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Flucrash und -verbot

Am 5.11. kam aus Louisville, Kentucky, USA die Meldung, dass ein Frachtflugzeug kurz nach dem Start abgestürzt ist. Der Maschine ist offenbar ein Triebwerk abhanden gekommen, und das Areal, in dem sie explosiv reingerast ist, war auch nicht menschenleer. Luftbilder des Absturzortes zeigten eine Schneise der Zerstörung, in der Personen, die sich dort aufhielten, mindestens verletzt wurden. Die Flugaufsichtsbehörde hat dann ein Startverbot für Maschinen des betroffenen Modells MD-11 erlassen. Immerhin ist nicht klar, warum das linke Triebwerk offenbar abgefallen ist, die Teile sollten eigentlich fest installiert sein.

Bad offline

Knaller aus einem Ort namens Bad Wildbad: Da wurden einfach mal Mobilfunk-Basisstationen abgebaut, weil der Schornstein, wo die Antennen bis dahin hingen abgerissen werden sollte. Und jetzt fehlen die eben, so dass Nutzer won Oh tu oder Vodafone akut kein Netz haben. Mir stellt sich da ja die Frage, was das für Kunden der Nichtsbetreiber heißt, wenn gar keine Leistung für das monatliche Geld geliefert wird. So ganz unjuristisch klingt das jedenfalls nicht gut.

Titergebnis

Eine eher unterraschende Veröffentlichung vom 5.8. betraf die Firma OceanGate, deren Tauchboot Titan ja im Juni 2023 implodiert ist und seine Insassen dabei beseitigt hat. Ja, die Firma war ein toxischer Haufen, bei dem es eher überrascht hätte, wenn es nicht irgendwann zu einem Unfall gekommen wäre. Was mir in den Berichten über den offiziellen Abschlussbericht der Unfalluntersucher aber zu wenig betrachtet wird, ist die Tatsache, dass schon ein Jahr vor dem Unfall bei Dive 80 zur Titanic eine Reihe Anomalien aufgetreten waren. So hat die Coladose von Boot einen lauten Knall produziert, was wohl darauf hinweist, dass da die Karbonhülle sich delaminiert hätte. Oh, und das Boot ist auch irgendwo in der Titanic festgeklemmt gewesen. Die offiziellen Genehmigungen waren mehr ‘angucken, aber nichts anfassen’ aber das war da wohl nicht so wichtig. Tja, und im Juni 23 bei Dive 88 hat die Hülle eben offensichtlich nicht gehalten, sich implosiv zerlegt und die Passagiere alle in einen nicht-lebenden Zustand gebracht. Wäre der CEO, Stockton Rush, noch am Leben dürfte mit dem Bericht ihm wohl die Strafverfolgung eine Reihe unangenehmer Fragen stellen wollen, aber nachdem er die Implosion vor Ort verbracht hat, ist da nichts mehr zu befragen. Und ich frage mich nur mal ganz unauffällig, wo eigentlich die Bestrebungen anderer reicher Dödel hin sind, die auch in absurden Tiefen rumtauchen wollten. 

Fritznam

Aus der Tech-Ecke kommt vom 5.8. die Meldung, dass die Firma AudioVisuelles Marketing, kurz AVM, sich umbenennt zu Fritz. Die Fritz-Produkte (FritzBox, -Repeater, etc) waren ohnehin schon länger ein bekanntes Aushängeschild der Firma, die im vergangenen Jahr von einem Investor übernommen wurde. Wenn sich außer dem Namen jetzt nichts weiter ändern sollte, wäre mir das ja Recht. 

Kisicherung

Meldung aus der Fnord-Ecke: es gibt eine Versicherung gegen Schäden durch KI-Gefasel. Nun ist die Idee bei Versicherungen ja, dass die die Auszahlungen aus den Einnahmen für die Versicherungen ausgleichen wollen. Je teurer einzelne Schäden, desto seltener sollten die sein, oder die Versicherung muss ziemlich teuer sein. Nachdem Äh Ei ja regelmäßig Texte zusammenbaut, die gar keine Basis in der Realität haben, dürften die Kosten ziemlich hoch sein. Oder es gibt da irgendwo Fakten, die ich nicht sehe. 

Papstod

Am 21. April, dem Ostermontag, vermeldete der Vatikan den Tod des bisherigen Papstes Franciscus. Der Mann war 88 Jahre alt geworden. Einerseits kann ich in der katholischen Kirche jede Menge Dinge erkennen, die ich nicht gut finde, andererseits soll der als Jorge Bergoglio geborene Mann sich immerhin bemüht haben, Dinge zu verbessern. Inwieweit er dabei erfolgreich war, kann ich nicht ernsthaft einschätzen.

Glasfehler

Meldung aus der ‘das soll so nicht’-Ecke: Die Deutsche Glasfaser hat kein Internet für ihre Kunden, weildie ihre Stromrechnung nicht bezahlt hätten. In der Meldung geht es um Bewohner von zwei Gemeinden im Rhein-Lahn-Kreis, also eher keine Großstädte. Peinlich ist das aber trotzdem. Angeblich wäre der Ausfall nach einer Woche behoben worden, was bei mir die Frage hinterlässt, was daran so lange gedauert hat.

Bankhups

Bei der Citigroup-Bank in USA gab es einen klitzekleinen Hupsi. Und zwar wurde da bei einer Überweisung die nur geringfügig falsche Summe von 81 Billionen Dollar auf ein Kundenkonto gutgeschrieben. Eigentlich gab es als Maßnahme gegen Fehler das Konzept, dass ein zweiter Mitarbeiter die Eingaben des Ersten hätte überprüfen sollen, aber irgendwas muss da schiefgegangen sein. Nach der Überweisung hat es dann noch 90 Minuten gedauert, bis der Betrag wieder vom Kundenkonto entfernt wurde. Wie gut verzinst ist eigentlich ein Billionenguthaben so?

BlasAi

Woran erkennt man eine Börsen-Blase? Manchmal ist das schwer, aber manchmal ist das auch sehr einfach. Wenn zum Beispiel eine Aktie ziemlich hoch bewertet ist, dann aber eine bis dahin unbekannte Firma zeigt, dass sie das gleiche Produkt zu deutlich niedrigeren Preisen anbieten kann, ist wohl die erste Aktie überbewertet. Und die Aktien anderer Firmen in dem Bereich auch. So geschehen ist das, als am 27. eine Firma DeepSeek zeigte, dass sie OpenAI nicht nachstehen muss. Die Aktien rund um „AI“ sind in der Folge hart gefallen und werfen Fragen danach auf, wie gut die Bewertungen vorher wohl waren. Und wer in der Folge der implodierenden Werte stolpert, zeigt auch blasige Werte. 

Wasserlin

Kurz vor dem Jahresende gab es in Berlin noch die Überraschung, dass es eine größere Wasserleitung zerlegt hat, was in der Region des Wasserrohrbruchs wohl zu Überflutung geführt hat, während der Rest der Stadt kein Wasser aus der Leitung bekam. Kann passieren, wobei mich wundert, wie großräumig die Auswirkungen gewesen sein sollen.

Endkunft

Meldung zum Monatswechsel: Die Auskunft ist nicht mehr. Für Diejenigen, denen das nichts sagt: früher als es noch kein Internet gab, wo man alles einfach nachschauen kann, da gab es im Festnetz (Festnetz ist wie Handy, nur mit Kabel) eine Nummer, die man anrufen konnte, wenn man nicht wusste, wie die Telefonnummer von jemand anderem lautete. Es gab auch für die eigene Stadt Bücher, in denen man nachschauen konnte, wie denn die Nummer von jemandem war, und die Adresse. Da konnte man kostenlos nachschauen, wenn man denn nicht nach einer Nummer aus einer anderen Stadt suchte. Jedenfalls, die Auskunft, die wurde immer weniger genutzt und dann eben mit dem Ende des Monats November abgeschaltet. 

2Gende

Ankündigung einer rosa-farbigen Telekommunikationsnetzbetreiber-Firma: Das bestehende Mobilfunknetz soll 2028 ohne GSM weitergeführt werden. Das 2G, was als kleinster gemeinsamer technischer Standard seit der UMTS-Abschaltung genutzt wird. Wo die Notruf-Funktion diverser Aufzüge von abhängig sein dürften, denn die brauchen ja keine große Bandbreite, und dürften entsprechend vielleicht 3G oder GSM nutzen wollen. Ähnlich wird das auch für andere Telefontechnik aussehen, wie Autonotrufe, oder auch die Ablesegeräte für Heizungs- und Wasserzähler, die jeweils nicht die neueste Technik brauchen, aber nach dem Ende von GSM ein Problem haben. Da wird dann also in den nächsten Jahren Technik getauscht werden müssen.

Oh, und der Vodaföhn will auch von 2G weg, da ist das Jahr 2030 genannt worden. Die Blubberblasen von Telefonica sind nicht öffentlich mit einem Termin aufgetreten bisher. 

KlaX

Knaller von dem früheren Twitter: Firmen, die sich abgesprochen hätten, nicht mehr dort zu werben, sollen verklagt werden. Was ja spontan ein paar Fragen aufwirft: will die Firma behaupten, es gäbe eine Werbepflicht? Wie sah es damit aus, dass ein gewisser Elon M. öffentlich Firmen aufforderte, sie mögen sich doch selbst kopulieren? Davon abgesehen, kann man ja auch verstehen, dass angesichts der aktuellen Umgebung bei dem früheren Twitter Firmen vermuten können, dass ihre Marke nicht in einem positiven Zusammenhang stehen könnte, wenn Werbung neben Aufforderungen zu Gewalt oder ähnlichen Inhalten angezeigt werden. Eventuell ist das US-Recht ernsthaft komisch und Twitter kann verlangen, dass man dort gefälligst zu werben hätte. Aber ich würde das nicht wollen. 

Gooteil

Eine Meldung, deren Relevanz mir nicht gleich klar war: Ein Gericht in Ameristan hat befunden, Googles Bezahlung dafür, dass Firmen ihren Kunden Google als Suchmaschine voreinstellen, wäre Ausnutzung eines Monopols. 

Und zwar dürfte das nicht nur Apple treffen, die ja eine größere Summe von Google bekommen, weil die Standard- Suchmaschine auf iPhone, iPad eben Google ist, sondern noch mehr dürfte Mozilla das treffen, die ja ohnehin schon mit Geldknappeit kämpfen, und eben einen ähnlichen Deal wie Apple haben, der vom Urteil betroffen sein dürfte. 

Suppenscharsch

Meldung aus der Galaxy Brain-Ecke: neulich erst hatte Elon Musk die tolle Idee, dass es ja blöd wäre, wie viele Leute bei Tesla an der Stromversorgung der verkauften Computer-zum-rumfahren arbeiten würden und hat die dann alle rausgeworfen. Nun, irgendwem wurde dann aufgefallen, dass die Geräte irgendwie nicht mehr so attraktiv sind, wenn deren Versprechen von quasi überall verfügbaren Stromtankstellen nicht mehr funktionieren. Und so will Tesla (einen Teil der) Leute wieder einstellen, die sie gerade rausgeworfen haben. Das wird bestimmt nicht teurer werden als wenn man die gar nicht entlassen hätte.