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Approzente

Schon seit es den AppStore von Apple gibt (angekündigt wurde der 2010, eine Weile, bevor das 3G-iPhone angekündigt wurde), galt, dass Apple von den AppStore-Einnahmen 30 Prozent behält für den Betrieb von AppStore, und sonstigem Aufwand. Einerseits haben immer wieder App-Verkäufer sich beschwert, dass das zu viel wäre, aber andererseits ist Apple nun mal der einzige Zugang auf die iPhones, die ja doch einen relevanten Markt darstellen. In den letzten Jahren gab es auch scon ein paar Änderungen, so dass erst große Firmen nicht ganz so öffentlich bessere Bedingungen bekommen haben, dann Apple mal angekündigt hat, dass bei Abos die 30% im ersten Jahr noch einbehalten werden, sich ab dem zweiten Jahr aber mehr Geld bei den Verkäufern einfindet. Umgekehrt gab es auch die Geschichten, wo Apps gezwungen wurden, irgendwelche Kauf-Optionen in die App einzubauen, weil sonst ein Update nicht freigegeben wurde, oder Apps sogar ohne großen Prozess aus dem Store flogen, und zumindest in den bekannt gewordenen Fllen erst nach medialer Aufregung wieder rein durften.

Letzte Woche gab es nun eine konsequente, wenn auch späte Meldung, dass auch Apple mitbekommen hat, dass die 30% inzwischen nicht mehr so unumstritten sind wie früher, und Apple hat angekündigt, dass Entwickler, die weniger als 1 Millionen Dollar an App-Einnahmen haben im Jahr, sich melden können (klingt nicht nach automagisch), umd dann nur noch 15% der Einnahmen an Apple abgeben zu müssen. Wer mehr Geld mit Apps (bei Apple) macht, hat da Pech. Keien Ahnung, wie fair das ist, aber 1 Mio muss man auch erstmal an Umsatz machen.

iPhone 12 Pro Max

Als im Oktober Apple verkündet hat, wann welche neuen iPhones zu kaufen sein würden, war mir schon klar, dass ich erst ab dem 13. November eine Gelegenheit haben würde, mir dieses Jahr mein Wunschgerät zu leisten. Das hatte dann zwei Konsequenzen: Ich habe auf dem 11 Pro Max bewusst nicht das Update auf iOS 14.2 installiert, weil dessen Backup nicht garantiert in ein neues 12 Pro Max eingespielt werden könnte. Und ich habe am Freitag, dem 13. mich beeilt, um in der Innenstadt wenigstens versucht zu haben, ein iPhone am ersten Verkaufstag zu bekommen. Beim Versuch blieb es aber auch schon, weil der Jungfernstore reichlich voll war, und entsprechend Kunden ohne Reservierung kein Angebot machen konnte. Umso überraschter war ich, als Samstag um 9 die Store-App nach der Verfügbarkeit von 12 Pro Max-iPhones meiner Farb- und Speicherpräferenz verkündete, dass welche im Jungfernstore verfügbar wären. Ich bin dann da hingeeilt, und konnte am Eingang zwar keinen Einlass, aber eine Reservierung für 15 Uhr erhalten. Danach hab ich den Rest des Tages etwas umgeplant, um erstmal etwas zu Essen gehabt zu haben, bevor ich zu 15 Uhr im Store wieder einschlagen wollte. Der war wieder gut gefüllt (und das mit reichlich Reservierungen), aber die eigentliche Kauftransaktion ging dafür schmerzarm ab, inklusive direkt auf dem Verkaufstisch drapiertem MagSafe-Qi-Lader und dazu passendem 20-Watt-USB-C-Knubbel. Knapp 1700 Euro ärmer konnte ich dann nach Hause düsen, das 11 Pro Max ein letztes Vorher-Backup machne lassen, und dann das neue iPhone einrichten.

Da kam im ersten Anlauf per Transfer vom alten iPhone ine Minimaleinrichtung raus, aber mit abgeschaltetem 'Find My' kontne der Mac dann doch mal das Backup da reinspülen. Der Schritt, der am wenigsten auf Anhieb geklappt hat, war der Umzug der Uhren. Die Watch-App auf dem neuen iPhone meinte, ich soll nur auf der Uhr bestätigen, aber da kam nichts. Ich hab dann wieder den manuellen Weg genommen, und die Uhr vom alten iPhone unpaired, und dann auf dem neuen iPhone neu verbunden, auf Basis des ebenfalls umgezogenen Backups der Uhrenkonfiguration vom alten iPhone wieder eingerichtet. Hat dann auch 'nur' ne halbe Stunde und Strom in der Uhr gekostet. Für jede der beiden umzuziehenden Uhren. Die dritte, mit dem 11PM verbundene Uhr sollte ja da bleiben. DIe hat dann irgendwann lustigerweise gefragt, ob sie umziehen soll.

So, was halte ich vom neuen iPhone? Naja, es ist dank dünnerer Hülle (von Apple) etwas glitschiger (da hoffe ich noch auf bessere Hüllen), kann gleichzeitig drahtlos Strom in ausreichender Menge tanken und Audio auf dem nicht anderweitig belegten Lightning-Anschluss ausgeben (und ich brauche keine fehleranfällige Lightning-Weiche mehr akut). Von den anderen Daten her ist der Unterschied zum Vorjahres-Pro-Max nicht so riesig, da springt mich kein akuter Fortschritt an, obwohl er bestimmt da ist.

ARMac

Letzten Dienstag war der (vermutlich) letzte Termin, an dem Apple ein Video mit Produktankündigungen veröffentlicht hat für das Jahr. Wie erwartet, ging es dabei um erste Macs, die mit ARM-CPU ausgestattet sind, und welche Vorteile das hätte. Die erste ARM-CPU nennt Apple M1, wobei ich mich noch erinnere, dass es beim A4-iPhone-Chip einen Koprozessor namens M4 gab, der für sowas wie Schrittzähler gut war. Der M1 jedenfalls ist ein naher Verwandter des A14, kommt mit 4+4 Kernen, hat eine GPU dabei, kann die T2-Chips intern ablösen, und soll Ganz Doll Toll sein. 

Eingebaut wird der in der ersten Iteration in ein MacBook Air 13 mit zwei USB4/Thunderbolt3-Ports, keinen Lüfter, aber Ganz Doll Schnell und leicht und lang laufend. Maximal passen da 2TB SSD und 16GB RAM rein. Außerdem gibt es einen Mac Mini, der ähnliche Obergrenzen bei der Ausstattung hat, sowie ein MacBook Pro 13 mit ebenfalls 2 Ports, bis zu 2TB SSD und 16 GB RAM. Die Touchbar bleibt bei dem Modell auch nach dem CPU-Umstieg erhalten. 

Für mich ist da nichts bei, was sich insofern schon gut trifft, als ich die allerersten Rechner mit der neuen Architektur ohnehin nicht selbst haben wollte, aber bei maximal zwei Ports komme ich nicht mal in Versuchung. 

Keynote Oktober: iPhones 12

Letzten Dienstag hat Apple wieder eine Produktvorstellung per Video rausgelassen. Ähnlich dem September gab es auch wieder zwei Produktkategorien, wobei das Video mit dem für mich langweiligeren anfing: Es gibt nen Homepod Mini. Der ist kleiner als der Homepod, billiger, und soll aber auch Ganz Toll Klingen. Außerdem gibt es dann eine Interkom-Funktion, wo über Siri Botschaften als (alle) Geräte eines Haushaltes geschickt werden, und auch Antworten möglich sind. Interessiert mich trotzdem nicht.

Beim iPhone ging es dann mit dem iPhone 12 los (wie gerüchtet). Das sieht im Rahmen eckiger aus, lehnt sich vom sonstigen Design aber weiter an das an, was seit dem X die iPhones ohne Homebutton geprägt hat. Ansonsten behält das iPhone 12 die zwei Kameras vom direkten Vorgänger, wird mit 6,1 Zoll Displaydurchmesser etwas größer, wobei die Außenmaße in etwa gleich bleiben. Neuerung dieses Jahr: Es gibt eine Reihe Hilfen für drahtloses Laden. Und zwar sind die als MagSafe (ältere Mac-Nutzer werden sich noch an die magnetisch befestigten Stromkabel mobiler Mac-Rechner mit dem Namen erinnern) benannt, und sorgen eben per Magnet dafür, dass ein komatibles Ladegerät magnetisch an der richtigen Position gehalten wird. Das dürfte die Erkenntnis aus dem Debakel von AirPower gewesen sein: Wenn man ein iPhone nicht überall auf ein Ladegerät legen kann, müssen beide irgendwie zueinander gebracht werden. Die Uhr macht das schon seit ewig magnetisch, nun also auch die iPhones. Da gehen dann auch 15 Watt drahtlos an Strom in das iPhone, was immer noch dem Doppelten vom Qi-Standard entspricht, auf dem die Induktionslade-Technik aufsetzt. Dann gab es noch kurz das iPhone 12 mini, was das gerüchtete 5,4-Zoll-Gerät ist, funktional auf dem Level vom 12. Nicht mehr in den Packungen dabei: Kopfhörer und USB-Ladeknubbel. Ein USB-C-Lightning-Kabel gibt es aber immer noch.

Dnachach fehlten aber noch zwei iPhones: 12 Pro und 12 Pro Max, die mit drei Kameras, dem ebenfalls seit lange gerüchtetem Lidar-Sensor, und ansonsten einer weiter verbesserten Nacht-Foto-Funktion (auf allen Kameras) sowie verbesserter Wackelbereinigung glänzt, bei der statt der Linsen der Sensor bewegt wird, um Wackler auszugleichen. Die Geräte haben Display-Durchmesser von 6,1 (wie das 12) und 6,7 Zoll, was ebenfalls so gerüchtet worden war. Bei Preisen und Verfügbarkeit war ich kurz unaufmerksam. Was ich mir danach aufgeschrieben habe: Die am 23. erhältlichen Geräte sind das 12 und das 12 Pro, die beiden anderen iPhones kommen erst zum 13. November in den Handel, Vorbestellung jeweils eine Woche vorher. Damit habe ich dann einen frühesten Termin, wann ich mein nächstes iPhone kaufen kann.

Apple Keynote, September 2020

Letzte Woche stand bei Apple mal wieder eine Produktvorstellung an. Wie die zur WWDC gab es keine Bühnenpräsentation vor Publikum, sondern ein Video. Und als Erwartungsmanagement auch gleich mit der Ansage, dass es da nur um zwei Produkte gehen sollte: Watch und iPad.

Zur Watch gab es wieder die übliche Runde an Geschichten, wo die Apfeluhr Leuten geholfen hat, entweder Gesundheitsprobleme früher zu entdecken, oder sich zu motivieren, sich mehr zu bewegen. Kennen wir schon, reißt mich immer noch nicht mit. Dann ging es endlich an das Gerät. Die neue Uhr nennt sich Series 6 (wenig überraschend), hat als Eigenschaften anders als die Series 5 ne schnellere Lademöglichkeit, eine neue CPU mit schneller (und damit hoffentlich wieder bessere Akkulaufzeit), kann neu die Sauerstoffsättigung im Blut per optischer Sensorik ermitteln, kann jetzt (endlich) auch WLAN im 5GHz-Band, hat nen U1-Chip (und dürfte damit von iPhones der Reihe 11 an lokalisiert werden können. Auch neu, aber nicht akut von der Uhr abhängig: Es gibt neue Armband-Arten, die nämlich ganz auf Verschlüsse verzichten, und dafür Silikon-Schleifen sind. Zu den verfügbaren Farben und Gehäusen gab es zwar eine Erwähnung, die habe ich aber gerade nicht akut im Kopf. Keramik ist aber wohl nicht mehr dabei, Titan schon. Wobei das ja nicht im Laden zu haben war. Ach ja: Die USB-Ladeknubbel liegen wohl auch nur noch bei den teuren Uhren (Titan scheint dazuzugehören, Hermes vielleicht, zu Stahl weiß ich es nicht) bei.

Von einigen Gerüchterstattern erwartet, gibt es auch eine neue, billigere Uhr mit dem Namen SE, die auf der großen Gehäusegröße aufbaut, und ansonsten auf den Innereien der Series 5 basiert, wobei die Präsentation nicht klar gesagt hat, welche Funktionen die SE-Uhr nicht hat, die in der Series 5 sonst noch dabei war. Ach ja, zwischendurch wurde auch nochmal von der WWDC aufgegriffen, dass es mit watchOS 7 auch 'Kinderuhren' gibt, also LTE-fähige Uhren, die von einem iPhone eingerichtet werden, dann aber nicht in deren Nähe bleiben müssen, und für die bestimmte Einschränkungen einrichtbar sind, und wo sich die Eltern über Erreichen und/oder Verlassen bestimmter Orte informieren lassen können.

Bei Preisen und Terminen gab es erst die Überraschung, dass die Series 3 immer noch verkauft wird, über der sich die SE einordnet, worüber dann die Series 6 anfängt, je nach Gehäuse, Größe und Funkausstattung. Die zweite Überraschung ist der Termin: Die Geräte kommen nämlich schon zum 18. in die Hände von Käufern (und in Läden, wo diese geöffnet haben, hoffe ich zumindest).

Dann gab es noch die Ankündigung von neuen Abodiensten, wie Fitness+, wo man sich für Bewegungsübungen per Video anbrüllen lassen kann, was hier aber nicht verfügbar wird. Und das ebenfalls gerüchtete (Apfel) One, wo man mehrere Apple-Dienste zu einem monatlichen Preis bekommen kann.

Weiter ging es mit iPad. Da durfte das der 8. Generation anfangen, das Einsteigermodell, was noch mit einer A12-CPU kommt, ganz doll toll sein soll, aber mich trotzdem nicht interessiert hat. Spannender ist da schon das neue iPad Air, was tatsächlich vom Aussehen am iPad Pro inspiriert ist, einen Fingerabdrucksensor im Knopf oben versteckt, und das erste Gerät mit der neuen A14-CPU ist, die wiederum die erste in einem 5 Nanometer-Verfahren sein soll (Intel kämpft noch mit 10 Nanometern Spurbreite). Als Termin hier gab es nur Next Month zu hören.

Eine Frage war da am Ende noch offen bei mir: Wie soll eine am Freitag erscheinende Uhr mit iPhones reden können? Entweder steckt da die nötige Infrastruktur schon heimlich in iOS 13.7, oder es fehlte noch eine Aussage zu iOS 14. Apple hat den zweiten Weg gewählt, weil iOS 14 am Mittwoch erscheinen sollte. An der Stelle sind auf Twitter Entwickler von iOS-Apps die Gescihtszüge entgleist. Ein neues Majorrelease mit einem Tag vVorlauf ist mal eine ganz neue Form von Zeitdruck. Auch die Tools rund um Apps war noch nur begrenzt fertig. Während ich das hier schreibe, weiß ich noch nicht, wie schmerzhaft iOS 14 und watchOS 7 so sind.

Techverkäufe

Heute gibt es mal zwei Meldungen aus der Verbindung aus technik und Politik, und zwar aus VSvA: Die erste ist die, dass nicht besonders überraschend nvidia sich die Tech-benachbarte Firma ARM einverleiben darf. Andere Angebote zum Kauf sind mir aber auch nicht begegnet, nachdem SoftBank bekannt wurde mit dem Wunsch, die früher mal eigenständige Firma wieder loswerden zu wollen.

Die zweite Meldung ist Politik-näher und handelt davon, dass beim Zwangsverkauf von TikTok in VSvA Microsoft wohl nicht mehr als Käufer in Frage käme, was laut den Meldungen dann Oracle übrig ließe. Ein lautstarkes Ja aus ByteDance wurde dazu aber auch nicht gemeldet. Naja, solange sonst nichts los ist...

Podcatchiguration

Damit es nicht nur in meinem Gedächtnis rumliegt:

Heute früh hatte ich ein Problem mit meinem Podcatcher, und zwar wollte der nicht mehr im laufenden Audio vor- und zurückspringen per Fernbedienung. Nachdem ich seit Jahren truer Nutzer von iCatcher bin, der ungefähr für alles eine Einstellung hat, und ein testweise befragtes anderes iPhone mit der Funktion kein Problem hatte, habe ich den Verdacht, dass ich mir irgendwo eine Einstellung verstellt haben könnte. Die hab ich nur nicht gefunden, und weil mir klar war, dass eine Mail an den Entwickler eher nicht mehr eine Antwort bekommen würde, bevor ich die Skip-Funktion schmerzhaft vermissen würde, hat sich ein Plan in meinem Kopf zusammengebaut: Ich könnte die Konfiguration dadurch loswerden, dass ich die App vom (primären) iPhone lösche, nachdem ich vorher genau den Podcast-Stand als Backup weggesichert habe. Dann App runterladen, backup einspielen, Downloads im Hotspot machen, und fertig. So die Idee. Die habe ich auch verfolgt, bis ich beim Schritt des Backup zurückspielen gescheitert bin, weil offenbar Googles Drive-App eine .gz-Datei in die App spülen will, die aber die Datei unter dem Namen .icdata erwartet. Kurzer Umweg über Dropbox, Datei umbenannt (weil das braucht man ja sonst nie), neuer Import. Guck, die App erkennt ihre Datenbank und bietet deren Import an.

Dann waren zwar noch bummelig 9,3 Gigabyte an Downloads offen, und der Hotspot wurde mir zu schnell lahm. Scheint eine Funktion der Hotspots zu sein, die man dadurch umgehen kann, dass man in eienr anderen Haltestelle den dortigen Hotspot aufsucht. Dann fehlten 'nur' noch die Titelbilder der Podcasts, weil die nach dem Restore nicht da sind, sondern erst beim ersten Feed-Update nachgeladen werden. Und ein paar Standard-Einstellungen waren noch überraschend (Nicht-subskribierte Podcasts nutze ich nicht, um da nichts runterzuladen).

TL;DR: GDrive ist nicht fehlerfrei, das verändert einfach mal am Dateinamen rum, was zu unerwarteten Problemen führen kann.

Payro

Die Sparkassen haben dann mal angekündigt, was bisher schon angedeutet war: In nicht gar so ferner Zukunft soll Apple Pay auch mit Giro-Karten spielen können. Wenn man auf deren Webseite mal nach Details sucht, stellt sich aber raus, dass es da aber noch ein paar Anforderungen gibt. Und zwar soll man die Sparkassen-App nutzen, und hat entweder Chip-TAN oder Push-TAN zu nutzen (was ich nicht will, weil das einen Geräteumzug nicht ohne Brief von der Bank schaffen soll). Oder anders ausgedrückt: Das sieht schon wieder nicht wie etwas aus, was ich dringend haben wollte.

WWDNote

Letzten Montag war mal wieder Eröffnungsveranstaltung der jährlichen Apple-Entwicklerkonferenz. Dank Corona war das dieses Mal eine aufgezeichnete Vorführung, wo es etwas schneller voran ging als sonst. 

Zuerst hat Tim Cook mal die größten Themen der Gesellschaft angesprochen: Black Lives Matter und Corona. Dann ging es aber auch schon in die Technik, wo zuerst iOS (ja, es wird doch nicht wieder zu iPhoneOS umbenannt) dran war, mit ein paar Verbesserungen wie Today-Widgets, die unter iOS 14 auch auf Homescreens angezeigt werden können, und App-Organisation, die über mehrere Homescreens und Folder hinausgeht. Außerdem gibt es dann App Clips, wo bestimmte Funktionen von Apps separat verfügbar gemacht werden. Weniger spannend in der Präsentation: es gibt nen Bild-in-Bild-Videoplayer, der auch außerhalb seiner App spielt; an iMessage wird irgendwas geändert. Für die Präsentation nur nebenbei erwähnt: mit iOS 14 werden Standard-Apps änderbar für Mails und Browser.

Weiter ging es mit iPadOS, was zusätzlich zu iOS noch Sidebars, kleinere Meldung bei eingehenden Anrufen (auch iOS), eine universelle Suche, und Verbesserungen für den Stift bekommt. Inklusive Form- und Texterkennung.

Überraschend war danach die AirPods-Software, die bei AirPods Pro Raumklang bekommen soll, inklusive räumlicher Orientierung, wobei die Kopfhörer Bewegungen erfassen müssen.

Nächster Bereich war watchOS. Da kommt die Weitergabe von Watchfaces, mehrere Complications für einzelne Apps, Verbesserungen bei Karten, Schlafverfolgung (wie im März 2019 gerichtet), und die Uhren können Handwäschen messen und auf deren Dauer bestehen.

Als nächste Blöcke kamen Privacy, tvOS, HomeKit, die mich nicht interessiert haben, so dass ich erst bei macOS wieder mitgeschrieben habe. Es heißt Bug, äh, Big Sur. Innen ist es macOS 11.0, hat ein flaches Design (iOS 7 lässt grüßen), ist funktional unspannend, läuft aber zukünftig auch auf ARM ("Apple Silicon"). Da wechseln die Macs nämlich hin. 

Die Umstellung wird mit Universal binary ("Universal 2") und einer Übersetzung von Code vor deren Ausführung ("Rosetta 2") unterstützt. Irgendwas wird für Virtualisierung noch gemacht, und Entwickler können ein Developer Transition Kit bekommen, was ein Mac Mini mit A12Z-Chip ist. Erste ARM-Macs sollen zum Jahresende verfügbar werden, die Umstellung soll für neue Macs binnen zwei Jahren fertig werden, wobei Intel nicht schnell entfernt werden soll aus der Unterstützung. 

ARMac-hauptung

Eigentlich vermerke ich hier ja keine Gerüchte über die Obstfirma, aber dieses Gerücht will ich in Zukunft nochmal gegen die bis dahin eingetretene Realität prüfen: Bloomberg behauptet, Apple würde bei der (noch nicht begonnenen) Entwicklerkonferenz dieses Jahr den Umstieg der Macs zu ARM-CPUs ankündigen, die dann ab 2021 in Geräten erscheinen würden. Nun sind Gerüchte über einen Umstieg auf ARM-CPUs nicht neu und kursieren schon seit mehreren Jahren, aber einen Termin, zu dem so etwas angekündigt werden würde, hatte bisher noch niemand gerüchtet. Auf der anderen Seite sollte man bei Bloomberg nicht vergessen, dass die das Lügenmärchen vom Big Hack gelogen haben, und bis heute die Geschichte nicht zurückgerobbt haben.

Coronupdate

Am vergangen Mittwoch, dem 20. Mai haben Apple und Google zeitgleich ihre Updates für iPhone und Android-Geräte freigeschaltet, mit denen die Systemfunktionen für Kontaktnachverfolgung sich einfinden auf den Geräten. Jetzt ist der größte Haken noch, dass die Funktion, zumindest auf dem iPhone, nicht aktiv ist, solange es keine App dafür gibt. Aber die Regierung hat ja die Superexperten von SAP und Telekom damit beauftragt, da kann es sich nur noch um Jahrzehnte handeln, bis eine erste App den Weg in die Öffentlichkeit findet...

UMTende

Meldungen aus der Ecke 'angedeutet war das schon': Nach Vodafone haben nun auch Telekom und Telefonica angekündigt, wann sie ihre UMTS-Versorgung beenden wollen. Die Reihenfolge, die sich damit abzeichnet ist die, dass zuerst Vodafone das UMTS-Netz abschaltet bis 30. Juni 2021, dann Telekom bis irgendwann "Ende 2021" und Telefonica will "bis spätestens 2022" auf Nachfolge-Technologien setzen. Was ich da ja erwarte: Dass die Netzbetreiber spätestens mit der Abschaltung von UMTS den Zugang zu LTE nicht mehr auf Vertragsebene ausschließen, sondern allen zahlenden Kunden ermöglichen. Und es macht dann auch keinen Sinn, wenn für Telefonate auf das GSM-Netz runtergefallen werden muss, also VoiceOverLTE (beziehungsweise -5G, sofern das was eigenes sein soll) auch in allen Zugängen aktiviert wird. Aber wie ich die Netzbetreiber einschätze, werden die genau solche Schritte nicht von selbst gehen. Das wäre ja sonst sinnvoll.

Big MacBook Pro

Dann hat mich mal wieder eine Idee zu einer größeren Anschaffung motiviert. Und zwar sieht es nicht akut so aus, als wären die neuen 13-Zoll-MacBook Pro in ihrer größeren Ausbaustufe (4 Ports, 512GB SSD) in der näheren Zukunft irgendwo erhältlich. Mal ganz davon abgesehen, dass die 13-Zoll-Geräte ja nicht das Redesign haben, was Apple vor einem halben Jahr beim Schritt vom 15 zum 16-Zoll-Modell vollzogen hat. Da schlich also die Idee in meinem Schädel rum, doch mal über so ein 16er zu meditieren. Ergebnis: Ein 16er mit 1TB SSD, 16 GB RAM und dicker i9-CPU steckte als verfügbar im Gravis in der Liste. Und da lustigerweise sogar ein paar zig Euro unter dem Preis, den Apple für das Modell in einem seiner Läden nehmen würde.

Ich habe mich dann mit meinem Etat beraten, und der ließ wissen, dass das ginge. Dann war noch die Frage nach der Logistik, wozu sich die Idee materialisierte, dass ich dank Urlaub doch hinreichend Zeit hätte, und so war ich also heute schon wieder beim Gravis, habe nicht ganz 3200 Euro für den Rechner und ein zusätzliches Netzteil (für OP-Checkliste) dagelassen.

Für die Einrichtung von dem Rechner habe ich aus dem letzten Rechner gelernt, und ihn zuerst mal direkt an den Strom gehängt, damit er nicht mit fast leerem Akku kämpfen muss, während ich noch eine Weile draußen war. Dann bei der Einrichtung hat der Wizard nicht behauptet, in meinem WLAN sei kein Internet erreichbar, aber als es darum ging, vor der Migration der TimeMachine-Daten erst ein Update zu installieren, hat er das nur runtergeladen und sich einen Reboot gewünscht, bei dem er nichts installiert hat. Kopiert hatte er aber auch nichts. Und so durfte ich mir nach Einrichtung eines Users (den ich nicht brauchte) erst das Update installiert, weil der Migrationsassistent nämlich auch dann noch darauf bestand, das runtergeladene Update nicht zu installieren, bevor er die Daten kopieren würde. Und danach ließ sich der Migrationsassistent überreden, doch die Daten zu kopieren.

Einziger Haken bisher: Für das TimeMachine-Backup wollte er mal wieder rund 500 GB kopieren, die aber nicht auf der externen TB-SSD Platz hätten. Ich habe dann die einfachste Lösung gewählt, und das Volume einmal neu angelegt, wobei ich den Verlust älterer backups hingenommen habe.

Dafür ist das Display riiiiiiieeeeeeesig. Ich kann dann auch verstehen, warum man HD-Videos sehen wollen kann. Und jetzt hoffe ich, dass ich mit dem Rechner eine Weile leben kann, wenn die CPU-Transition irgendwann kommt, und vermutlich erstmal schmerzhaft wird.

WWDmin

Meldung aus der 'da fehlte nur noch ein Datum'-Ecke: Apple wird dieses Jahr die jährliche Entwicklerkonferenz ab dem 22. Juni abhalten. Nachdem die nur online stattfindet, wird es keine Eintrittskarten, Reisepläne oder sonst irgendwas davor benötigen. Wenn sich die Veranstaltung grundsätzlich an das bekannte Format halten sollte, dürfte am ersten Tag auch eine Präsentation für die gesamte Öffentlichkeit stattfinden, bei der die größten Features der neuen Software-Versionen angekündigt werden.

Macfolger

Eine Meldung aus der 'da hab ich mit gerechnet, wenn auch nicht so früh'-Ecke: Apple hat per Pressemitteilung das MacBook Pro 13 aktualisiert. Da ist dann auch die neue Tastatur drinnen, die weniger schlimm sein soll als deren Vorgängerin, ansonsten soll mehr Rumms oro Preis dabei sein, wobei mich jetzt nicht akut anspringt, wo da die konkreten Verbesserungen sind, aber ich habe auch nur oberflächlich verglichen.

Die Ankündigung kommt nur zehn Tage, nachdem ich mir gerade das zu dem Zeitpunkt noch nicht veraltete MacBook Pro als Ersatz für das gleoiche Modell mit dem Anzeige-Ausfall zugelegt habe. Ich packe den neuen Rechner aber trotzdem auf meine Wunschliste für einen der OP'schen Jahrestage, weil wenn es doch noch einen Intel-Mac mit guter Tastatur gibt, erfüllt der wirklich alle Kriterien, die ich an ihn gestellt habe. Und im Juni wird der ganze Ärger mit dem Auge ja zehn, da kann ich auch ruhig etwas Größeres nehmen für.

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