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Hochstrahlenstand

Übrigens ist in Fukushima Daiichi im Reaktor 1 immer noch eine Maximalstrahlung von 225 Sievert pro Stunde zu finden. Für nen Messwert hält sich das Level schon arg lange. Wenn der Wert doch korrekt sein sollte, würde man dort nach 80 Sekunden (1:20) bereits die tödliche Strahlendosis von 5 Sievert abbekommen haben. Ich Frage mich immer noch, warum mir keine Nachrichten über die massive Strahlung begegnen. Aber heute ist der freigesprochene Wetterfrosch wohl wichtiger.

Austom

Nun hat die Regierung nach großem Buhei also beschlossen, bis 2022 das letzte Atomkraftwerk abschalten zu lassen. Also eigentlich soll 2021 das letzte Kraftwerk schon abgeschaltet werden, aber für den Fall, dass die Energiekonzerne noch Geld brauchen der Strom knapp werden sollte, soll das letzte Kraftwerk noch bereitstehen. Immerhin haben die Regierungs-Pfeifen beschlossen, dass die Brennelemente-Steuer nun doch nicht abgeschafft werden sollte. Ist den Idioten also doch aufgefallen, dass das alles ein bisschen zu sehr nach Geschacher aussieht. Immerhin hat Merkel mit dem ganzen Gehampel erreicht, dass jetzt wieder eine ähnliche Situation auf dem Atomkraft-Markt besteht, wie bevor sie Kanzlerette wurde. Sie hat damit nicht nur bewiesen, dass ihr Geschwafel von der Brückentechnologie Geschwafel war, sondern auch die Energiewirtschaft (Betreiber und Zulieferer von Kraftwerken) in Unklarheit gelassen. Mal ganz davon abgesehen, haben Zensur- und Steuerbrüllpartei es mit dem Gehampel geschafft, jede Planungssicherheit aus der Energiebranche zu zerstören. Denn wer will garantieren, dass der jetzige Ausstiegsbeschluss nicht nach der nächsten Bundestagswahl wieder rückgängig gemacht wird? Die Atomkonzerne dürften ja mit dem Beschluss nicht sehr glücklich sein, aber außer der FDP (die bei irgend einer Umfrage inzwischen sogar mal wieder mehr als 5% bekommen haben soll) hält momentan niemand mehr an Atomstrom fest. Aber wer weiß, welche Partei-Verantwortlichen die Atomkonzerne noch mit Geld bewerfen bis dahin.

Update: Die Piraten dazu, und dann gibt es noch das putzige Detail, dass gestern die Regierungspfeifen entschieden haben, aber erst heute der offizielle Bericht der Ethikkommission veröffentlicht wird.

Ahrensburg

Das Wochenende habe ich nun praktisch komplett in Ahrensburg rund um das Schloss und im Mittelalter verbracht. Den gleichen Termin habe ich schon letztes Jahr genutzt, an dem Wochenende, bevor mein Auge abgestürzt ist, und letztlich eine OP gegen die abgelöste Netzhaut brauchte. Wie ich auch erst viel später genauer bemerkt hatte, stammt meine Augentropfen-Tasche auch aus Ahrensburg. Der Lederwarenhändler war auch dieses Jahr auf dem Markt. 

Die Tasche ist eigentlich eine unspektakuläre Umhängetasche, die insofern als Mittelalter-Tasche durchgeht, als sie zum Verschluss ein Lederbändchen hat, was am Ende zusammengeknotet ist, und so einfach über einen am Deckel befestigten Knopf gezogen werden kann. So ist da weder ein Druckknopf, noch ein Reisverschluss oder gar ein Klettverschluss dran. Das Bändchen kann ich aber auch ohne hinsehen mit Links öffnen.

Als ich mir die zugelegt habe, konnte ich noch nicht wissen, dass in der Tasche nur noch Augen-Sachen landen würden. Aber die Tasche war einfach zu praktisch um die nicht für Augentropfen (und später Sonnenbrille) zu nutzen. Meine ganz fiesen 1x pro Tag DuoTrav verstau ich da aber nicht drin, weil ich davon ausgehe, Abends doch immer zuhause zu sein. Das galt auch für den Samstag, wofür die Ankündigung ein Marktende um 22 Uhr angekündigt hatte. Das hätte allerdings eine Fahrt im Dunkeln bedeutet, was mir bei einem Sonnenuntergang 21:35 dann doch zu spät gewesen wäre. Aber meine Zeitplanung war ohnehin hinfällig: Samstag Abend gab es einen ziemlich heftigen und auch länger dauernden Regen, so dass die Veranstalter sich dann für ein Marktende um 20:30 entschlossen haben.

Der Sonntag war ohnehin nur für 11 bis 19 Uhr geplant, wo sich das Wetter nur am Anfang von seiner regnerischen Seite gezeigt hat. Vorteil für mich: Bei maximal 18 Grad hatte ich meine richtige Mütze, und ohnehin wenig genug Sonnenschein als dass da ein Sonnenbrand bei rumgekommen wäre.

Für mich überraschend war dann auf dem Platz auch noch Micha von Freyflug vertreten (auch wenn das nicht im Terminkalender eingetragen war). Außerdem war dann noch ein Heerlager anwesend, dessen Name mir doch schon bei einigen MPS begegnet war, inklusive einigen Zelten und einem (Holz-)Schaf, was immer wieder woanders stand, wenn ich da vorbeigegangen bin. Und dann war auch noch ein TV-Team auf dem Platz, das für eine ZDF-Sendung unterwegs war. Da hat mich zuerst das Audio-Equipment fasziniert, als die Ton-Frau ihr Puschel-Mikro auseinendergenommen hat (das eigentliche Mikro da drinnen ist ein Stabmikrofon, was nur von einer großenm Plastik-Hülle und dann dem berühmten Puschel umgeben ist), wobei mir das Aufnahmegerät komisch bekannt vorkam. So ein Zoom H4n habe ich auch, und im Gegensatz zur Ton-Frau bin ich über meins recht zufrieden. Als Videokamera diente dann übrigens eine Canon 5D (ob Mark 2 oder 3 hab ich nicht rausbekommen), was dann zu der absurden Situation geführt hat, dass man Aufnahmen der TV-Leute eher am Mikrofon als an der Kamera erkennen könnte.

Was mir auf dem Markt im Nachhinein gefehlt hat, war ein offizielles Holzfeuerchen. Micha hatte am Sonntag zwar irgendwo Holz aufgetrieben, aber das Feuer war auf eine relativ kleine Schale für einen Grill beschränkt.

Wie auch immer, waren das mal wieder zwei angenehm anstrengende Tage. Ich hoffe aber, dass anders als letztes Jahr jetzt keine neuen Krankheiten ausbrechen. Wobei mich schon interessieren würde, wo die Hautirritationen an Unterarmen und den Augenlidern (aua) herkommen, bzw. wann die wieder weg sind.

Nächste Termine in der Pipeline sind jetzt Hohenwestedt am Pfingst-Wochenende, Garstedt/Norderstedt eine Woche später und Bahrenfeld weitere zwei Wochen danach. Und dazwischen versteckt sich noch ein kleiner Augenarzt-Termin am 15. Juni, der hoffentlich keinen OP-Termin nach sich zieht. Aber eigentlich soll da nur der Augendruck kontrolliert werden.

ComPod #265: Servergate, Teil 3

Space, Tech, Mafia. Mit letztem Shuttle-EVA, Schnüff der Woche und mehr.

Im dritten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit den Meldungen aus der Technik-Ecke. Mit dabei: Space (STS-135: Termineu, STS-134: Mission, EVA-1: früh vorbei, STS-134: FI, Schnüff der Woche: Spirit), Mafia (UK-Studie, MAFIAA gegen Google, 2-3D, EU-Dummzept, HAdo-SW-Loch), Sony-Fisch, Fanboi (Appstore kein App Store, Neustore, Apfelladenapp, Lodsystiert, Nopdate?), LHCord, MS-Facebook, Honigwabenmindestgröße, Symbiende, Tweetkauf. Für Musik sorgt dabei Adrina Thorpe mit dem Titel 'Coming Home'.

Länge: 55:51, 51,2 MB.

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ComPod #265: Servergate, Teil 2

Politik. Teil zwei von zwei. Mit Regierung, Servergate, Seuche und mehr.

Im zweiten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei: Regierung (PKS, FDP einthemt weiter, Brüllforder, Militinland, Hartzropa, Steuereinigung, Wirtschaftskriege, Migrarmee, Sparsursula, Löschen statt Sperren in Regierung, Aufschwaf), Israelische Obamatik, Isreaktion, F: ReverseDOS, Servergate (Erstmeldung, Faktoiden, HArdware zurück, Nullersuchen, Beschluss und Beschwerde), CDU-NRW-Prioritäten, Afghanibumm, Bremen-Wahl, Länderaufsicht, NPD-Strafe, Seuche (EHEC, Todesfall, Gurken), Superboom, PNR-Kritik, Sarkinternet, Griechenrun, Mubaranklage, Gabriangebot, Deutsche Krise, Mladic festgenommen. Für Musik sorgt dabei John McLean Allen mit dem Titel 'Going Home'.

Länge: 57:45, 52,9 MB.

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ComPod #265: Servergate, Teil 1

Politik. Teil eins von zwei. Mit Japan, Atom-Rest, Terror und mehr.

Im ersten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei: Japan (Tepcotritt, 200 Sv/h, Zusatzschmelze, Helfer innen verstrahlt, Cäsium, Kühlschaden, Ergebheimnis, Leckt wieder), Atom-Rest (13 aus, Merkel bald aus, Winterdrohung, BDI droht mit CO2, CSU will Strom ohne LAger, IEA warnt, Solarkritik, FDP unkonkretet, CZU-Wirtschaft fdpt, EUnigung, Steuer-Abschaffung, EU folgenlos, Schweizstieg, Röggteheimnis, Globalstress), Terror (US-PNR-Ewigkeit, Brüllrichs Cyberbumm, Frankfurt prüft nicht, NiederVDS). Für Musik sorgt dabei Allison Crowe mit dem Titel 'Going Home Tonight'.

Länge: 47:29 , 43,5 MB.

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Zivilinternet

Fällt es eigentlich unter Realsatire, dass ausgerechnet der französische Präsident davon geredet hat, es bräuchte 'Grundregeln' für das Internet? Immerhin gibt es in Frankreich Gesetze für Internetzensur (LOPPSI) und Digitalmord (HADOPI), die sich zumindest mit meinem Verständnis von Rechtsstaat nicht vertragen. Da dürfen also Inhalte aus dem Internet zensiert werden (was bestimmt niiiiieeeeee missbraucht werden wird), Menschen vom Internet abgeschnitten und/oder zu Geld- oder gar Gefängnisstrafen verurteilt werden, wenn irgendwer denen vorwirft, Urheberrechte missachtet zu haben. Und ausgerechnet der Präsident, der für solche Gesetze verantwortlich ist, faselt davon, das Internet solle zivilisiert werden. Das ist so ähnlich, wie wenn Folterstaaten (hust, USA!) anderen Staaten etwas von Menschenrechten erzählen wollen. Wahrscheinlich muss man erst wirklich hartes Zeug rauchen, um die Widersprüche nicht mehr zu erkennen.

niedersächsische VDS-Forderung

Die Innen- und Justizminister in Niedersachsen haben offenbar nicht genug zu tun. Anders kann ich mir nicht erklären, dass die ein Gesetz geschrieben haben, mit dem Bundesjustizministererin Leutheuser-Schnarrenberger eine verdachtsunabhängige Verbindungsvorratsdatenspeicherung wieder einführen soll. Das letzte Gesetz dazu hat das Bundesverfassungsgericht letztes Jahr einkassiert, nachdem unter anderem eine gewisse Sabine Leutheuser-Schnarrenberger dagegen geklagt hatte. Busemann und Schünemann (Justiz- und Innenminister Niedersachsen) verlangen also, dass ausgerechnet sie ein neues Gesetz hart an der Grenze des verfassungsrechtlich Zulässigen in den Bundestag bringen soll. Dabei sollen dann die Verbindungsdaten aller Bürger für ein Jahr (mal eben das doppelte der Regelung, die das BVerfG kassiert hatte) gespeichert werden, und dann für den "Schutz überragend wichtiger Rechtsgüter" genutzt werden. Die Nutzer einzelner IP-Adressen sollen aber bereits bei "gewichtigen Ordnungswidrigkeiten" (und ich dachte, Ordnungswidrigkeiten seien Ordnungswidrigkeiten weil sie nicht gewichtig seien) rausgegeben werden, was mit Sicherheit Abmahn- und Content-Mafia freuen wird. Als Begründung der Forderungen dürfen allerdings weder Organisierte Kriminalität, noch Terrorismus oder Kinderpornographie fehlen. Da Frage ich mich doch, wo die gigantische Anzahl unaufklärbarer Verbrechen in der polizeilichen Kriminalstatistik steckte, die gerade erst veröffentlicht wurde. Und warum keine Nachrichtenmeldung zu mir gelangt ist, dass Milliarden an Kriminellen frei rumlaufen dürften, weil die Verbindungsdaten ja nicht vorratsgespeichert würden. Mit ähnlichen Argumenten hatte ja kürzlich erst der Chef des Bundeskriminalgeheimdienst, Ziercke, versucht zu argumentieren, und dabei geflissentlich übersehen, dass auch die Ende April verhafteten angeblichen Terroristen die ganze Zeit unter Kontrolle mehrerer Geheimdienste gestanden haben. Richtiger werden Forderungen nach Vollüberwachung durch derart dämliche Forderungen aber auch nicht.

Putzig an der Heise-Meldung finde ich ja den letzten Absatz, in dem SLS darauf verweist, dass ihre Partei mit dem Vorschlag, nur die IP-Zuordnung verdachtsunabhängig vorratszuspeichern ja ein "grundrechtsschonendes" Verfahren vorgeschlagen habe. Dabei ist auch eine kleine Vorratsdatenspeicherung immer noch eine Vorratsdatenspeicherung.

Schnüff des Tages: Spirit

Der Schnüff des Tages stammt mal wieder von der NASA, und zwar dem JPL: NASA Concludes Attempts to Contact Mars Rover Spirit. Die Versuche, den Marsrover Spirit zu kontaktieren werden nach über einem Jahr Funkstille aufgegeben. Spirit hat also den Marswinter nicht überstanden, auf den sie sich nur schlecht vorbereiten konnte.Spirit hatte sich letztes Jahr in einem Sandloch festgefahren und war dann nicht mehr in der Lage, in eine bessere Position manövriert zu werden. Wahrscheinlich hat der Rover zu wenig Licht auf die Solarpanels bekommen, damit die wichtigen Heizelemente nocht mehr versorgen können, und in der Folge Kälteschäden abbekommen. Damit hat nach sieben Jahren die auf 90 Tage angelegte Mission geendet. Für den baugleichen Rover, Opportunity, geht die Mission aber noch weiter.

Und dann wird auch schon der nächste Rover, Curiosity, auf seinen (ihren?) Flug vorbereitet. Das Sonnenlicht-im-Winter-Problem erwartet Curiosity immerhin nicht, weil der Rover eine Stromversorgung per nuklearen Zerfallsprozessen betreibt.

FukuBUMM?

Es gibt eine neue Hiobsbotschaft aus Fukushima: Da ist in der 'Suppression Chamber' (was immer das sein mag) seit Sonntag die Strahlung mal eben auf 200 Sievert pro Stunde gesprungen. Dafür gibt es zwei mögliche Erklärungen: 1: Messfehler. 2.: Das Corium (geschmolzener Kernbrennstoff) hat sich durch den Boden des Reaktordruckbehälters geglüht und liegt da jetzt außerhalb auf Beton. Sollte es sich auch durch den noch durchglühen und auf Grundwasser treffen, ist nicht nur das Grundwasser nachhaltig verstrahlt, sondern dürfte auch schwungvoll erhitzt werden, zu Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden und für eine herzhafte Knallgasexplosion zu haben sein, bei der dann auch gleich noch ein bisschen Corium verteilt werden könnte. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie wäre ein Messfehler beruhigender.


(via)

Und dann musste Tepco auch noch zugeben, dass in den Reaktoren 2 und 3 die Brennstäbe auch geschmolzen sind. Überraschen dürfte die Meldung aber kaum jemanden, war doch eine (angeblich partielle) Kernschmelze schon seit einiger Zeit klar. Die spannende Frage bleibt auch da, ob sich das Corium noch durch die Reaktordruckbehälter schmilzt. Sicher ist in Fukushima nur, dass es nicht sicher ist.

virtubumm

Als Innenminister muss man nicht zwingend wissen, wovon man redet. Wenn man aber schon kurz nach Amtsantritt gegen Moslems pöbelt, wie es der HaPe Friedrich (den ich deswegen immer Brüllrich nenne) getan hat, sollte man sich vielleicht auch mal von jemandem beraten lassen. Bisher hat er das offensichtlich nicht getan. Dieses Mal hat Brüllrich von "virtuellen Bomben" gefaselt. Was der CSU-Minister sich darunter vorstellt, weiß ich nicht, Stelle mir aber in etwa sowas vor: BUMM! Vielleicht sollte der Mann sich besser mal in Behandlung begeben, mit Angststörungen muss man doch nicht leben.

Update: Ach ja, die gern wiederholte dämliche Forderung nach dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren hat der Bundesinnenterror auch noch aufgebracht. Der Eindruck, dass die Lehren aus den 1940er Jahren der Reihe nach wieder vergessen (oder bewusst ignoriert) werden, beschleicht mich auch hier wieder.

ComPod #264: FukuperGAU, Teil 3

Space, Tech, Mafia. Mit Shuttleflug und mehr.

Im dritten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit den Meldungen aus der Technik-Ecke. Mit dabei: Space (Discovery inaktiv, STS-134: Rumflugoption, STS-134 gestartet, STS-135: Rollover, STS-134: TPS), Fanboi (InApptent, SATAbel, 4S-Phone, 4S-Kamerücht, NanoSIM), Fail Card, BSIGK, PSN an, PSNoch'n'Loch, Mafia (Hadopi-Loch, Google gegen Mafiasur), Augdate. Für Musik sorgt dabei Adrina Thorpe mit dem Titel 'Everything Changes'.

Länge: 52:05, 47,7 MB.

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ComPod #264: FukuperGAU, Teil 2

Politik. Teil zwei von zwei. Mit Regierung und mehr.

Im zweiten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei: Regierung (ePAhl-Hintergrund, Westerbrülle entblubbert, Mehr Aufstocker, Gegenschirm, DIHK-Steuersenke, Lindnerschwaf, Elektroautos, Steuersenkpartei, Kinder-Umbau, Kinder-doch-nicht-Umbau, Häckättäck, Neidlaber), Heilberufe-BKK, Dänillegal, ePApp, Haderbrüller, IWFestnahme, Death-Polizei-Fehler, Chatzi-Doc, Rente nie, Spanien-Demos, Gleichberechtigung, HM, Strafüberwacher. Für Musik sorgt dabei Damh the Bard mit dem Titel 'Isis Unveiled'.

Länge: 53:27, 49,0 MB.

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Servergate

Die Meldungen habe ich gestern verpasst: Zwei Tage vor einer Wahk in Bremen ist die Polizei beim Hostingprovider der Piratenpartei eingeritten, hat alle(!) Rechner abschalten lassen, und wohl auch noch ein größeres Datenpaket mitgenommen. Als Begründung dafür gab es die Angabe, dass da ein Rechtshilfeersuchen aus Frankreich vorläge (was gerüchteweise eventuell auch nur angekündigt gewesen sein soll). Soweit ich das verstanden habe, wurde die Begründung später noch konrkretisiert: In einem öffentlich beschreibbaren PiratenPad soll angeblich ein(!!) SSH-Server abgelegt worden sein, der angeblich(!) irgendwas mit einem 'Hackerangriff' auf den französichen Atom-Konzern EDF zu tun haben soll (da würde mich ne technische Begründung interessieren, was so gefährliches an einem SSH-Key sein soll). Und deswegen hat dann ein Staatsanwalt in Darmstadt beschlossen, dass es nicht ausreicht, den Serverbetreiber (eben die Piratenpartei Deutschland) darum zu bitten, die Daten aus dem Netz zu entfernen, und fahndungsrelevante (Log-) Daten zu übergeben (wobei das PiratenPad wohl so ungefähr gar nichts logt). Der Staatsanwalt war (hier kann ich nur den Einsatz von Betäubungsmitteln vermuten) der Meinung, dass es eine gute Idee sei, wesentliche Teile der Infrastruktur einer deutschen Partei abzuschalten. Warum das juristisch extrem dünnes Eis ist, hat Udo aufgeschrieben. Au0erdem erwische ich mich dabei, mal ausnahmsweise einer Meinung mit FixMBR-Autor Christian Sickendieck zu sein, was eine Meldung zur Piratenpartei angeht.

Während der Zensursula-Debatte habe ich ja immer wieder gewitzelt, dass den Meisten erst klar würde, warum Zensur-Infrastruktur missbraucht werden kann, wenn die erste politische Partei wegzensiert wird. Offenbar brauchen BKA und Polizei gar keine Zensur-Infrastruktur, um Parteien aus dem Netz zu blasen. Schade, dass gerade niemand behauptet, Missbrauchsdokumentationen nicht löschen lassen zu können, da könnte Servergate sonst als Gegenbeisopiel dienen,

Und jetzt erwarte ich eine MEldung aus Darmstadt, dass der betreffende Staatsanwalt eine neue Körperöffnung gerissen bekommen hat von seinen Vorgesetzten. Bis dahin erkenne ich Deutschland den Titel Rechtsstaat ab.

Update 25.5.: Heute wird bei Twitter ein Dokument rumgereicht, was wohl der Durchsuchungsbeschluss sein soll. Der Pastebin-Link ist mir nur zu flüchtig, deswegen verweise ich auf netzpolitik.org. Dann gibt es noch die Beschwerde gegen Durchsuchung und Beschlagnahme zu lesen.

tweetbackcheck