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iPonde

Meldung aus der Kategorie 'es war nur noch eine Frage der Zeit': Apple hat angekündigt, dass der iPod Touch nicht weiter entwickelt wird, und nur noch abverkauft.

Der iPod Touch ist nur geringfügig jünger als das iPhone, kam damals auf den Markt als Gerät, was die gleichen Fähigkeiten hätte wie das iPhone, ohne aber gleich einen ganzen Mobilfunkvertrag zu benötigen. Anfangs gab es auch noch relativ regelmäßig neue Generationen an Hardware, aber schon die größeren Displays der iPhone 6/6 Plus machte der Touch nicht mehr mit, und einen Wechsel zu FaceID gab es auch nicht mehr. Entsprechend war schon abzusehen, dass Apple entweder nochmal größere Arbeit reinstecken müsste, oder die Geräte irgendwann beenden. Nun hat sich die Firma offensichtlich für das Ende der iPods entschieden. Andere Musikabspieler unter der Marke waren schon vor einigen Jahren aus dem Handel verschwunden, und so wird auch diese Marke irgendwann nur noch in der Geschichte existieren.

Mapple

Unerwartete Meldung vom 21.: Apple hat dann tatsächlich in einer zu Deutschland zählenden Stadt sein neues Kartensystem inklusive 'Look Around' (vergleichbar zu Street View) freigeschaltet. Die Stadt ist München, wo ich mich so überhaupt nicht auskenne, deswegen habe ich mich dann nicht gleich in die Karten gestürzt um da mal Details rauszufinden. Aber weitere Städte sollen folgen. Immerhin sollen ja auch schon Apple-Vertreter für Karten- und Bildmaterial unterwegs gewesen sein. Die 'Satelliten'-Fotos für Hamburg kann man anhand einiger Baustellen jedenfalls grob datieren als späte 2010er.

Javug

Es ist mal wieder Zeit für einen Bug aus der "Aua!"-Ecke: Bei den neueren Java-Versionen 15 bis 18 hat sich im Dunstkreis Signaturprüfung von ECDA-Signaturen ein 'dieser Wert sollte niemals als Ergebnis rauskommen' eingeschlichen, was dazu führt, dass man mit Signaturen auf dem Wert 0 quasi alles 'signieren' kann. Gut, wusste ich auch nichts von, ist auch eher speziell, aber (und hier wird's wirklich eklig) Oracle schon seit November bekannt gewesen. Und da bequemen die sich dann, bis April auf dem Sicherheitsloch zu hocken, und dann erst nen Fix rauszurücken. Wofür will Orakel noch gleich Geld beim bezahlten Support? Weil, keine Leistung gibt's überall sonst auch, und zumeist noch günstiger.

Delessian

Und dann hat sich mal wieder eine IT-Firma so richtig schön unglaubwürdig gemacht. Dieses Mal geht es um eine Firma namens Atlassian, die bisher Software im Angebot hatte, mit der man Aufgaben für irgendwelche Projekte verfolgen kann, oder kleinere und größere Dokumentationen (Jira, Confluence), deren Produkte ich von der Arbeit kenne. Die Firma hat vor einer ganzen Weile mal angekündigt, dass die Server-Installationen der Produkte nicht mehr lange unterstützt werden, man solle doch auf Versionen umsteigen, die Atlassian auf eigenen Kisten laufen ließe. Gründe, warum man sowas wollen könnte sind schnellere Updates. Gegenargumente: Dann liegen ja ale Daten aus Tickets bei denen rum.

Tja, und dann ist vor ein paar Wochen einer nicht genauer genannten Zahl von Kunden, deren Systeme Atlassian betrieben hat, ein nicht genauer erklärter Ausfall zuteil geworden. Inzwischen hat Atlassian dann mal verraten, was da schief gegangen ist: Die wollten externe Referenzen auf ein Tool entfernen, was nicht mehr extern verfügbar ist, haben dabei Kommunikationsmist gemacht, und die Kundendaten gelöscht. Und genau das sollte einer Firma, die Cloud-Dienste anbietet, eben nicht passieren. Ganz großer Mist. Offenbar haben die auch keine Backups, die man schnell wieder zurückspielen kann, sonst würde der ganze Ausfall ja nicht schon mehrere Wochen dauern. Und dann mit den Hintergründen hinter ihrem Fuckup auch erst ziemlich spät um die Ecke kommen. Da möchte man doch als IT-Verantwortlicher seine Projektverwaltung in deren Hände legen. Nicht.

DisplOS

Meldung aus der 'Hupsi'-Ecke: Apple hat ja neulich das Studio Display rausgebracht, in dem ein iPad oder iPhone versteckt ist, und das auf einem System läuft, was zumindest verdächtig danach aussieht, als wäre es ein iOS. Entsprechend unterliegt es auch den gleichen Einschränkungen. Updates gehen nur, wenn Apples Server die jeweilige Version erlauben. Nun hatte Apple kürzlich ein iOS 15.4.1 veröffentlicht für alle aktuellen iPhones, das Gleiche für iPads, aber eben nichts für das Display. Und als Apple getan hat, was die Firma üblicherweise tut, nämlich das nicht mehr aktuelle iOS nicht mehr signieren, war davon wohl auch das iOS im Display betroffen, so dass niemand mehr ein aktuelles System in das Display spülen konnte. Hups. Da hat wohl jemand nicht gesehen, dass es eben auch noch ein iOS gibt, was sonst nicht als separates OS dargestellt wird.Die Lösung ist so einfach wie überschaubar: Wenn ein Update auf 15.4 für so ein Display (oder, wenn das nicht separat erfragt wird, auch allgemein) erfragt wird, ist die Antwort "Okay" schon in Ordnung.

Identihups

Und dann war da wohl mal ein bedauerlicher Einzelfall eines Datenrausfalls bei einer Firma, die für andere Firmen die User-Authentifikation macht. Dummerweise sind da auch so unwesentliche Butzen wie eine Firma Meikrosoft Kunde, weil, äh, ja. Und dann ist eben nicht nur eine Firma namens Okta aufgemacht, sondern auch noch reichlich Kundschaft. Was kann da schon schiefgeh... Oh. Warum war das nochmal eine gute Idee, so Anmelde-Kram auszulagern? WEil, offensichtlich hatte zumindest diese eine Firma das mit der Sicherheit nicht so richtig im Griff. Wissenschon.

Applevent März 22

Am 8. März hatte Apple mal wieder eine Videoankündigung für neue Produkte veröffentlicht.

Los ging es mit Werbung für TV+, welche Filme es da gibt, und dass da demnächst Basisball (englisch auch Baseball genannt) zu sehen wäre. Ein Sport, der irgendwie nicht weit außerhalb VSvA verbreitet ist. Immerhin: Nur 6 Minuten gingen dafür drauf.

Weiter mit dem iPhone: Das 13 und 13 Pro gibt's dann auch in grün. Ab dem 18. Etwas mehr Zeit bekam das neue SE-Gerät, wo ein A15-Chip drin steckt, was noch einen Fingerabdruck sensieren kann, jetzt 5G kann, aber ansonsten eher weniger am oberen Rand der iPhones rumläuft. Kommt auch am 18.

Dann ging's zum iPad, wo es ein neues iPad Air mit sie nennen es M1 gibt. Nicht erwähnt dabei: Der M1 ist eigentlich mal ein A14 gewesen, womit das SE auf dem Papier schneller sein könnte. das AirPad fällt ansonsten nicht besonders auf, kann CenterStage (womit das alle aktuellen iPads können), also bei der Frontkamera in unterstützten Apps den Bildausschnitt daran anpassen, wo Aktivitäten zu sehen sind. Oh, und 5G. Kommt auch am 18. März. So langsam erahne ich ein Muster.

Und dann war Zeit für den Mac. Da ist bei den Chips Ende letztes Jahr mit M1 Pro und Max schon ganz ordentlich was an Power gelandet, aber das reicht nicht für Alle. Also kleben sie zwei M1 Max über eine bisher nicht erwähnte Schnittstelle zusammen und nennen den letzten M1-Chip M1 Ultra (ja, kein Megaperls, ich bin enttäuscht.) Der kann so viel wie zwei M1 Max, der so viel wie zwei M1 konnte. Das sind dann bummelig 20 Kerne, bis zu 800 MBit/s, 128 GB RAM, blafasel GPU. Ach was, schnell.

Eingebaut wird das in ein neues Ding namens Mac Studio, was ein kleiner Würfel mit ordentlich Rumms ist. Der hat dann auch ein paar Anschlüsse, je nach Chip in USB-C oder Thunderbolt. Gibt's einmal in M1 Max für 2000 Geld, oder in M1 Ultra für 4000 Geld, und hängt den 27-Zoll iMac sowie soagar den Mac Pro (beide jeweils in ihrer letzten Intel-Version) ab.

Dazu gibt es ein Studio Display genanntes Ding, was ein Display mit Stromversorgung und so ist, wo eine A13 (also iPhone 11) drin steckt. 27 Zoll Durchmesser, mit ganz gutem, aber nicht Pro Display XDR-teuren Display, kommt ab 1600 Geld ab dem 18.

Und am Ende gab es noch eine Aussage für alle, die mitgezählt haben: Ein Mac ist damit noch nicht auf Aplle Silicon: Der Mac Pro. Offensichtlich sind 27-Zoll iMac wie auch der iMac Pro damit aber Geschichte. Und für den Mac Pro kann man die zwei M1 Ultra schon mal vorhersagen, weil das dahinter liegende Gerücht das schon vor ner ganzen Weile gemurmelt hat, und bis eben auf den letzten Chip alles den Ankündigungen entspricht. Wie Apple den Stein dann nennt, ist nicht klar, aber M1 wird er wohl nicht im Namen haben, wenn so klar gesagt wurde, dass der M1 Ultra der letzte M1 wäre.

Teleblem

Am 22. hatte die Telebumm ein Problem in ihrem Mobilnetz. Oder auch mehrere Probleme. Das erste, was ich selbst bemerkt hatte, war dass irgendwann vormittags meine iPhones keine Daten aus dem Netz mehr bekamen, und dann bis auf No Service runtergefallen sind. Nach einem Reboot hat das erste iPhone es dann immerhin in eine Edge-Umgebung geschafft, UMTS ist ja inzwischen verschwunden, so dass unter LTE wirklich nichts Nutzbares mehr liegt. Das zweite iPhone ließ sich auch ohne Reboot durch einen Ausflug über Airplane-Modus wieder auf den Weg bringen, und das dritte Gerät hatte unangefasst wenigfer mitbekommen. Die (vermutlich) größere Störung war aber in der Telefonie versteckt, wo den Dienstag über wohl Voice over LTE kaputt war. Als Ursache nennt eine gewisse Telekom da hilfreich einen "Softwarefehler". Ich rätsel dann mal: Hat die Installation der neuesten Schnüffelschnittstelle die Telefonie zerfickt? Würden Teile der Antworten die Bevölkerung verunsichern?

Endberry

Erinnert ihr euch noch an Blackberry? Das waren so Telefone mit Tastatur, die Mails empfangen und senden konnten, wo in Zeiten vor dem iPhone Besonders Wichtige Leute erreichbar sein konnten. Und dann kam das iPhone und hat eben ganz ohne physische Tastatur gezeigt, wie ein anderes Design so sein kann. Und dann sind die Besonders Wichtigen Leute in relativ kurzer Zeit von Blackberry-Geräten zu iPhones umgezeogen, und die Firma hinter den Blackberry-Geräten (RIM) hatte ein größeres Problem wegen fehlender Einnahmen. Warum ich das erzähle? Naja, am 4. Januar wurde irgendwas abgeschaltet an Servern, was die alten Blackberry-Telefone immer noch brauchten. Die sind seitdem nur noch für so Aufgaben wie Briefbeschwerer geeignet. Also, wenn man noch so ein Ding hat.

MessBug

Wisst ihr, was wir schon eine Weile nicht mehr hatten? Einen wirklich dämlichen Fehler in einem Microsoft-Produkt. Seit die Zune-Geräte mal ganz überrascht waren, dass in einem Schaltjahr nach Tag 365 des Jahres nicht Tag 1 des nächsten Jahres folgt, waren Bugs doch eher zu komplex um lustig sein zu können. Aber am 1.1. (um Mitternacht UTC) hat mal wieder ein besonders dämlicher Bug zugeschlagen. Und zwar gibt es bei MS Exchange einen Malware-Filter, der aus irgend einem Grund das Tagesdatum in eine 32-Bit-Variable (mit Vorzeichen) packen will, was aber nur bei 2201010001 scheitert, weil das über den Wertebereich hinausreicht. Warum man ein Datum-mit-Uhrzeit vom String direkt in eine nummerische Variable kippt? h, ja, keine Ahnung. Is halt dämlich und wird erst ab 2100 wieder klappen, weil da ja kein Jahrhundert drin steht. Kann man machen. Is dann halt dämlich.

Log4jehler

Vor einer Woche war über das Wochenende ein Sicherheitsloch in Log4j, einem Logging-System für Java akut öffentlich geworden. Dabei kam auch raus, dass log4j von drei Personen entwickelt wird, keine großen Firmen, die von dem Loch betroffen waren, da mal eben schnell Geld oder Entwickler draufgeworfen haben, und ziemlich schnell Angreiferinnen über das Netz versucht haben, das Loch auszunutzen. 

Remotet

Eine der fieseren Cryptowanzen der jüngeren Zeit war ja Emotet. Die hat sich mit erstaunlich realistisch aussehenden Mails in Firmen eingeschlichen, und dann da so ziemlich alles verwanzt, was rechnen konnte. Der Bundeskriminelle Geheimdienst hat dann mal irgendwas an Steuerungssystemen übernommen, und darüber die infizierten Systeme so manipuliert, dass die Wanzen sich abschalten sollten. Ob dabei irgendwo etwas kaputt gemacht wurde, ist zumindest nicht groß berichtet worden. Nun melden aber Vierenskänner-Firmen, es wäre eine Schadware aufgetaucht, die wie Emotet aussähe und sich verhielte. Mal sehen, ob das dann auch wieder so ein großes Problem wird, und welcher Gehempolizeidienst sich damit brüsten wird, da irgendetwas getan zu haben.

Zertifoffen

Und dann war da noch eine Geschichte, wo im Netz Impfzertifikate aufgetaucht sind, die ziemlich offensichtlich nicht echt sein konnten, aber von den entsprechenden Prüf-Apps wie CovPass Check akzeptiert wurden (werden?). Da stellt sich dann mal raus, dass wohl Server für die Nordmazedonische Impfzertifizierung zu freigiebig im Netz rumstanden, so dass man von denen offizielle Zertifikate bekommen konnte, ohne dass die Voraussetzungen geprüft wurden. Hups. Die Lösung ist dann auch ziemlich klar: Zertifikate von der Nordmazedonischen CA sind nicht mehr vertrauenswürdig, wer ein echtes Impfzertifikat von dort hat, muss das nochmal neu bekommen. Oh, und die Server sollten nicht wieder mit dem Arschim Netz hängen.

Appelvent

Letzten Montag hat Apple mal wieder Produkte angekündigt. Als da wären: erst etwas zu Musik: Da gibt es ein neues Preislevel für Apples Musikstreamingdienst, der sich dadurch auszeichnet, dass man den (wohl) nur per Siri bedienen kann. Dafür kostet das dann nur 5 Geld im Monat. Und die lange gerüchteten AirPods der dritten Generation sind da, können Spatial Audio, halten beim Akku etwas länger, und das Case kann am iPhone-MagSafe laden.

Und dann kam der spannendere Teil: Mac. Genau genommen MacBook Pro. Mit Apple Silicon-Chips gab es da bisher nur das Einstiegsgerät (2 Ports). Jetzt kommen zwei CPU-Level dazu: M1 Pro (8 Efficientcy-Kerne, 2 Performance. Plus 16 GPU-Kerne. Bis 32GB RAM. Und M1 Max mit der gleichen CPU-Ausstattung 32 GPU-Kernen und bis zu 64GB RAM. Das ist alles im Vergleich zu dem Scheiß, den eine Obstfirma bis gerade eben verkauft hat so total geil schnell. Bla. Blub. Interessanter: Die Anschlüsse und die Tastatur. Die hat nämlich keine TouchBar mehr, sondern volle Größe an Funktionstasten. Und an Anschlüssen gibt es nen HDMI, nen SD-Kartenleser (hui), einen Thunderbolt4 (USB-C) auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite 2 TB4, nen Kopfhörer-Port und MagSafe 3 (nicht zu verwechseln mit dem vom iPhone), aber auch die Thunderbolts können als USB-C-PD laden. Die Software ist dann ganz toll, und schnell und relative Geschwindigkeitsaussagen sind mir suspekt. Aber die gibt es in 14 und 16 Zoll, Preise fangen ab 2000 US-Geld für 14 an, 2500 für 16. Und kommen wird das ganze irgendwann ab KW 43 (die Woche, in der das hier erscheint).

Und dann war das Video nach 50 Minuten auch schon erledigt. Mehr war auch nicht zu verkünden, und dann muss man das nicht noch weiter in die Länge ziehen, und ich verzeihe sogar die Developierer, die in einigen Längen nichts gesagt haben, oder Craig, der mit reichlich Worten gar nichts gesagt hat.

Facedown

Montag Abend waren Facebook und deren Produkte nicht mehr erreichbar, weil aus unklaren Gründen deren Netzwerke per BGP von Rest des Netztes abgetrennt wurden. Und die DNS-Server wären auch Teil der Netze gewesen, so dass weder Facebook, noch Instagram oder WhatsApp auch nur mit Servern hätten reden können. Angeblich sollen sogar die Türen von Facebook nicht mehr zu öffnen gewesen sein, weil auch die Systeme nur online hätten funktionieren können. Was ja irgendwie nicht ging. Mal abwarten, ob es noch Berichte gibt, was da Auslöser war. Cloudflare hat zumindest einen Blick von außen. 
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