Skip to content

Zwanzigsechsunddreißig

Es war einmal... vor einer Woche, am Samstag Abend, als aus irgend einem Grund der Server, auf dem das Blog hier wohnt, meinte, e wäre nicht mehr Samstag 18 Uhr, sondern der 7. Februar 2036, 7 Uhr irgendwas. Was direkt dazu führte, dass das Blog alle vorab geschriebenen Einträge angezeigt hat, weil deren Datümer ja Jahre her lagen. Und die Access-Logs waren auch mit Zugriffen aus der Zukunft gefüllt.

Das hielt dann an, bis der Server nach seiner Uhr um 11 sich wieder besonnen hat (ich rate mal: ntp?) und wieder in das Jahr 2020 zurückgefunden hat. Zum Glück hat in der Zwischenzeit nicht der Prozess, der die LetsEncrypt-Zertifikate aktuell hält auf die Serveruhr geschaut und ist durchgedreht, weil die eigentlich lange abgelaufen gewesen sein sollten.

Mich würde ja mal so ganz unauffällig interessieren, was da falsch abgebogen ist, und warum der vermutlich beteiligte ntp-Prozess eine so große Zeitabweichung nicht von sich aus als absurd ablehnt.

Podcatchiguration

Damit es nicht nur in meinem Gedächtnis rumliegt:

Heute früh hatte ich ein Problem mit meinem Podcatcher, und zwar wollte der nicht mehr im laufenden Audio vor- und zurückspringen per Fernbedienung. Nachdem ich seit Jahren truer Nutzer von iCatcher bin, der ungefähr für alles eine Einstellung hat, und ein testweise befragtes anderes iPhone mit der Funktion kein Problem hatte, habe ich den Verdacht, dass ich mir irgendwo eine Einstellung verstellt haben könnte. Die hab ich nur nicht gefunden, und weil mir klar war, dass eine Mail an den Entwickler eher nicht mehr eine Antwort bekommen würde, bevor ich die Skip-Funktion schmerzhaft vermissen würde, hat sich ein Plan in meinem Kopf zusammengebaut: Ich könnte die Konfiguration dadurch loswerden, dass ich die App vom (primären) iPhone lösche, nachdem ich vorher genau den Podcast-Stand als Backup weggesichert habe. Dann App runterladen, backup einspielen, Downloads im Hotspot machen, und fertig. So die Idee. Die habe ich auch verfolgt, bis ich beim Schritt des Backup zurückspielen gescheitert bin, weil offenbar Googles Drive-App eine .gz-Datei in die App spülen will, die aber die Datei unter dem Namen .icdata erwartet. Kurzer Umweg über Dropbox, Datei umbenannt (weil das braucht man ja sonst nie), neuer Import. Guck, die App erkennt ihre Datenbank und bietet deren Import an.

Dann waren zwar noch bummelig 9,3 Gigabyte an Downloads offen, und der Hotspot wurde mir zu schnell lahm. Scheint eine Funktion der Hotspots zu sein, die man dadurch umgehen kann, dass man in eienr anderen Haltestelle den dortigen Hotspot aufsucht. Dann fehlten 'nur' noch die Titelbilder der Podcasts, weil die nach dem Restore nicht da sind, sondern erst beim ersten Feed-Update nachgeladen werden. Und ein paar Standard-Einstellungen waren noch überraschend (Nicht-subskribierte Podcasts nutze ich nicht, um da nichts runterzuladen).

TL;DR: GDrive ist nicht fehlerfrei, das verändert einfach mal am Dateinamen rum, was zu unerwarteten Problemen führen kann.

Payro

Die Sparkassen haben dann mal angekündigt, was bisher schon angedeutet war: In nicht gar so ferner Zukunft soll Apple Pay auch mit Giro-Karten spielen können. Wenn man auf deren Webseite mal nach Details sucht, stellt sich aber raus, dass es da aber noch ein paar Anforderungen gibt. Und zwar soll man die Sparkassen-App nutzen, und hat entweder Chip-TAN oder Push-TAN zu nutzen (was ich nicht will, weil das einen Geräteumzug nicht ohne Brief von der Bank schaffen soll). Oder anders ausgedrückt: Das sieht schon wieder nicht wie etwas aus, was ich dringend haben wollte.

WWDNote

Letzten Montag war mal wieder Eröffnungsveranstaltung der jährlichen Apple-Entwicklerkonferenz. Dank Corona war das dieses Mal eine aufgezeichnete Vorführung, wo es etwas schneller voran ging als sonst. 

Zuerst hat Tim Cook mal die größten Themen der Gesellschaft angesprochen: Black Lives Matter und Corona. Dann ging es aber auch schon in die Technik, wo zuerst iOS (ja, es wird doch nicht wieder zu iPhoneOS umbenannt) dran war, mit ein paar Verbesserungen wie Today-Widgets, die unter iOS 14 auch auf Homescreens angezeigt werden können, und App-Organisation, die über mehrere Homescreens und Folder hinausgeht. Außerdem gibt es dann App Clips, wo bestimmte Funktionen von Apps separat verfügbar gemacht werden. Weniger spannend in der Präsentation: es gibt nen Bild-in-Bild-Videoplayer, der auch außerhalb seiner App spielt; an iMessage wird irgendwas geändert. Für die Präsentation nur nebenbei erwähnt: mit iOS 14 werden Standard-Apps änderbar für Mails und Browser.

Weiter ging es mit iPadOS, was zusätzlich zu iOS noch Sidebars, kleinere Meldung bei eingehenden Anrufen (auch iOS), eine universelle Suche, und Verbesserungen für den Stift bekommt. Inklusive Form- und Texterkennung.

Überraschend war danach die AirPods-Software, die bei AirPods Pro Raumklang bekommen soll, inklusive räumlicher Orientierung, wobei die Kopfhörer Bewegungen erfassen müssen.

Nächster Bereich war watchOS. Da kommt die Weitergabe von Watchfaces, mehrere Complications für einzelne Apps, Verbesserungen bei Karten, Schlafverfolgung (wie im März 2019 gerichtet), und die Uhren können Handwäschen messen und auf deren Dauer bestehen.

Als nächste Blöcke kamen Privacy, tvOS, HomeKit, die mich nicht interessiert haben, so dass ich erst bei macOS wieder mitgeschrieben habe. Es heißt Bug, äh, Big Sur. Innen ist es macOS 11.0, hat ein flaches Design (iOS 7 lässt grüßen), ist funktional unspannend, läuft aber zukünftig auch auf ARM ("Apple Silicon"). Da wechseln die Macs nämlich hin. 

Die Umstellung wird mit Universal binary ("Universal 2") und einer Übersetzung von Code vor deren Ausführung ("Rosetta 2") unterstützt. Irgendwas wird für Virtualisierung noch gemacht, und Entwickler können ein Developer Transition Kit bekommen, was ein Mac Mini mit A12Z-Chip ist. Erste ARM-Macs sollen zum Jahresende verfügbar werden, die Umstellung soll für neue Macs binnen zwei Jahren fertig werden, wobei Intel nicht schnell entfernt werden soll aus der Unterstützung. 

ARMac-hauptung

Eigentlich vermerke ich hier ja keine Gerüchte über die Obstfirma, aber dieses Gerücht will ich in Zukunft nochmal gegen die bis dahin eingetretene Realität prüfen: Bloomberg behauptet, Apple würde bei der (noch nicht begonnenen) Entwicklerkonferenz dieses Jahr den Umstieg der Macs zu ARM-CPUs ankündigen, die dann ab 2021 in Geräten erscheinen würden. Nun sind Gerüchte über einen Umstieg auf ARM-CPUs nicht neu und kursieren schon seit mehreren Jahren, aber einen Termin, zu dem so etwas angekündigt werden würde, hatte bisher noch niemand gerüchtet. Auf der anderen Seite sollte man bei Bloomberg nicht vergessen, dass die das Lügenmärchen vom Big Hack gelogen haben, und bis heute die Geschichte nicht zurückgerobbt haben.

Coronupdate

Am vergangen Mittwoch, dem 20. Mai haben Apple und Google zeitgleich ihre Updates für iPhone und Android-Geräte freigeschaltet, mit denen die Systemfunktionen für Kontaktnachverfolgung sich einfinden auf den Geräten. Jetzt ist der größte Haken noch, dass die Funktion, zumindest auf dem iPhone, nicht aktiv ist, solange es keine App dafür gibt. Aber die Regierung hat ja die Superexperten von SAP und Telekom damit beauftragt, da kann es sich nur noch um Jahrzehnte handeln, bis eine erste App den Weg in die Öffentlichkeit findet...

UMTende

Meldungen aus der Ecke 'angedeutet war das schon': Nach Vodafone haben nun auch Telekom und Telefonica angekündigt, wann sie ihre UMTS-Versorgung beenden wollen. Die Reihenfolge, die sich damit abzeichnet ist die, dass zuerst Vodafone das UMTS-Netz abschaltet bis 30. Juni 2021, dann Telekom bis irgendwann "Ende 2021" und Telefonica will "bis spätestens 2022" auf Nachfolge-Technologien setzen. Was ich da ja erwarte: Dass die Netzbetreiber spätestens mit der Abschaltung von UMTS den Zugang zu LTE nicht mehr auf Vertragsebene ausschließen, sondern allen zahlenden Kunden ermöglichen. Und es macht dann auch keinen Sinn, wenn für Telefonate auf das GSM-Netz runtergefallen werden muss, also VoiceOverLTE (beziehungsweise -5G, sofern das was eigenes sein soll) auch in allen Zugängen aktiviert wird. Aber wie ich die Netzbetreiber einschätze, werden die genau solche Schritte nicht von selbst gehen. Das wäre ja sonst sinnvoll.

WWDmin

Meldung aus der 'da fehlte nur noch ein Datum'-Ecke: Apple wird dieses Jahr die jährliche Entwicklerkonferenz ab dem 22. Juni abhalten. Nachdem die nur online stattfindet, wird es keine Eintrittskarten, Reisepläne oder sonst irgendwas davor benötigen. Wenn sich die Veranstaltung grundsätzlich an das bekannte Format halten sollte, dürfte am ersten Tag auch eine Präsentation für die gesamte Öffentlichkeit stattfinden, bei der die größten Features der neuen Software-Versionen angekündigt werden.

Macfolger

Eine Meldung aus der 'da hab ich mit gerechnet, wenn auch nicht so früh'-Ecke: Apple hat per Pressemitteilung das MacBook Pro 13 aktualisiert. Da ist dann auch die neue Tastatur drinnen, die weniger schlimm sein soll als deren Vorgängerin, ansonsten soll mehr Rumms oro Preis dabei sein, wobei mich jetzt nicht akut anspringt, wo da die konkreten Verbesserungen sind, aber ich habe auch nur oberflächlich verglichen.

Die Ankündigung kommt nur zehn Tage, nachdem ich mir gerade das zu dem Zeitpunkt noch nicht veraltete MacBook Pro als Ersatz für das gleoiche Modell mit dem Anzeige-Ausfall zugelegt habe. Ich packe den neuen Rechner aber trotzdem auf meine Wunschliste für einen der OP'schen Jahrestage, weil wenn es doch noch einen Intel-Mac mit guter Tastatur gibt, erfüllt der wirklich alle Kriterien, die ich an ihn gestellt habe. Und im Juni wird der ganze Ärger mit dem Auge ja zehn, da kann ich auch ruhig etwas Größeres nehmen für.

Mac-Lösung

Es ist an der Zeit zu vermelden: Habemus computem.

Und zwar fiel mir gestern Abend noch ein, dass doch angeblich Gravis wieder Läden geöffnet habe, und ich doch ganz früher mal da auch Macs gekauft habe. Die Idee, dass ich das MacBook Pro mit ohne funktionierendem Display dadurch lösen könnte, dass ich mir noch so eins kaufe, hatte ich schon vorher. Also habe ich die Modellnummer mal in das Suchfeld bei Gravis eingegeben, und festgestellt, dass die dieses Gerät haben, und sogar in der Niederlassung in hamburg, bei der Uni.

Mit der Idee sollte sich dann nachts das Unterbewusstsein rumschlagen, was es irgendwie nicht gemacht hat. Also hatte ich die Frage den Tag über im Kopf, und mich letztlich dafür entschieden, zur Ladenöffnung am Nachmittag (Gravis hat jetzt nur zwei Stunden 10-12 und 15-17 Uhr offen) zu nutzen. Gedacht, getan. Wenn man von einem bockigen iPhone 11 Pro Max absieht, was hart abgestürzt ist, und nur noch gekringelt hat unterwegs, bin ich mit bummelig 2150 Euro weniger raus als reingegangen, aber hatte ein neues Rechengerät.

Die Einrichtung war an einigen Stellen unnötig schwer, weil so ein Mac mit leerem Akku nicht startet, der Setup-Assistent kein Internet gefunden haben wollte, mir aber auch keine Optionen zum rumfummeln geben wollte, und ich dann blind das Backup von der SSD reingespült habe. Das 10.5.1 auf 10.15.4 aufzurüsten war dann eine eher kleine Übung. Und jetzt habe ich immerhin wieder einen Mac mit funktionierendem Display.

Zoom zoomt weiter

Meldung aus der 'die haben wirklich nichts gelernt'-Ecke: Zoom meldet, dass zahlende Kunden sich aussuchen können, wo deren Daten so langgeschickt werden. Wer nicht zahlt, dem kann passieren, dass schattige Gestalten aus (wo kommt die Firma her?) ein bisschen mehr sehen, als unbedingt sinnig wäre. Apropos: Im Dunkelnetz sind wohl mal eben ein paar Anmeldedaten von Zoom aufgetaucht. Sind bestimmt entlaufen. Kann ja mal passieren.

Sidecar hilft

Neues vom grafisch unterversorgten Rechner: Gestern Abend fiel mir Sidecar ein, also die Funktion, die Apple mit dem neuesten Mac-Betriebssystem eingebaut hat, wo ein Mac ein iPad als (zusätzliches) Display nutzen kann. Ich hatte ohnehin ein iPad Pro 12, was keine akute Aufgabe hatte. Die Einrichtung davon ist nicht extrem schwer, und anfangs hatte ich erstmal eine ziemlich niedrige (großpixelige) Auflösung. Eben gerade habe ich die Geräte mal sorum aktiviert, dass das iPad zuerst aktiv war, da hat der Mac das nach wenigen Sekunden (reichte noch für Display-Ausfall) als Display geschnappt hat.

Ergo: Ich bin vom Fehler zwar immer noch entgeistert, aber habe zumindest eine Kombination aus Geräten, die man einsetzen kann.

Ungrafik-Mac

Das hatte ich so auch noch nicht: mein MacBook Pro hat einen Fehler entwickelt: und zwar zeigt das nur noch eine Reihe Pixel an. Es sei denn, es wurde gerade aufgeklappt, oder es spielt ein Video ab. Wobei entweder die Fenstergröße oder die App, die das tut relevant zu sein scheint. VLC hinter Firefox hilft nicht, iina ging auch schon im Hintergrund. 

so ganz neu ist der Fehler nicht, vor ein paar Wochen fiel an einem Sonntag auch schon mal größeres Geflackert von unten im Bild auf. Mehrere harte Reboots haben da nicht geholfen, dann war der Fehler aber doch wieder weg. 

 Ich hab dann mal testweise mein älteres MacBook Air reaktiviert, und das fühlt sich mit dem MbP als Ausgangslage extrem lahm an. Hoffe ich noch, dass der schnellere Rechner sich wieder fangen möge. Screensaver hat gerade nichts gebracht

Zoomzoom

Und dann fiel schon wieder die Firma Zoom negativ auf, die zuletzt mit einem versteckten lokalen Webserver bei der Mac-Software eine Angriffsfläche aufgemacht hatte. Die erste Meldung zu Zoom aus dieser Nachrichtenrunde, war die, dass deren iOS-App irgendwas an Facebook geschickt hat, weil...? Dann kam ein Bericht dazu raus, wie der Installer die Installation ohne extra Berechtigungsabfragen die Installation macht. Dabei ist dann ein Stück Programm aufgefallen, was die Software irgendwo abgeworfen hat, und was mit Root-Rechten lief, und dann per Parameter andere Aktionen aufgerufen hat. Das sah dann alles schon ziemlich wie Malware aus. Aber im Moment sind Videokonferenzen in bestimmten Kreisen total beliebt. Dann hat der Ex-Nasi- Schnüffler Wardle noch nachgesehen und gleich mehrere fiese Sicherheitslöcher ausgegraben. Neuster Brüller: Ein Schrieb vom Zoom-CEO, in dem der versucht zu begründen, warum deren Software so ranzig ist: Die hätten sich halt an Firmen gerichtet, nicht an Privatpersonen. Und jetzt würden sie mal Features nicht weiter bauen, sondern ihre Spezialexperten Sicherheit basteln lassen. Ich hab da so ungefähr null Vertrauen, dass die Software auch nur ansatzweise sicher werden könnte. Von daher: Nein, danke.

Skybot (oder auch nicht)

Eine Meldung erregte letzte Woche das Netz. Und zwar soll der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Lehrern verboten haben, per Skype mit Zu Beschulenden in Kontakt zu sein. Das berichtete eine Zeitung, stellte das auch ins Netz, und bei Kurznachrichtendienst Kurznachrichtendienst begegnete mir reichlich Erregung darüber. Der Datenschutzbeauftragte hat sich allerdings dazu auch nochmal ins Benehmen gesetzt, und widersprach der Meldung. Er habe vielmehr einer Schulleitung dazu geraten, keine kommerziellen Dienste zu nutzen, weil bei denen jeweils datenschutzrechtliche Bedenken bestünden. In Zeiten von Kontaktverboten ist die technisch einfachste Allternative von Treffen ohne technische Mittel jedenfalls noch verbotener.
tweetbackcheck