und das kam so: Auf dem Weg zur Arbeit packe ich im U-Bahnhof Berne für die Wartezeit auf die U-Bahn (üblicherweise 5 Minuten) schon mal mein iPad aus, und lese, was sich im Feedreader so angesammelt hat. Heute früh sprang mich da aber an, dass iPad ein WLAN gefunden hätte, bei dem es sich schon mal verbunden hat. Also bin ich schnell zum Browser gewechselt, habe die Extra für Captive Portals vorgesehene Apple-Webseite (captive.apple.com extra ohne https erreichbar) aufgerufen, und statt deren kurzer Success-Meldung das Captive Portal von Mobyklick bei der Hochbahn erwischt. Ein kurzer Blick an die Decke brachte mir dann noch die Erkenntnis, dass ich wohl ziemlich direkt unter dem Hotspot-Sender stand. Nun hatte ich nicht damit gerechnet, jetzt schon einen Hotspot zu erwischen, immerhin ist die letzte offizielle Meldung gewesen, dass die Ost-Hälfte der U1 bis zum Jahresende versorgt würde. Entsprechend konnte ich nicht spontan einen Bandbreitentest machen, aber ich vermute mal, dass da real irgendwas wie 500 bis 1000 MBit zu haben sein könnten, wenn morgens ohnehin niemand mit dem Netz spielt.

So ein bekannter, schneller Hotspot wird besonders dann sinnig, wenn irgendwas mit meinem Heim-Internet-Zugang schief geht, sei es durch die anstehende Umstellung oder einen der gefürchteten Ausfälle, die jetzt auch schon eine Weile nicht mehr aufgetreten sind. Wobei der letzte kleine Ausfall heute war: Da hat die Fritzbox 14:21 und 14:23 jeweils keine Verbindung mehr gehabt und sich eine neue IP zugelegt. Nachdem sonst nichts ausgefallen ist, verbuche ich das mal als unwesentliche Kleinigkeit. Und merke mir nochmal Berne als vermutlich hinreichend schnellen Hotspot auch für größere Downloads. Sagt da jemand OS-Updates?

Telumstellung

Unerbauliches per Post: O2, die ja vor Jahren Hansenet übernommen haben, teilen mir mit, dass sie die ADSL-Technik abschalten, und kündigen mir meinen Festnetz-Anschluss zum 30.9.

Da habe ich mich spontan vor dem Problem gefunden, dass ich entweder einen Wechsel beim Telefonnetz-Betreiber oder mindestens eine Vertragsumstellung benötige. Ich hab mich dann für die organisatorisch einfache Lösung entschieden, und bei O2 angerufen. Ergebnis davon: In drei Wochen kommt ein Techniker von Wilhelm-Tel mit einer Fritzbox (7490) und stellt meinen Anschluss auf deren Netz um, wo aber die Daten irgendwo bei O2 landen. Das ist dann vermutlich ein 100 MBit/s mit einem Upload von 40 MBit/s (so steht das zumindest auf der Neukunden-Webseite, für Bestandskunden gibt es da noch andere Preiskategorien). Und dann war da ja noch die Frage mit der Festnetz-Drossel, die O2 lange in ihren Paketen hatte. Die würde nicht mehr gelten. Wenn doch, werde ich jedenfalls unentspannt.

Und dann hatte ich aus alten Hansenet/Alice-Zeiten ja noch eine kleine Neben-Domain, über die ich nie viel gemacht habe, wo aber ein paar Mailadressen dran hingen. Die wird dann wohl abgeschaltet, weil Domains macht O2 nicht mehr.

Jetzt bin ich zwar immer noch nicht beruhigt, habe aber die Hoffnung, dass Wilhelm-Tel-Techniker kompetenter sind als die Vertreter von Telekom und Fernmeldetechnik Lausen, mit denen ich 2014 bei der großen Einmonatigen DSL-Störung zu tun hatte. Und ich hoffe, dass so ein Techniker auch dafür sorgt, dass der Anschluss genau dann umgestellt wird, wenn das auch sinnvoll ist, und nicht länger als gerade nötig dauert.

Immerhin: In drei Wochen, also am 5.9. habe ich gerade Urlaub, da könnte ich sogar einen Techniker empfangen. Und danach brauche ich dann hoffentlich für längere Zeit keine Änderungen meiner Internetzugänge mehr, sowas macht mich nämlich nervös.

HDM-Cast

Zur Abwechslung mal eine ganz unpolitische Meldung: In der letzten Woche schwappte bei mir vorbei, dass die BBC eine reihe von Namen veröffentlicht hat, wer bei der Serien-Fassung der His Dark Materials-Bücher alles mitmacht. Die wichtigste Person, Lyra, wird ja von Dafne Keen gespielt, was mir schon vor einiger Zeit irgendwo begegnet war. Zu den Darstellern von Mrs Coulter und Lord Asriel kann ich nicht viel sagen, die kenne ich nicht. Lee Scoresby, der Texaner wird von Lin-Manuel Miranda gespielt, der wohl mit einem Hamilton-Musical in USA reichlich Fans gewonnen hat. Dann gibt es noch weitere Namen zu den jeweiligen Rollen, wobei der interessante Teil wohl der ist, dass der Inquisitions-Chef Father MacPhail von Dafnes Vater gespielt wird, was noch zu interessanten Verwirbelungen führen kann.

Auch interessant ist, dass keine Serafina Pekkala in der Auflistung zu finden ist, hoffentlich heißt das nur, dass die Verantwortlichen sich noch nicht auf eine Person festgelegt haben, denn die Rolle ist ja doch wichtig im Buch. Und natürlich fehlen noch sämtliche Charaktere, die erst in den späteren Büchern eingeführt werden.

Ich hab bei der Meldung vor allem die Gelegenheit gefunden, mir mal wieder darüber klar zu werden, welche Rolle die Bücher für mich spielen. Ich weiß nicht mehr, wann und wo genau ich von denen mitbekommen habe, aber ich habe im Hinterkopf, dass das eine Empfehlung war, dass da doch das Thema Multiversum aufgegriffen würde. Einerseits stimmt das, aber andererseits ist das auch keine realistische Darstellung der Bücher. Ich erinnere mich noch dunkel, dass ich beim ersten Durchlesen schwer enttäuscht war, weil das erwartete, greifbare Happy-End ausblieb. Und trotzdem habe ich eine Weile später die Bücher nochmal gelesen. Irgendwann später wurde mir dann auch klar, warum es kein Happy-End für die Hauptcharaktere geben kann. Die Botschaft, die die Geschichte vermitteln will, würde dazu nicht passen.

Während sich die Serie gerade in (ersten?) Dreharbeiten befindet, hoffe ich weiter darauf, dass der Kern der Geschichte nicht so verwurstet wird, wie es der inzwischen zehn Jahre alte Film getan hat. Und warte nur leicht hibbelig darauf, dass irgendwann noch ein Book of Dust rauskommen könnte, was die Wartezeit vielleicht verkürzen könnte...

Augenwartung mit Warten und Fundus

Und dann war heute mal wieder der jährliche Termin zur großen Augenwartung mit Fundus beidseitig. Da hatte ich mir aus der Fahrplanauskunft eine Idee zusammengelegt, wie ich wohl fahren könnte, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt hat. Denn zumindest heute war ein Umstieg aus der S3 in Jungfernstieg in die praktisch gleichzeitig einfahrende U1 Richtung Norderstedt gar nicht möglich. Keine Ahnung warum. Ich hatte aber das Glück, dass ich so früh auf Arbeit raus kam, dass ich die S3 vor dem Plan erwischt habe, und die 4 Minuten Wartezeit am Jungfernstieg dann mit dem Hotspot verbringen konnte, der da dieses Mal funktioniert hat.

Entsprechend früher als geplant kam ich dann in Langenhorn an, bin dann auch ohne große Umwege in die Arztpraxis. Da gab es als erstes einen DSGVO-Zettel, wo ich nochmal meine Daten draufschreiben durfte, und jetzt neu, ein Telefon-Passwort. Warum auch immer. Dann die Voruntersuchung, wo die Praxishilfe mit dem Anpuste-Druckmesser auch rechts keine saubere Messung hinbekam, weil ich eben doch schon wegzucke, wenn das Teil pustet. Dann durfte ich den 'ich verspreche, nicht mit geweiteten Pupillen Auto zu fahren'-Zettel unterschreiben, aber für die Druckmessung sollte Frau Doktor noch ran. Also saß ich im alten Wartezimmer vor ihrer Kammer. Druck war dann erbaulich: 14 lrechts und 14 links. Dann durfte ich raus für die Pupillenweitungstropfen. Da war es schon 15:27.

Ich durfte dann noch eine gute halbe Stunde warten, bis ich wieder bei der Ärztin rein durfte. Fundus rechts war nochmal unangenehmer, weil das Auge als einziges funktionierendes Auge noch weniger gerne angeleuchtet wird, war aber ohne Auffälligkeiten. Bis in 3 Monaten dann. Am Empfang gab es das Rezept, aber wenn ich beim Termin bei der Ärztin rein will, soll ich mich im August melden, Termin wird dann im November.

Draußen hab ich dann die örtliche Apotheke probiert, weil die Uhr meinte, dass der Bus ziemlich gerade weg sein dürfte. Da murmelte die Apothekerin was von bestellen, und ich hab das Rezept dann wieder mitgenommen. Bus war harmlos, auch wenn dank reichlich Sonne wirklich alles geblendet hat. Bei meiner örtlichen Apotheke gab es dann aber noch die unangenehme Aussage, dass es die Dreierpackung jetzt gar nicht gäbe, und ich maximal noch eine Einzelpackung bekommen könnte, dann ein neues Rezept bräuchte, und damit dann später vielleicht wieder eine Dreierpackung bekommen könnte. Ich hab dann mal auf dem Plan, in zwei Wochen nach dem Podcast in der Arztpraxis für Termin und Rezept vorstellig zu werden. Vielleicht geht das ja beides. Denn auf Augentropfen ganz verzichten geht eben auch nicht.

Zehn Jahre Shunt

Ich greife mir mal vor und veröffentliche das hier einen Tag früher. Und zwar ist heute vor zehn Jahren mein Shunt ausgefallen. Aus Gründen, die ich danach nicht mehr zusammen bekommen habe, fiel mir nur der besonders nervige Kopfschmerz auf (nein, gegen Hirndruck hilft Ibu nicht, ich hab's ausprobiert). Als sich noch der Rest der Symptome dazugesellt hatte, hab ich mir immerhin einen Krankenwagen ins UKE bestellt. Für Klamotten reichte das Denkvermögen schon nicht mehr, und ein tragbares Internetgerät hatte ich auch noch zwei Wochen lang nicht, so dass ich keine Berichte mehr nachlesen konnte, was wann passiert ist.

Ich habe nur noch in Erinnerung, dass am 28. (was damals ein Samstag war) abends der Chirurg mich besuchte und mitteilte, dass ein dringenderer Fall reingekommen wäre, weshalb ich an dem Tag nicht operiert würde. Danach irgendwann hab ich im Rucksack mein damaliges Aufnahmegerät entdeckt und auf einen kleinen Ausflug auf Station mitgenommen. Die Aufnahme ist auch für den nächsten Podcast eingeplant. Ach ja, Cortison half damals insofern, als das zumindest die akuten Kopfschmerzen losgeworden ist.

Die OP gab es dann irgendwann am Sonntag, nachdem in der Nacht der Hirndruck wieder mit vollen Symptomen reingeschaut hatte. Da hat sich ausgezahlt, dass das nächstgelegene Nierenschälchen in Griffweite lag.

Der Rest der Woche war dann unspektakulär, ich hab Mitpatienten kennengelernt, dabei den Spruch "ich darf das, ich hab's am Kopf" gelernt, und auch dass die ganz hart wirkenden Kerle einen weichen Kern haben können.

Inzwischen ist in dem Gebäude eine Hautklinik angesiedelt, auf dem Balkon, wo sich immer die Raucher getroffen haben, herrscht Rauchverbot (und ich hab da nie jemanden stehen gesehen). Zu damaligen Mitpatienten habe ich keinen Kontakt mehr, aber der Shunt hält. Und nachdem ich vom Auge dann knapp zwei Jahre später erfahren durfte, dass die nächste ungeplante OP schneller kommen kann als mir lieb ist, habe ich inzwischen eine Notfall-Checkliste (wobei die Einkaufspassage im Neuen Klinikum im UKE auch hilft mit Post, Haspa, Friseur (macht auch Besuche auf Station) und WLAN-Zugängen).

Augenwartung Q1 2018

Bevor ich vergesse es hier noch reinzuschreiben: Heute war mal wieder einer meiner beliebten Druckmess-Termine in der Augenarztpraxis. 

Auf dem Hinweg fehlten mir ein bisschen die Hotspots, an die ich mich bei den U-Bahn-Halten auf der U3 schon gewöhnt habe, aber dank noch unbegrenztem Datenvolumen konnte ich ein paar planbare Downloads dann trotzdem schon erledigen, bis am Jungfernstieg der Hotspot auch bei der U1 schon zu erkennen war. Dank ausreichend Zeitpuffer (und keinen unerwarteten Störungen) hatte ich in Langenhorn noch die Muße eins der angebotenen Creme-Croissants zu erwerben, für nach der Arztpraxis. In der Praxis sah das Wartezimmer ziemlich gut gefüllt aus, und es kamen auch ständig neue Patienten nach, so dass es kaum langweilig wurde.

Die traditionelle Voruntersuchung hat eine Praxishilfe übernommen, die mir noch nicht begegnet war. Aus dem rechten Auge hat sie Visus (wie erwartet 1,0) und Druck (21 laut Anpuste-Gerät) ermittelt. Beim Visus links hat das Gerät es dann nicht geschafft, eine Korrektur einzumessen, ich habe da aber das Bildchen auch gar nicht verorten können. Auf einen Druckmess-Versuch habe ich dann lieber verzichtet, weil der Wert ohnehin nicht sauber gewesen wäre. Zurück ins Wartezimmer, wo es dann nochmal gute 30 Minuten gedauert hat, bis die Ärztin mich abgeholt hat. Sie hat dann lieber auch nochmal beide Augen gemessen, und rechts 13 gemessen, links 19. Dann gab es noch eine kurze Begutachtung mit Stablampe und das Urteil, dass das Öl links ja nicht emusifiziert, was es eigentlich tun könnte, so lange wie es im Auge schon steckt. So lange es das aber nicht tut, ist alles gut. Dann gab es noch das gewohnte Rezept und den Vermerk, dass beim nächsten Termin wieder der beidseitige Fundus gemacht werden darf. Wobei mir links ja egal ist, aber für rechts ist das Jahr seit der letzten Untersuchung dann abgelaufen. Am Tresen gab es dann noch das fertige Rezept und als Termin (ich wollte zeitlich mal früh am Tag drankommen) den Donnerstag, 19.7. 15:00.

Und weiter zum Bus. Da war wohl gerade eienr weg, und für den nächsten sagte mir die Fahrplan-App schon voraus, dass ich mit dem nach der Zeit ankäme, wenn die Podcatcher auf den iPhones ihren Abgleich machen wollen würden. Immerhin war der Bus dank Hotspot mit einem eher langsamen Funknetz ausgestattet, während der durch den reichlich gefüllten Berufsverkehr fuhr. Dank Fahrerwechsel war der Hotspot dann aber zwischendrin doch weg und ließ sich auch noch etwas Zeit, während wir schon wieder fuhren. Dann gab es noch ein paar reichlich gefüllte Straßen und UMleitungen für Baustellen, so dass der Fahrplan die Relität immer weniger wiedergespiegelt hat. Und Downloads machen beim mobilen Hotspot deutlich weniger Spaß als bei der richtigen Anbindung der U-Bahn-Haltestellen.

Wie auch immer, bin ich irgendwann ausgestiegen, und habe gleich an die Apotheke gedacht. Da gab es die "traurige" Botschaft, dass das Präparat, was ich "immer" genommen hätte von Ratiopharm erst bestellt werden müsste, aber ein anderes Präparat wäre direkt erhältlich. Ich wollte nicht warten, und so gab es das "andere" Präparat: Original-DuoTrav. Die ich eigentlich bis vor zwei Monaten ziemlich durchgängig hatte.

Ich kann dann mal wieder das Auge abschalten, denn mit ernsthafter Sehfähigkeit hat es immer noch nicht viel zu tun, was sich vermutlich auch kaum noch ändern wird.

auffallende Ungenauigkeiten

Nachdem ich mir Nachrichten über die Demonstrationen in USA vom letzten Wochenende mal insgesamt betrachtet habe, ist mir aufgefallen, dass die alle verschiedene Stufen an Ungenauigkeiten hatten. So gab es Berichte, aus denen nicht hervorging, dass es um mehr als 800 Veranstaltungen weltweit ging (es wurde ohnehin nur aus Washington berichtet), dann behaupteten Berichte, es hätten nur Personen gesprochen, die in der Marjory Stoneman Douglas High School Schüler sind (stimmt mal so gar nicht, alleine in Washington waren auch Redner aus Chicago, und wer behaupten will, die beiden 11-jährigen gingen schon auf eine High School, dürfte auch nochmal nachdenken). Dann gab es die üblichen Unschärfen, wie die Behauptung, dass in Emmas Vortrag (der mit der spezifischen Stille) 6 Minuten Stille gewesen wäre (dabei hat sie den Timer so gestellt, dass seit Beginn des Vortrags die 6:20 vergangen waren. Hat sie auch so gesagt.).

Wenn ich schon in so ziemlich allen Nachrichten-Sendungen so viele Fehler über ein Thema finde, von dem ich rein zufällig mehr weiß, wie sieht das dann bei allen anderen Themen aus? Soll ich glauben, dass da die Behauptungen schon stimmen? Oder Gehe ich besser davon aus, dass die Berichte ähnlich fehlerhaft sind?

Visus fast 0

Eine Erkenntnis der letzten paar Monate wird in den letzten Tagen immer mehr zur Gewissheit: Das linke Auge rutscht gemächlich aber unaufhaltsam in eine Sehfähigkeit von 'mehr als hell und dunkel ist nicht drin'. Die Visus-Tests in der Arztpraxis schafft es seit einem halben Jahr nicht mehr, was nicht nur daran liegt, dass ich mich anstrengen müsste. Auch die Watch kann es zunehmend nicht mehr erkennen, und an der Watch kann das kaum liegen. In der Nacht zu Montag bin ich nachts kurz auf Klo gewesen und hab mich gewundert, warum das Auge so gar nichts gesehen hat, wo auch erst die LED vom iPhone etwas gegen geholfen hat. Tests durch Rumlaufen mit nur dem linken Auge in der Wohnung und im Büro schafft es auch nur noch sehr krude, so dass ich mir zumindest im Büro schon einen Stock gewünscht hätte, um den Stuhl zu finden, von dem ich wusste, dass der da irgendwo im Weg stünde. 

Nun ist ein Visus von irgendwas unter 10 Prozent alleien kein Problem, den hatte das Augo vor der Katarakt-OP auch. Aber dieses Mal dürfte das nicht an eintrübender Linse liegen, und als das Auge anfing in die Kurzsichtigkeit abzurutschen hatte ich die Ärztin schonmal gefragt, ob das etwas bedeuten könnte. Ich hab nur auf dem Zettel, dass ein erblindetes Auge irgendwann eigene Probleme entwickeln könnte (ne neue Amotio, zum Beispiel, wobei dagegen das Öl helfen sollte), und dann letztlich entfernt werden wollen könnte. Wobei das wohl erst dann als Option ansteht, wenn das Auge alleine so schmerzt, dass eine Entfernung weniger schlimm ist. Wie auch immer, mach ich mir jetzt schon wieder Sorgen um das blöde Auge, was ja noch nie ein wirklich gutes Backup für das verbliebene Auge war. Wenn das akuter werden sollte (Schmerzen? kurzfristige Visus-Verschlechterung?) könnte ich mich auch mit dem Auge nochmal in die Arztpraxis begeben. Ich kenne deren reale Öffnungszeiten ja. 

Grippierung

Und dann sieht es aus, als hätte ich langsam die aktuelle Atemwegserkrankung besiegt. Die könnte mal ausnahmsweise keine Erkältung gewesen sein, sondern eher eine Grippe. So zumindest eine ärztliche Meinung, die ich am Freitag eingeholt habe, nachdem der Halsschmerz auch 1,5 Wochen nach Beginn der Erkrankung immer noch nicht aussahen, als würden sie freiwillig wieder gehen. So ganz hart war dabei aber eigentlich nur der erste Samstag (der 3.2.)als in der Nacht ein kleiner, fieser Ball von Schmerz sich hinter meiner Stirn eingefunden hat, und sauber die Shuntausfall-Notstart-Liste starten wollte. Für die fehlte allerdings die ganze Spuckerei, die bei so rauhem Hals wirklich schmerzhaft hätte werden können.

Außerdem waren dann dabei: Täglich mehrere Ibuprofen, seit dem Samstag immer wieder Mucosolvan, eine sehr angestrengte Sprache (da waren vor allem Samstag und die Woche danach schlimm). Nachdem ich gerade in der letzten Woche auf das Etappenziel von 365 Tagen mit allen Ringen in der Watch zugesteuert bin, habe ich mich von dem Geschmerz auch nicht davon abhalten lassen, jeden Tag das entsprechende Bewegungspensum zu erfüllen. Deswegen bin ich mir auch nicht ganz sicher, dass das wirklich eine Grippe gewesen ist, denn wenn mein Körper Ruhe hätte haben wollen, hätte er die energischer verlangen können. Hat er nicht, oder ich bin zu hartnäckig mit den Schrittzielen. Was auch nicht akut negativ wäre.

Glasankündigung

Aus einem NDR-Nachrichtenpodcast der letzten Woche habe ich am Freitag mitbekommen, dass die Wohnungsbaugenossenschaft SAGA angekündigt hat, bis 2021 Glasfaser-Internetzugänge in die Wohnungen legen zu wollen. Beteiligt sei dabei ein norderstedter Unternehen, verlautbarte die Nachricht noch. Was ich interpretiere als Wilhelm.tel. Mit denen zusammen liegen bei uns im Keller schon irgendwo reichlich dicke Internetleitungen. Neu ist also erstmal nur der Teil im Haus. Das klingt für mich nach Bauarbeiten, auf die ich mich dann mal ganz offiziell nicht freue. Auf der Suche nach mehr Details ist mir die offizielle Presseverlautbarung begegnet, laut der der Kabelbetreiber auch beteiligt wäre, und das Ziel seien Gigabit-Zugänge. 

Oder wieder auf meine Wohnung runtergebrochen: Die Kabeldose am Fenster wird nochmal neu verdrahtet, und dafür kommt da dann ein GBit/s-Angebot raus. So abgeneigt ich Bauarbeiten bin, finde ich die Idee eines ernsthaft schnellen Internetzugangs dann doch attraktiv. Na, mal abwarten, wann zwischen Oktober (Beginn der ersten Umrüstungen) und irgendwann 2021 (Ende der letzten Umrüstungen) hier etwas getan werden muss. Und wenn die Telefonleitungen gar nicht benötigt werden, könnte ich mir einen zweiten Internetzugang glatt mal vorstellen. Hätte dann auch den Vorteil der Ausfallsicherheit.

Serverei

Neues von der Umzugs-Geschichte. Das Blog ist allem Anschein nach immer noch nicht angefasst worden, dafür schlug heute Früh eine Mail mit neuen Zugangsdaten für das Podcast-Hosting ein. So spontan bekam ich damit keine Verbindung hin, aber ich wollte dann doch lieber raus. 

Mit den richtigen Einstellungen habe ich am Nachmittag dann doch Cyberduck zur erbindung überreden können. Testweise Test-Uploads waren auch erfolgreich. Insofern sieht es schon gut aus. Dadurch, dass die Dateien irgendwo manuell transferiert wurden und jetzt neue Modifikationszeiten haben, zieht Bittorrent sich die wohl nochmal komplett neu. Aber ansonsten hält sich der Schmerz bisher in Grenzen.

Tagebuchig

Zu den Servern habe ich mich inklusive Updates ja schon ausgelassen, aber was war denn sonst so los am ersten Tag meines Urlaubs?

Ich habe ja nun schon ein Jahr lang Samstags in Langenhorn meine Runden gedreht, da basierte der Plan auch heute drauf. Eine Änderung gibt es: Ich bin nicht erst nach Meiendorfer Weg gelaufen, sondern habe mir den Bus 5:20 Lapplandring geschnappt. Da war nur kein guter Sitz frei, der wurde erst beim AEZ verfügbar. Oh, und der Bus hatte Mobyklick-WLAN. Ansonsten bin ich wieder Schulwald raus, und konnte anders als an Samstagen auch einen Kaffee bekommen. Creme-Croissant war um 6 aber noch nicht da.

Bei der Runde bis 10 war durch die frühere Zeit das Timing etwas anders, aber ich habe dann einfach eine Runde mehr auf der U-Bahn-Seite gedreht, dann passte das auch. Um 10 bin ich dann bei der Augenarzt-Praxis rein, um mir einen Termin für April zuzulegen. Die Praxishilfe versuchte mir erst mehrere Vormittags-Termine zu verkaufen, bevor sie den 5. 16:30 anbot, was mir aber zu spät war. Dann ging auf einmal an dem Tag 15:30. Nehm ich.

Runde ums UKE war unspektakulär, ich hab dann aber gelernt, dass in Mobyklick die TTL bei DNS auf 60 gesenkt wird, pauschal. Und ich dachte, da hätte jemand den Serverumzug vorbereitet, aber das war nur der Hotspot. Immerhin konnte ich den nutzen, um mir ne App zuzulegen, mit der ich den berühmten dig +trace auf iOS bekomme, mit dem die jeweils authoritativen Server für eine Domain befragt werden. So bekommt man Änderungen schneller mit.

Ich bin dann ab Berne weriter die Samstagsrunde gelaufen, habe aber einige der Schnörkel weggelassen, weil ich sonst erst nach 14 Uhr angekommen wäre. Für 14-16 Uhr hatte sich ja der Heizungsableser angekündigt. Ohne Schnörkel war ich schon 13:20 zuhause und konnte vorher noch kurz einkaufen, bevor ich dann auf den Ableser gewartet habe. Der schlug recht schnell auf, war gesprächiger als die anderen Ableser sonst, vermutlich hatte er nicht viele Leute auf der Liste. Und um 14:12 war er weg, und ich hatte Ruhe. Bis eben 15 Uhr irgendwas montastic meldete, dass die Domain compod.rsync.at  nicht mehr auflösbar sei. Sowas verdirbt mir dann doch die Laune.

Congress mit wenig online

Für die Vollständigkeit: Ja, es ist 34. Chaos Communication Congress. Dieses Mal in Leipzig. Aber nachdem ich heute und Morgen tagsüber im Büro verbringen darf, wo bereits die Livestreams als Böse Seite gesperrt sind, und ich dann doch nicht so dringend zusehen will, dass ich dafür mobile Bandbreite einsetze, verfolge ich tatsächlich weniger von den Vorträgen als in den früheren Jahren. Bisher habe ich nur Teile dieses Vortrags von Ströbele und Constanze Kurz (es war eigentlich mehr eine Art Interview) über die Schnüffeldienste mitbekommen. Da hielten sich die Überraschungen in Grenzen, aber das dürfte daran liegen, dass Ströbele immer noch nichts sagen darf, was ihm als Geheim anvertraut wurde, und die größten öffentlichen Knaller sind jeweils schon medial breitgewalzt worden. Schade fand ich, dass Constanze dann fünf Minuten vor Ende des Slots die Fragen beendet hat, weil die Zeit aus wäre. Oh, und Ströbele wusste wohl nicht, dass Ed Snowden letztes Jahr schon per Stream in einem Vortrag dabei war, und auch dieses Jahr bei einem Vortrag eingeplant ist.

Ansonsten warte ich auf Mitschnitte, von denen ich eine Reihe einsammeln will und für Podcast-Folgen nominieren. Immerhin habe ich ein paar Teilfolgen offen, die nicht mit meinem üblichen Gerede gefüllt werden sollen.

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