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Sea-Watch 3

Und dann war da die Sea-Watch 3, die seit Wochen auf dem Mittelmeer unterwegs war, nachdem die Besatzung 52 Menschen vor dem Ertrinken gerettet hatte. Von denen hatten zehn in der Zwischenzeit Länder gefunden, die sich um sie kümmern wollten, ohne da extra Bedingungen dran zu knüpfen (Die Bundesregierung ließ verlauten, man wäre zwar im Prinzip bereit, auch Personen zu übernehmen, aber nur, wenn es eine internationale Einigung gäbe, wie mit allen zukünftigen Schiffbrüchigen umzugehen wäre. Also faktisch nicht). Mit den verbleibenden 42 Menschen fuhr das Schiff nun also seit Wochen im Mittelmeer rum, immer außerhalb der Gebiete, auf die Italien Ansprüche geltend macht, weil deren Verantwortliche dem Schiff verboten haben, in die Hoheitsgewässer einzufahren. Am 28. Juni hatte die Kapitänin nun genug von der Verzögerungstaktik und ist mit dem Schiff in die Hoheitsgewässer gefahren und hat letztlich in Lampedusa angelegt, wo die dortige Polizei sie beim Verlassen des Schiffs verhaftet hat, weil Menschen aus Seenot retten und in einen italienischen Hafen bringen wäre ja irgendwas mit Schlepperei. Muss man vermutlich nicht verstehen.
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