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Smartie weg

Ich hab es ja gestern schon angedeutet: Es gibt da noch eine unerfreuliche Geschichte rund um das Wochenende. Und die kam so:

Als letztes Jahr die U-Bahn wieder über Wandsbek Gartenstadt fahren durfte, habe ich meinen fahrbaren Untersatz abgestellt, und seitdem nicht ernsthaft mehr bewegt. Am Freitag sprach mich erst ein hausbetreuer an, der örtliche Polizist hätte schon gefragt, ob ich mich mal bei ihm melden könnte. Ja, meinte ich, könnte ich. Aber erst nach dem Wochenende, dachte ich mir. Daraus wurde nichts, weil der Polizist gerade da war, während ich den Podcast fertig gebastelt habe. Ich hörte es nur an der Tür klingeln und da stand er. Mein Auto wäre ja mal wieder für TÜV fällig gewesen, und überhaupt dürfte der da gar nicht so lange stehen. Ob ich mich da mal drum kümmern könnte. Kann ich, aber an nem Freitag Mittag sah er auch ein, dass das wohl nicht sofort was werden würde. Und so habe ich dann die Nacht zu Samstag über größere Teile damit verbracht statt Schlaf alle möglichen unangenehmen Gedanken rund um das Auto im Kopf zu wälzen. Und in der Nacht zu Montag auch wieder.

Weil ich schon irgendwann rund um Weihnachten mitbekommen hatte, dass dem Wagen die Batterie nicht mehr ausreichte, um den Motor überhaupt noch anzulassen, war mir klar, dass ich mal wieder ne Starthilfe benötigen würde, um überhaupt fahren zu können. Wenn das denn mal ausreichen würde. Nun hatte ich vor Jahren schon mal ne Starthilfe benötigt, und da nen Vertrag bei einem Automobilclub (nicht dem großen gelben) unterschrieben. Da hab ich mir die Nummer und die Mitgliedskarte rausgesucht (andersrum wär's einfacher gewesen, auf der Karte steht die Nummer nämlich), und da gestern Vormittag angerufen. Nach bummelig 6 Minuten Warteschleife (ich mag Warteschleifen nicht, die mir nicht sagen, wie lange ich sie aushalten muss) konnte ich dann mein Anliegen vortragen. Okay, dreißig bis 45 Minuten könnte es dauern. Kurz danach kam ein Anruf ohne Nummer auf dem Handy an, von der örtlcihen Pannenhilfe-Firma, vermute ich. 20 bis 30 Minuten wären es. Dann war ich nicht nur fast beim Auto (ich hatte kurz nach verlassen der U-Bahn angerufen), sondern konnte auch gleich mal ausprobieren, ob ich den Trick hinbekomme, einen störrischen Smart zu öffnen.

Zumindest bei meinem Modell kann man ohne Strom ja die Zentralverriegelung nicht nutzen. Aber die Heckklappe hat ein Schloss. Wenn man das öffnet, kann man von hinten an die Türen rankommen, die sich auch ohne Strom entriegeln lassen. Nur verriegeln kann man die dann nicht mehr.

Als der Abschleppwagen ankam, meinte der Fahrer, dass er mich doch kennen würde. Ich vermute mal, dass er der selbe war wie 2007, als ich eben schon mal Strom brauchte. Ich hab ihm dann die Lage erklärt, er hat seine Starthilfe ausgepackt und angeschlossen. Auto ging auch brav an, ließ sich auch in Bewegung setzen. Nur der rechte Hinterreifen war ziemlich platt. Auch dafür hat ein Pannenhilfe-Wagen eine Lösung. Den reifen hat er bisschen aufgepumpt, und sich danach daran gemacht, seine Dokumentation auszufüllen. Als ich ihm erklärt hatte, dass ich den Wagen ja eigentlich gar nicht brauche (warum sonst stand der wohl seit über nem Jahr?), hat er mal nachgeschaut, was so ein Gebrauchtwagen noch einbringen könnte. Danach stellte sich aber raus, dass das mit Fahren eher nicht so gut wäre, weil der Hinterreifen wieder platt war. Sein Angebot, dass er mir den Wagen einfach abnehmen kann, ich dann aber kein Geld bekomme, klang jedenfalls nach der schnellstmöglichen Lösung meines Problems. Und so kam es, dass ich seit gestern nicht mehr im Besitz eines eigenen Autos bin.

Mal sehen, ob die Polizei noch was von mir will, wenn ich die Abmeldebestätigung habe, werde ich die Autoversicherung mal aufsuchen, der Vertrag macht ja keinen Sinn mehr. Und dann kann ich mal irgendwann nachsehen, wie gut so Carsharing-Angebote sind. Für den Fall, dass doch nochmal irgendwo der Bedarf nach einem Auto ausbrechen sollte.

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