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BE YOU!

Ab und zu gibt es Momente, in denen ich mich frage, wie ich ohne Internet gelebt habe. Heute vormittag war so einer, als in meiner Twitter-Timeline ein Link an mir vorbeischwamm mit dem Text '"That's Why You Don't Have Any Friends.": I could've used that speech when I was 14, but I never went to gyms'. Da hab ich dann mal nachgesehen, was dahinter steckt, und es muss sehr schnell sehr staubig geworden sein, jedenfalls hatte ich akute Feuchtigkeitsüberschüsse in den Augen.

Was mir danach dann aufgefallen ist: Die Botschaft, sich nicht zu verstellen, sondern man selbst zu sein (in meinem Kopf kurz als "BE YOU!" formuliert), hatte ich schon irgendwo gesehen. Zum Beispiel in diesem längeren Video, oder authentischer am Ende hier.

Als mir zuletzt eine Botschaft ins Gehirn geschlichen ist, habe ich Jahre gebraucht, bis ich das Gefühl hatte, die wirklich verinnerlicht zu haben (Stichwort: His Dark Materials, Science Saved My Soul. 'And there might yet be a heaven, but it isn’t going to be perfect. And we’re going to have to build it ourselves.'). Mal sehen, was aus der Botschaft hier wird. Oh, und warum hat mit mir niemand so ein Gespräch geführt wie in dem Ursprungstext? So vor 15 Jahren wäre das echt mal hilfreich gewesen.

Footprints

Mir fällt gerade auf, dass ich einen sehr inspirierenden Text noch mit nen Link würdigen kann. Sawyer Rosenstein hat einerseits das Pech, dass er mit 12 Jahren von einem Trottel verprügelt wurde und seitdem im Rollstuhl sitzt. Andererseits hat er das Glück, nach Florida reisen zu können, und beim letzten Shuttlestart bei der Presse vor Ort gewesen zu sein. Und für BoingBoing hat er kürzlich aufgeschrieben, wie er über sein Leben und das beendete Raumfahrtprogramm denkt.

Don’t tell me the sky is the limit when there are footprints on the moon.

Fehlersuchtag

Heute habe ich den ganzen Arbeitstag damit verbracht, dass ich versucht habe herauszufinden, warum ein bestimmter, für die Anmeldung sehr wichtiger Aufruf in unserer Anwendung auf meinem Rechner (und auch nur dort) nicht funktionierte. Zuerst hatte ich ja die Gegenseite des Aufrufs im Verdacht, aber das dortige Log zeigte nicht einmal, dass mein Rechner irgendwas mit dem System gemacht hätte, geschweige denn, dass dort ein Fehler passieren würde. Dann habe ich das Serverprofil komplett gelöscht und neu aus dem Repository geholt, auch ohne jeden Erfolg. Auch mehrfaches neukompilieren aller beteiligten Klassen brachte mich nicht weiter, genau wie wiederholtes Veröffentlichen (publishen, wie man wohl in Denglish sagt) der Anwendung brachte nichts. Dann habe ich mir einen der externen Kollegen dazugeholt, weil der letzte Woche noch im Umkreis der Aufrufe etwas geändert hatte, aber auch der konnte keine Ursache für das Problem erkennen. Zwischenzeitig fiel der Verdacht noch auf Windows-Patches, die ich heute morgen installiert hatte, aber auch das führte bei den Kollegen zu keinen Problemen.

Kurz vor Feierabend fiel mir dann noch ein, dass ich zur Behebung eines anderen (aber ähnlichen) Fehlers im Zusammenhang mit einer völlig anderen Java-Anwendung ein paar Dateien in ein bestimmtes Verzeichnis des RAD kopieren musste. Kaum hatte ich die Dateien dort entfernt, lief auch alles wieder. Es sieht so aus, als hätte ein FixPack, was wir letzte Woche alle installiert haben in Zusammenhang mit diesem alten Fix zu einem neuen Problem geführt. Und das erklärt dann auch, warum ich der einzige Betroffene war: Die anderen Kollegen hatten die Dateien ja nicht als Fehlerbehebung führ andere Anwendungen einspielen müssen, und folglich trat bei denen das Problem nicht auf.

Sollte mir mal irgendwann langweilig werden, kann ich ja einfach die Dateien dort wieder hinkopieren und abwarten, bis die ersten Aufrufe der Anwendung wieder fehlschlagen.

Die Tischkante, in die ich vorhin gebissen habe, hätte mit einem Schoko-Überzug aber bestimmt besser geschmeckt.

Erkenntnisse des Tages

Was hab ich heute gelernt:

  • Enigma ist wunderbar als Musik geeignet, wenn man zwar was hören will, aber nicht unbedingt mitsingen.
  • Dadurch, dass man sich auf die Musik nicht so konzentriert, haften auch Assoziationen schlechter. Will heißen, dass ich mir genau die Titel wahrscheinlich auch anhören kann, ohne dann an Zähne und Schmerzen denken zu müssen.
  • In einem Aufwachraum kann man wunderbar schlafen. Ich bin jetzt viel erholter als vor der OP.
  • Paracetamol bekämpft die Schmerzen von einer Weisheitszahn-OP nur begrenzt.
  • Ich bin nicht der Einzige, der heute einen komischen Tag hatte.
  • Wasser ist unheimlich lecker. Man muss den Mund nicht einmal besonders weit aufmachen, um es trinken zu können.
  • Mein Hoster hat nichts dagegen, wenn ich meinen in Planung befindlichen Podcast hier über's Blog hoste. (Ich war mir nicht ganz sicher, und hab lieber mal nachgefragt)
  • Es gibt nicht nur in Paderborn nette Taxifahrer.
  • Wenn ich mir wichtige Erkenntnisse des Tages zusammenschreiben will, werde ich spontan unkreativ.
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