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Schnüffhoo

Erinnert ihr euch noch, als vor inzwischen mehr als drei Jahren die großen Schnüffelprogramme der NSA bekannt wurden, und mit PRISM  rauskam, dass große Technologiefirmen Daten ihrer Kunden an die NSA gegeben hat? Und wie danach viele Firmen sich bemüht haben, mindestens so zu wirken, als wollten sie daten schützen? Die simple Lösung, sich einfach zu verweigern, war ziemlich deutlich nicht nutzbar. Eine andere Lösung, die Apple ausprobiert hat: Möglichst viele Daten verschlüsseln, ohne selbst den Schlüssel zu besitzen. Ob das erfolgreich war, können wir nicht wissen, aber zumindest gab es außer dem FBiOS keine Versuche, öffentlich Verschlüsselung auszuhebeln.

Nun gibt es aber eine Nachricht von einem früher größeren Unternehmen, bei dem aus unklaren Gründen die Geheimdienste mal wieder Daten raustragen wollten: Yahoo. Und zwar ist da bekannt geworden, dass die in ihrem Maildienst nach irgendwas geschnüffelt haben, was irgendwelche Schnüffler wollten. Aufgeflogen ist das wohl, weil deren Sicherheits-Verantwortliche bemerkt haben, dass da irgendwer in den Mails rumwühlt und irgendwas an Daten raustragen will. Oder sogar rausgetragen hat. Da ist jetzt der Aufschrei groß, als Mailhoster ist Yahoo schon wieder diskreditiert, und das wo sie doch zu PRISM-Zeiten sich noch zu wehren versucht hatten. Mal ganz davon abgesehen, dass nach Snowden die frontalen Angriffe auf Datentöpfe hätten aufhören können. Offenbar lag ich damit falsch.

Oh, und dann gibt es offiziöse Reaktionen diverser Tech-Firmen. Microsoft, Apple, und Google haben ziemlich gleich geantwortet, dass sie noch nie so eine Aufforderung bekommen hätten, und sich gegen eine solche Aufforderung wehren würden. Yahoo ließ sich erst damit zitieren, dass die Firma sich an Gesetze halten würde <Trump>WRONG!!!</Trump>, und kam dann bummelig 20 Stunden später mit einem auffallend spezifischen Dementi: Ja, also jetzt gerade läuft keine vollautomatische Ausschnüffelung. Und der Bericht wäre ja irreführend. Oh, und deren Anwalt gibt einen der sogenannten Sprecher der sogenannten Regierung: Er hat nichts hinzuzufügen.

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