Skip to content

Facedown

Montag Abend waren Facebook und deren Produkte nicht mehr erreichbar, weil aus unklaren Gründen deren Netzwerke per BGP von Rest des Netztes abgetrennt wurden. Und die DNS-Server wären auch Teil der Netze gewesen, so dass weder Facebook, noch Instagram oder WhatsApp auch nur mit Servern hätten reden können. Angeblich sollen sogar die Türen von Facebook nicht mehr zu öffnen gewesen sein, weil auch die Systeme nur online hätten funktionieren können. Was ja irgendwie nicht ging. Mal abwarten, ob es noch Berichte gibt, was da Auslöser war. Cloudflare hat zumindest einen Blick von außen. 

EUSB

Heute gibt es mal eine politische Technik-Meldung: Und zwar hat letzte Woche die EU (in Form der Kommission) beschlossen, dass verlangt werden soll, dass in Zukunft alle Elektronik (ich vermute mal: ab einem gewissen Komplexitätsgrad) per USB-C geladen können werden soll. Weil das ja Kabel einsparen würde und Ladegeräte. So weit, so oberflächlich. Denn da zeigt sich auch schon, warum es eine dumme Idee ist, technische Entscheidungen Politikern zu überlassen. USB-C ist nämlich von Anfang an eine ganze Protokoll-Familie, die alles auf dem selben Kabel macht. Von USB-a-Kompatibilität (wo eben kaum Strom über die Drähte kommt) bis zum nächsten fetten Power-Delivery (was aber erst nach Aushandlung durch beide angeschlossene Geräte möglich ist) geht da theoretisch einiges. Was davon schreibt denn die EU-Kommission nun vor, sollten Ladegeräte und anzuschließende Geräte unterstützen? Und was passiert, wenn die Aushandlung bei einem zu geringen Stromfluss stecken bleibt? Hat man dann ein Technikspielzeug, was Stunden am Strom hängt? Oder gilt das nicht als Anforderung erfüllt? In den Meldungen dazu ist mir das nicht begegnet, eventuell haben die Damen und Herren Politvertretenden auch gar nicht darüber nachgedacht, was sie da eigentlich bestellen, und nur bis zum Stecker am Kabel gedacht. Nebenbei: Auch die Kabel haben bei den höheren Übertragungsmodi Anforderungen zu erfüllen, wenn man Pech hat, ist auch das relevant (und der Grund, warum mein iPad Pro am Mac mit dem mitgelieferten Kabel hängt, dann muss ich darüber nicht auch noch nachdenken).

Applankündigung

Und dann war am 14. mal wieder eine Produktankündigung von Apple.

Die fing allerdings schon mal weniger aufregend an, als erstmal Minutenlang für den Tee Vau Streieming Dienst geworben wurde, was da denn alles käme.

Dann ging es mit iPad weiter, wo das Einstiegsmodell nach einem Jahr aktualisiert wird. Da ist dann keine A12-CPU von 2018, sondern eine A13 von 2019 drin. Außerdem bekommt das mini-iPad irgendwas ganz tolles, wie ein Redesign, eine CPU, die nicht benannt wurde (A15), ein bisschen größeres Display (8,3 Zoll statt 7,9), USB-C und damit keine Chance für den ersten Pencil (wobei ich da nicht sicher bin, ob das mini den eigentlich nutzen konnte). Und 5G. Und kommt "next week" womit schon mal eine Hausnummer an dem Betriebssystem steht.

Weiter zur Watch. Die nennt sich dann Series 7 (wenig überraschent), ist gar nicht eckig, wie alle Gerüchterstatter voneinander abgeschrieben haben, hat aber ein größeres Display mit weniger Rahmen, passt trotzdem weiter in die bestehenden Armbänder, lädt schneller, und kommt irgendwann später im Herbst (Buh!). Im Verkauf bleiben die Series 3 (häh?), SE und 7.

Dann wurde es wirklich langweilig mit Werbung für Fitness+, was ganz toll wäre, und dann auch hier verfügbar werden soll.

Und dann ging es zum erwarteten iPhone. Das heißt 13 (nicht 12S, auch wenn der Name gepasst hätte), ist das besteste iPhone, was Apple bisher in dem Viceo neu vorgestellt hat, hat nen A15, der wieder Bionic heißt, ganz toll ist, und kann ganz doll viele tolle Sachen. Und 5G, dieses Jahr nicht nur von einem Netzbetreiber beworben. Gibt's in 13 und mini.

Und dann das erwartete 13 Pro und Max: Das ist noch viel Bestester, mit nem kleineren Notch, das Display kann zwischen 10 und 120 Hertz-Refreshrate einstellen (kein Always On, wie gerüchtet). Die Kameras sind die Bestestesten, die Apple überhaupt jemals in dem Video gezeigt hat, und deswegen musste das noch mit nem länglichen Video behlitten werden. Die Speicheroptionen gehen dann von 128 GB bis 1024 in jeweils Verdoppelung. Kommt ab dem 24. in den Verkauf.

Bei mir blieb da aber der unangenehme Beigeschmack, dass da viel zu wenig in viel zu lang breitgelabert wurde. Die Uhr klingt spannend, hat aber keinen Termin, so ein iPhone fällt in die 'könnte man mal'-Kategorie, aber ich bin leicht underwhelmed.

Wanzfix

Letzten Montag Abend fiel aus Apple ein nicht vorher angekündigtes Update für iPhone, iPad, Uhr und Mac raus, dessen Beipackzettel nur von Sicherheit schrieb. Stellt sich raus, da sind zwei benannte Sicherheitslöcher behoben worden, die bereits ausgenutzt wurden. Zum ersten wurde dann veröffentlicht, dass da gerade eine Woche vorher von Pegasus verwanzte Handies mit aufgemacht worden sind. Oder ein bisschen konkreter: Das war ein Sicherheitsloch in Apples Systemen, über die Pegasus in Geräte eingebrochen ist. Die Sorte Fehler, die unsere geliebte Regierung behalten will. 

Rückropple

Dann war da noch die Geschichte, wo Apple mehrere neue Systeme angekündigt hat, die verkauft wurden als 'Schutz von Kindern': Eins, was bei iMessages mit Bildern mit zu viel nackter Haut anspringen soll, und vor deren öffnen warnen (und bei unter 13-jährigen auch die Eltern), und eins, was auf dem iPhone in Fotos nach solchen suchen soll, die einer Liste ähneln, die eine Organisation als Missbrauchsdokumentation gemeldet hat. Da hat Apple als erstes den Fehler begangen, beide gleichzeitig anzukündigen (weil, hat ja beides mit Kindern zu tun?) und dann fiel vor allem auf, dass damit Apple die Geräte seiner Kunden nutzt, um in deren Daten nach etwas zu suchen, was irgendwie Bäh wäre. Da kam ziemlich schnell ziemlich viel Gegenwind aus der Sicherheits-Experten-Ecke, worauf Apple dann PR-Geruder angefangen hat. Dann ist irgendwo aufgetaucht, dass das Hash-System, was Apple einzusetzen angekündigt hat, schon seit iOS 14.3 mit obskurem Namen im System versteckt war, wo es jemand dann mal rausgepuhlt und mit Bildern beworfen hat. Stellte sich raus: Das meldet für total offensichtlich verschiedene Bilder gleiche Hashwerte. Darauf Apple: Ja, aber in echt haben wir da noch andere Magic. Wieder blöd: Von der war in der Ankündigung irgendwie nie die Rede.

Der (vorerst) letzte Schritt: Apple hat dann mal angekündigt, sich doch nochmal genauer Gedanken machen zu wollen, was, wie und wann man denn tun wolle. Vielleicht kommt dann ja etwas dabei raus, was weniger auf "vertrauen Sie uns, wir wollen nur das Beste für Sie" herausläuft, und klarer darstellt, inwiefern sichergestellt ist, dass da nicht gerade die Grundlage für eine erweiterte Überwachung von iPhone-Nutzern gelegt wird. Denn Wünsche danach werden mit Sicherheit kommen, das ist nur eine Frage der Zeit.

De-Mainde

Erinnert ihr euch noch an De-Mail? Das sollte so ein tolles, briefartiges, modernes Kommunikationssystem werden, wo Bürger mit Ämtern digital kommunizieren könnten, und was auch Ganz Doll Sicher wäre. Also für die Ämter. Weil Verschlüsselung war da irgendwie nie so richtig drin. Und irgendwie war das auch nie so richtig nützlich. Was dazu geführt hat, dass das kaum jemand genutzt hat. Was wiederum dazu gefühlt hat, dass kaum Frmen was damit gemacht haben. Und nun eben dazu führt, dass Telekom ihre Systeme dazu abschaltet. Wer sich bei Telekom ein De-Mail-Postfach geklickt hatte, hat demnächst keins mehr. Die Anzahl derer, denen das auffallen dürfte, ist aber gering. Weil den Kram ja kaum jemand genutzt hat.

BGPelekom

Letzten Donnerstag gab es mal wieder einen Fall von Netzproblemen, weil irgendwo ein Netzanbieter mal wieder Blödfug ins Netz geblasen hat, so dass die Verbindung zwischen dem Netz der Telekom und Microsoft (sowie wohl auch noch eine Reihe netztopologisch benachbarte Systeme nicht miteinander reden konnten. Dafür, dass das Problem schon länger  bekannt ist, tritt es mir immer noch viel zu häufig auf, aber ich schaue sowas immer fasziniert an, wenn ich nicht betroffen bin.

Audapanity

Zur Abwechslung gibt#s mal keine Politik-Meldung, sondern eine aus der Technik: Im Mai hat ja eine Firma irgendwas gekauft, was mit Audacity zu tun hat, dem Audio-Editor aus der OpenSource-Ecke. Die Firma, die da irgendwas gekauft hat, kam dann mit der Idee, jede Menge Nutzertracking in Audacity reinzubauen, weil, äh...? Das fand dann die OpenSource-Gemeinschaft blöd, hat lautstark rebelliert. Damit wurde aus dem Vorschlag eine abgeschwächte Version mit freiwiligen Crashreports und nem einfachen Update-Check. Nun ist die Muse Group aber wieder aufgefallen, weil die in die AGBs so Zeug reingeschrieben hat, wie "Daten für Strafverfolgung sammeln" und "mindestens 13 Jahre alt" müssten Nutzer sein. Daraufhin ist mal wieder gigantische Echauffage angesagt, und es gibt Leute, die davon faseln, Audacity wäre Spionagesoftware. Ich werfe da einen Blick auf die Timeline, bemerke, dass die aktuelle Version 3.0.2 noch vor Bekanntgabe des Firmenkaufs veröffentlicht wurde, frage mich kurz, wie gerauchter Brokkoli wohl schmeckt, und wundere mich noch, ob zu viele Leute zu wenig getrunken haben.

Mal ganz von der zeitlichen Abfolge abgesehen: Das ist ein Quelloffenes Projekt. Das zu kopieren, und die Tracker rauszuwerfen sollte nicht gigantisch schwer sein, das hat sogar schon jemand angefangen. Diese Diskussion, wie viele andere, könnte mal eine Runde Abkühlung vertragen. Und wenn sich rausstellt, dass diese Muse Group wirklich Evil sein sollte, kann man sich immer noch LibreOffice als weniger aufgeblasene Fassung von OpenOffice ansehen. Da ist eine Projekttrennung schon mal vorgeführt worden. Es ist also nicht völlig unmöglich, OpenSource-Projekte aus den Klauen des Kapitalismus zu retten.

UMTSchalt

Zum Monatswechsel ist der Zeitpunkt ausgebrochen, den die Mobilfunkbetreiber angekündigt hatten, ab dem die UMTS-Netze abgeschaltet werden würden. Ich bin ja schon was älter, ich erinnere mich noch daran, wie in Zeiten vor Merkel die Nutzungsrechte für die Funkfrequenzen von UMTS versteigert wurden, und aus irgend einem Grund sich die daran teilnehmenden Firmen so hochgehandelt haben, dass ein damals absurd hoher Betrag an den Bundeshaushalt floss, den der damalige Bundesfinanzminister, ein Herr Eichel als Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Schulden nannte. Diese Summen dürften auch verantwortlich dafür sein, dass deutsche Mobilverträge immer noch überwiegend harte Begrenzungen haben, wie viel man sie nutzen darf, beziehungsweise unpassend teuer sind, denn irgendwo wollen die Netzbetreiber das Geld ja herbekommen. Gleichzeitig ist die Technik weiterentwickelt, nach dem UMTS-Standard der 3. Generation kam LTE (wo die Lizenzversteigerung nicht absurd teuer war, die Nutzungspreise sind aber lustigerweise nicht rasant gefallen), und inzwischen ist 5G der amtierende heiße Scheiß. Die UMTS-Technik wird für die Netzbetreiber zur Altlast, die sie jetzt eben abschalten wollen. Anders als beim noch älteren GSM gibt es wohl keine Verpflichtung zum längeren Betrieb, und so wird UMTS dann mittelfristig verschwinden.

WWDNote 2021

Die jährliche Apple-Entwicklerkonferenz mit großer Ankündigungsveranstaltung war mal wieder. Und wie viel zu oft war die Veranstaltung laaaaaaang, was ich bestimmt nur wegen der ganzen einstündigen Videos in der Zwischenzeit vergessen hatte.

Inhaltlich ging es los mit iOS. Da bekommt Facetime lauter Funktionen, di in der Pandemie geholfen hätten: Spatial Audio, Voice Isolation (man kann auch üer Lärm noch verständlich kommunizieren, weil der gefiltert wird), Grid View, Portrait Mode, und Links, die auch außerhalb der Apple-Geräte nutzbar sein sollen. Auch mit dabei: SharePlay, wo man gemeinsam irgend was an kommerziellem Video sehen kann. iMessage bekommt eine Sammlung von Netzquellen, die mit einem geteilt wurden. Es gibt neue Fokus-Funktionen, wenn man nicht gestört werden will, oder nur Arbeits-Meldungen bekommen, oder gerade keine Arbeits-Meldungen. Die verschiedenen Profile lassen sich nach Zeit, Ort oder (vermutlich) einer Kombination aus Beiden einstellen. Auch neu: Wenn man Texte fotografiert, erkennt iOS die und man kann die rauskopieren. Oder irgendwas an Tieren oder Pflanzen erkennen. Spotlight wird übersichtlicher, in die Wetterfunktionen zieht das DarkSky-Datenmaterial ein, was Apple durch Kauf der Firma erlangt hat, drahtlose Schlüssel soll man verwalten können, und die neuen Karten wären ganz toll, dort wo sie mal verfügbar wären.

Dann kamen die AirPods dran: die sollen eine Art Hörgerät sein können, Notifikationen ankündigen, und in FindMy auch ernsthafter auffindbar werden.

weiter zum iPad, was im Kern immer noch iOS ist, aber zustzlichdie Widgets bekommt, die iOS seit einem Jahr hat, App Library ebenfalls. Und mal wieder neue Multitasking-Gesten, weil die bisher wohl wirklich niemand versteht. Bei Notizen kann man kollaborieren, Taggen oder sich zu Apps und Webseiten irgendwas notieren. Die Übersetzungsfunktion kommt auch vom iPhone rüber. Oh, und Swift Playgrounds kann dann auch Apps bauen und in den AppStore einreichen. Das war als XCode für iPad schon länger gerüchtet worden.

Dann durfte sich Apple mal wieder mit Privatsphäre brüsten, weil sie Tracking-Pixel in Mails irgendwie entschärfen, Safari auch vor Trackern schützen, außerdem gibt es dann einen Bericht, wo die Geräte melden, welche Apps auf welche privaten Datenquellen wie oft zugegriffen haben, und wohin im Netz sie kommuniziert haben. Und die Spracherkennung soll dann komplett auf den Geräten stattfinden und nicht mehr im Netz.

Weiter geht es mit iCloud: Da kann man Kontakte eintragen, die einen Account wieder freischalten können, oder Kontakte, die einen beerben sollen. Außerdem sowas ähnliches wie TOR, und man soll analog Sign-in with Apple Mailadressen als Wegwerfbare Adressen generieren können.

Nächster Block: Gesundheitsdaten. Mobilitätsdaten (also wie man so läuft) kann das iPhone mitbekommen, und da Trends draus ableiten. Labordaten soll es einem interpretieren helfen. Auch neu: Trends, Funktionen, um Daten zu teilen, und Familienmitglieder, die das untereinander tun wollen.

Dann war mal wieder ein Betriebssystem dran: watchOS. Das bekommt mehr Mindfulness, kann im Schlaf irgendwie ne Atemfrequenz ermitteln, kriegt ein bisschen was an Fitness-Funktionen, und ein Portrait-Face.

Danach wurde es für mich langweilig, weil die als Home vermeldeten Systeme vom TV und HomePod (mini) interessieren mich nicht.

Aber ein großes System fehlte noch: macOS 12, Monterey. Mit Universal Control, wo man Maus/Tastatur vom Mac auch zur Bedienung auf ein iPad nutzen kann (wie? Konfiguration??), der Mac als AirPlay-Ziel nutzbar wird, Shortcuts auf den Mac kommen, Safari mal wieder neu aussehen soll, und Erweiterungen für den auf ein neues System gesetzt werden, und dann auch iOS und iPadOS so erreichen.

Und als ich gerade auf ein Ende gehofft hatte, wurden noch Namen von irgendwelchen APIs durch die Gegend geworfen, und ich bin lieber ins Bett gegangen.

Das alles dürfte so ab September auf Geräten in meiner Nähe verfügbar werden. Wobei iOS 15 wohl weniger aufdringlich sein soll als die Systeme bisher, was man so liest.

Frenot

Und dann war da noch eine Geschichte, die sich in den letzten Wochen erst außerhalb meiner Aufmerksamkeit entwickelt hat, dann aber doch ein paar Mal aufgetaucht ist: Und zwar gibt es ja in diesem Internetz nicht nur Webdienste, sondern auch achon lange sowas wie IRC. Eines der größeren IRC-Netze ist/war Freenode. Da konnte man sich mit überschaubarem Aufwand einen kostenlosen Kanal zulegen, und dann je nach Belieben sich in fast-Echtzeit austauschen. Nun ist da vor einiger Zeit jemand in die Chefetage der Betreiber aufgestiegen, der in der ansonsten ziemlich freien Gemeinschaft angeeckt ist (das ist der Teil, den ich am wenigsten mitbekommen habe) und in der Folge sind vor ein paar Wochen eine größere Anzahl bisher dauerhaft dort organisierter Personen gemeinsam abgezogen und haben sich eine neue Infrastruktur angelegt, namens Libera. offizielle Kanäle von irgend welchen Projekten, die nun darauf hinwiesen, dass man sie auch dort jetzt finden könne, wurden zuletzt vom verbliebenen Betreiber von Freenode übernommen, und deren bisherige Admins von dort verbannt. Das Ganze hat dann ziemlich viel von Sandförmchen auf einem Spielplatz, aber dass Freenode mit solchen Aktionen ziemlich viel an Karma im Netz verspielt, ist mir offensichtlich. Ergebnis der ganzen Nummer ist zumindest, dass sich ziemlich viele IRC-Nutzer angewiedert von dem abwenden, was jetzt gerade Freenode ist. Was dan dann in Sachen Geld oder Offline-Ansehen heißen mag, kann ich nicht abschätzen, aber positiv wirk das alles nicht.

iOS 14.5

Meldung aus der Kategorie 'endlich!' am 26. April abends hat Apple endlich das Mittjahres-Update für iPhones, iPads, Watch, und Mac freigegeben. Für mich spannend: Da ist eine Funktion drin, um iPhones trotz Maske entsperren zu können, wenn da ne Uhr verbunden ist, die einen Passcode hat, entsperrt ist, und das Gesicht in dem Moment maskiert ist. Dauert zwar etwas länger als die reine Gesichtserkennung, macht die Entsperrung aber dann endlich wieder automatisch. Fürs Diensthenndi habe ich da nur noch den Schmerz, dass die Uhr, die ich da rangeklöppelt habe, keinen Passcode bekommen darf. Und zumindest die Einstellung vermeldet, dass das Feature nicht ohne Passcode in der Uhr funktionieren würde.

Aber für meine privaten Telefone hilft das schon, dass ich da endlich ohne Passcode rein komme.

Ansonsten ist da noch jede Menge Kram mit drin, wie das Framework gegen Tracking, irgendwelche Bugfixes (auf dem Mac inklusive irgendwas fiesem an Sicherheitsloch), und mehr.

Applevent

Letzten Dienstag hat Apple mal wieder ein paar Produkte angekündigt per Video. Los ging es mit dem im Park spazierenden Tim Cook, der verkündet hat, dass die Apple-Kreditkarte demnächst Familien unterstützt, Partner in den selben Vertrag lässt. Dann gab es für Podcasts die Ankündigung, dass es da irgendwie Bezahl-Optionen geben soll, Details waren in dem Video nicht erwähnt. Das iPhone 12 soll es dann noch in Purple (einem Lila) geben. 

weiter ging es mit einer ernsthaften Ankündigung: AirTag, der seit inzwischen 1,5 Jahren gerüchteten Gerät, was man an Gegenständen befestigen kann, und dann mit einem der neuesten iPhone mit U1-Chip finden. 

Als nächstes Produkt war TV dran, wo es in den Innereien Neues gibt, was mich aber nicht interessiert. 

Weiter zum Mac, wo es den iMac mit M1-Chip gibt. Der ist Ganz Doll Schnell und leise. 

Apropos M1: Der kommt dann ins iPad Pro, wo der USB-C-Anschluss auch Thunderbolt kann, Speicherplatz bis zu 2TB möglich wird, und vor allem beim RAM die Fähigkeit der großen Rechner ins iPad einzieht. Aus den Gerüchten wurde das MiniLED-Display bestätigt, was in das 12,9-Zoll-iPad einzieht. Nicht bestätigt wurde ein neuer Pencil. 

Im Video nicht erwähnt: iOS 14.5 soll irgendwann in der Woche 17 (26.-30.4.) kommen. Das wäre ja nur schon seit März erwartet worden. 

Exchoch

Und dann waren da noch Computer. Und Sicherheitslöcher. Und eine Firma Microsoft, die beides in Exchange verbunden hat, was dann das BSI zu einer aufgeregten Warnmeldung veranlasst hat, dass man doch bitte einen verfügbaren Patch für Exchange schon vorgestern installiert haben möge, weil sonst wäre irgendwas Weltuntergang. Keina Ahnung, wie Weltuntergang das ist, aber nachdem die Regier beschlossen hat, Sicherheitslöcher sammeln zu wollen, dürfte das BSI gerne mal dem Bundesminister für Drinnen, Bau und Dahoam nochmal erklären, was das im konkreten Fall bedeutet hätte. Vielleicht merkt der dann mal was.

FailarWinds

und dann war da noch eine Firma SolarWinds, die damit auffiehl, ihren Update-Server öffentlich schreibbar im Netz rumstehen zu haben, sich (natürlich) von der Überwachung durch Virenscanner ausnehmen zu lassen, und generell eher unsicher gewesen zu sein. So einer 'Sicherheitssoftware vertraut man doch gerne.
tweetbackcheck