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Personen-Datenleck

Große Aufregung vom Freitag, dem 4.: Da wurde bekannt, dass im Internet Daten von Politikern rumlägen, die verdächtig danach aussähen, als sollten die eigentlich nicht öffentlich sein. Und wie üblich, wenn noch gar nichts bekannt ist, wurde die Krzmeldung eines Mediums gleich für Eilmeldungen der Großmedien verwendet. nach einiger Zeit häuften sich die Hinweise, dass anders als weitgehend behauptet, nichts auf einen "Hack" hindeuten würde, sondern auch jemand mit Zugriffsberechtigung die Daten exfiltriert haben könnte. Und überhaupt, so ganz super geheim und gefährlich wäre das nicht (aber Merkel wäre auch betroffen). Und kaum waren die Wogen etwas abgeflaut, hielt irgendwer einem anderen ahnungslosen Politiker ein Mikro hin, der gleich nach Angriffen der unbekannten Personen verlangte.

Ob überhaupt noch jemand vom angeblichen Hack redet, bis dieser Eintrag erscheint, dürfte auch eine interessante Beobachtung ergeben. Vom "Abhören unter Freunden" was ja angeblich "garnicht" ginge, schwafelte eine Kandisbunzlerin ja auch nur rund eine Woche.

Bei näheren Untersuchungen der Daten und der Umstände um deren Veröffentlichung sieht es eher danach aus, dass da gar nichts gehackt wurde, sondern anderweitig ins Netz entglittene Daten gesammelt worden wären. Bei der Täterin (warum werden Täter eigentlich nie gegendert?) scheint es sich um eine Person aus dem Youtuberinnen-Umfeld zu handeln. Ein politischer Hintergrund erscheint zumindest nicht naheliegend, sind doch auch Daten von Youtubern in der Sammlung. Aber medial wurde die Geschichte erstmal aufgeblasen. Dazu kommt noch die Idiotie, dass vor allem beim BSI jemand die Idee hatte, auf Basis keiner Information die Öffentlichkeit zu desinformieren. Das musste später dann zurückgerobbt werden.

Und am 8. vermeldet die Regierung aus Bundeskriminellen und Schnüfflern, dass sie einen Verdächtigen 20-jährigen verhaftet hätte. Der hätte auch die Vorwürfe eingestanden, und wäre schon am Vortag wieder gehen gelassen worden. Warum das dann erst am Dienstag gemeldet wurde, fehlt mir noch eine Begründung. Oh, als Motiv hätte der Verdächtige angegeben, aus Verärgerung über Äußerungen von Politikern gehandelt zu haben. Das erinnert mich an die Behauptung des NRW-Innenterroristen zum Motiv des Attentäters von Bottrop. Nebenbei: Wenn Nichtpolitikern Daten im Netz veröffentlicht werden, regieren Polizei, BKA, BND, Verfaschungsschutz und sogar NSA üblicherweise gar nicht. Dabei haben doch mindestens einige Politiker vor Snowden ständig rumgeblubbert, dass "wer nichts zu verbergen hat, nichts zu befürchten" habe. Komisch.

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